Alawiten protestieren, Kurden sagen Treffen in Damaskus ab

von Karin Leukefeld

Während die Altstadt von Damaskus mit glitzerndem Schmuck und einem Lichtermeer zu Weihnachten erstrahlte, und in Aleppo – in alter Tradition – liberale sunnitische Geistliche die christlichen Gemeinden besuchten und ihren christlichen Nachbarn zum Weihnachtsfest gratulierten, wurde Syrien in anderen Teilen des Landes von Gewalt und Aufruhr erschüttert.

In einer Moschee in Homs explodierte während des Freitagsgebets eine Bombe. Acht Gläubige wurden getötet und mindestens 18 wurden verletzt. Rund 300 Besucher hatten sich zum Freitagsgebet versammelt, es ist für Muslime das wichtigste Gebet in der Woche. Freitag ist zudem in arabisch-muslimischen Ländern ein Feiertag. Der Anschlag ereignete sich in der Ali Bin Abi Talib Moschee im Viertel Wadi al Dahab, wo traditionell vor allem syrische Alawiten leben. Die Moschee ist ein Gotteshaus der Alawiten, einer Strömung des schiitischen Islam.

Die Verantwortung übernahm die Gruppe »Saraya Ansar al Sunna«, der Name bedeutet so viel wie »Unterstützer des sunnitischen Wirkens«. Die salafistisch-dschihadistische Organisation will einen Islamischen Staat in Syrien errichten, in dem weder Alawiten, noch Drusen, Christen oder schiitische Muslime geduldet werden sollen.



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