Freiheit zum neuen Jahr: Die Militärregierung in Myanmar hat am Sonntag angekündigt, über 6000 Inhaftierte anlässlich des 78. Jahrestags der Unabhängigkeit von Großbritannien zu begnadigen.
Die Militärjunta nannte „Mitgefühl“ als Grund für die Freilassung von 6.134 Gefangenen in dem südostasiatischen Land. Unter den Begnadigten sind demnach auch 52 ausländische Staatsangehörige.
Ein Land im Bürgerkrieg
Das Militär hatte in Myanmar 2021 die Macht übernommen und damit eine kurze Periode der Demokratie beendet. Seither wird das Land von einem Bürgerkrieg erschüttert, in dem sich verschiedene Konfliktparteien bekämpfen.
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind in Myanmar tausende politische Aktivisten inhaftiert. Zu nationalen Feiertagen und buddhistischen Festen werden regelmäßig Amnestien ausgesprochen.
Die damalige britische Kolonie Myanmar hatte am 4. Januar 1948 ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone erklärt. Dem war ein langer Befreiungskampf unter General Aung San, dem Vater der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, vorausgegangen. (afp/ks)