Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER aufgerufen. Der Arbeitskampf sei eine „direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, teilte Verdi mit.
Wegen eines Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat der Flughafen Berlin-Brandenburg für Mittwoch alle Passagierflüge abgesagt. Ursprünglich seien für den Tag rund 445 Abflüge und Landungen mit etwa 57.000 Passagieren geplant gewesen. Die Flughafengesellschaft kritisierte den Streik als „unverhältnismäßig“. Die Gewerkschaft warf dem Arbeitgeber hingegen eine „Blockadehaltung“ in den Tarifverhandlungen vor.
Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg über mehr Geld für rund 2.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 6 Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.
In der zweiten Runde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorbereitet, das nach Darstellung der Gewerkschaft Entgelterhöhungen von jährlich rund 1 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht. „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch“, teilte Verhandlungsführer Holger Rößler mit.
Es ist der erste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. (dpa/afp/red)