In Katar sind beim Absturz eines Militärhubschraubers mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, teilte das katarische Innenministerium heute mit. Dem Verteidigungsministerium zufolge kam es „während eines Routine-Einsatzes zu einer technischen Störung“. Es gab zunächst keine Hinweise darauf, dass der katarische Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde.
Nach offiziellen Angaben stürzte der Hubschrauber im Persischen Golf in katarischem Hoheitsgebiet ab. An dem Such- und Rettungseinsatz waren Spezialteams beteiligt. Es war zunächst unklar, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog.
Alle sieben Insassen wurden gefunden – Such- und Rettungsarbeiten abgeschlossen
Die katarischen Behörden hatten zunächst den Tod von fünf Passagieren und eines Piloten bei dem Absturz bekanntgegeben. Später bestätigte das Innenministerium den Tod eines zweiten Piloten, der zunächst als vermisst gemeldet worden war. „Alle sieben Insassen wurden gefunden, und ihr Tod wurde bestätigt“, hieß es. Die Such- und Rettungsarbeiten seien nun abgeschlossen.
Das Verteidigungsministerium in Doha teilte mit, das Unglück habe sich während eines „Routineflugs“ ereignet. Das türkische Verteidigungsministerium erklärte dagegen, dass der Hubschrauber an einer bilateralen „Trainingsübung“ teilgenommen habe. Sie sei „im Rahmen des gemeinsamen Kommandos der Streitkräfte von Katar und der Türkei“ erfolgt.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara gehörte eines der Opfer zur türkischen Armee. Die beiden anderen türkischen Opfer waren demnach Techniker des türkischen Rüstungsunternehmens Aselsan.
Katar ist im seit drei Wochen laufenden Krieg der USA und Israels gegen den Iran wiederholt Ziel von Angriffen geworden. Katars Flugabwehr fing dabei iranische Drohnen und Raketen ab, zudem schossen die katarischen Streitkräfte zwei iranische Kampfflugzeuge ab. (dpa/red)