Die Nachwahl zum House of Commons, die heute in Gorton und Denton stattfindet, könnte einmal mehr ein sehr klares Indiz dafür liefern, wie unbeliebt, ja verachtet Herr Starmer und sein Mob mittlerweile im Vereinigten Königreich sind.

Noch vor Wochen hätte ich geschrieben, die Nachwahl in Gorton und Denton, die seit heute morgen läuft, um den Abgeordneten im House of Commons für den Wahlkreis bestimmen, der Andrew Gwynne, Labour, nachfolgen wird, ist eine Schicksalswahl für Keir Starmer, die über seine politische Zukunft entscheiden wird.

Heute bin ich mir nicht mehr sicher.
Einfach deshalb nicht, weil die Labour Klette in Number 10 in den letzten Wochen Skandale am Fließband produziert hat. Keiner davon, weder die Tatsache, dass Starmer als Anwalt und unentgeltlich Britische Soldaten auf Basis von „Human Rights“ verfolgt, weder die Tatsache, dass er umfassend über den so genannten „Chagos Deal“ gelogen hat, weder die Tatsache, dass er mit den Feinden aller Menschenrechte in China, Xi Jinping und seiner Kommunistischen Partei Geheimverträge abschließt, weder die Tatsache, dass er bis zum Hals im Pädophilenskandal der Labourista steckt, haben dazu geführt, dass er seinen Hut genommen hat.

Starmer gehört zu einer neuen Generation von „Polit-Darsteller“, bei der man keinerlei moralisches Empfinden oder gar Rechtschaffenheit voraussetzen kann. Tatsächlich zeigt die Humanhülle Starmer nichts, was generisch menschlich erscheint. Alles scheint aufgesetzt, inszeniert, automatisiert, roboterhaft zu sein. Der Mann ist offenkundig programmiert, eine Agenda durchzusetzen, gegen alle Widerstände und ohne Rücksicht auf Verluste.

Also keine Schicksalswahl.

Dennoch hat die Nachwahl zum House of Commons in Gorton und Denton eine symbolische Bedeutung, denn sie findet im Heart of Labour statt. Gorton ist ein Stadtteil von Manchester, Denton eine kleine Stadt in Tameside. Beide, Gorton und Denton entsenden seit 2019 gemeinsam einen Abgeordneten nach Westminster. Davor bildete Denton mit Reddish einen gemeinsamen Wahlkreis. Ungeachtet des Zuschnitts des Wahlkreises sind die Sitze seit Jahrzehnten im Besitz von Labour. Gorton und Denton (bzw. Denton und Reddish) sind Wahlkreise, in denen Labour bislang hätte einen Besen aufstellen können. Er wäre gewählt worden. Aufgestellt hat Labour indes Andrew Gwynne, der seit 2005 für den Wahlkreis im House of Commons saß, bis er in einer Whatsapp-Gruppe aller Welt die menschlichen Qualitäten offengelegt hat, die ihn auszeichnen:

„Dear Residents: Fuck your bins. I’m re-elected and without your vote. Screw you.“

Übersetzen wir das in seiner ganzen Armseligkeit und in drei möglichen Varianten, keine davon lässt auch nur den geringsten Zweifel über Integrität und intellektuelle Begabung von Gwynne aufkommen:

  • Liebe Bewohner: Scheiß auf eure Tonnen. Ich bin wiedergewählt, ohne dass ihr mich gewählt habt. Leckt mich am Arsch.
  • Sehr geehrte Anwohner: Fickt eure Mülltonnen. Ich bin wieder drin – ohne eure Stimme. Verpisst euch.
  • Liebe Bewohner: Scheiß auf eure Scheißtonnen. Ich bin wiedergewählt, und zwar ohne eure verdammte Stimme. Fickt euch.

Selbst bei Labour war man, nachdem Gwynnes Einstellung öffentlich geworden ist, der Ansicht, Gwynne könne nicht länger Gesundheitsminister (ja, der Mann war Gesundheitsminister) sein und müsse auch aus der Labour Party suspendiert werden. Den Ergebnissen der nachfolgenden Untersuchung über das, was Gwynne ansonsten noch von sich gegeben hat, ist Gwynne dadurch zuvorgekommen, dass er aus „gesundheitlichen Gründen“ sein Mandat im House of Commons aufgegeben hat.

Deshalb gibt es heute eine Nachwahl in zwei Orten, die beide Labour wählen, aber kaum unterschiedlicher sein könnten.

Denton ist ein typisches Arbeiterstädtchen, wie es sie zuhauf in den Midlands gibt. 91% der Bewohner sind weiß, britisch. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen entspricht dem durchschnittlichen Einkommen von Greater Manchester, auf der Deprivationsleiter ist der Wahlkreis zwar unter den ersten 20 Wahlkreisen, aber nur deshalb, weil der Anteil der höher Gebildeten, formal höher Gebildeten, mit 25% deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt. Die Arbeitslosigkeit ist mit rund 7% höher als im britischen Durchschnitt, die Kaufkraft der Bürger von Denton geringer, aber deutlich höher als die der Bewohner von Gorton, die zu den Top-10 deprivierten Wahlkreisen im Vereinigten Königreich gehören.

53% der Bewohner von Gorton sind weiße Briten, der Rest ist mehrheitlich „Black, Asian oder Arab“, Muslime stellen rund 19% der Bevölkerung, 49% der Bewohner von Gorton zählen sich als Christen. 65,5% der Bewohner zählen als depriviert, 10% sind arbeitslos. 25%, also ein Viertel der Bewohner verfügt über keinerlei schulische oder berufliche Qualifikation.

Gorton ist ein typisches Ergebnis von Zuzug, während Denton ein Überrest aus Arbeiter-Britannien ist, voller „working-class Brits“, die in der Vergangenheit stramm zu Labour standen und Labour gewählt haben.

Nicht dieses Mal.
Die wenigen Umfragen, die es gibt und die mit in der Regel rund 500 Befragten alles andere als aussagekräftig sind, sagen ein enges Rennen voraus, das Reform UK und die Grünen vorne sieht, dicht gefolgt von Labour. Reform UK hat in Gorton und Denton mit Matt Goodwin, dem ein oder anderen vielleicht über seinen Substack oder seine Tätigkeit als Moderator bei GB News bekannt, ein Schwergewicht ins Rennen geschickt, während Grüne und Labour mit Hannah Spencer und Angeliki Stogia versuchen, Stimmen zu gewinnen.

Wie sich die ethnische Zusammensetzung des jeweiligen Wahlkreises auf das Wahlverhalten auswirken könnte, das zeigt die folgende Abbildung, die auf Grundlage einer der letzten Umfragen erstellt wurde. Abermals ist die Fallzahl zu gering, als dass man mehr als einen Trend herauslesen könnte:

Die grüne Partei in Großbritannien ist ein durch und durch marxistischer Haufen, gefüllt bis zum Rand mit Personen, die in ihrem Leben noch keine reguläre, nicht staatliche Einnahmequelle hatten und denen es Freude macht, absurde Punkte in ihr Parteiprogramm zu schreiben, etwa die Absicht, illegale Zuwanderer im eigenen Haus mit freier Kost und Logis bei gleichzeitiger Prioritäts-Gesundheitsversorgung unterzubringen. Über den Wahlkampf der Grünen in Gorton und Denton muss man nicht viel sagen, er besteht im Wesentlichen aus „Gaza“ und dem Versuch, die Stimmen von Wählern mit einem Migrationshintergrund zu gewinnen, was, wie die folgende Dokumentation zeigt, auch zu gelingen scheint.

Der folgende Wahlkampf-Spot der Greens gibt einen guten Eindruck in die Abgründe menschlicher Existenz, die hier Partei geworden sind:

Der Wahlkampf von Labour hat im Wesentlichen darin bestanden, Keir Starmer davon abzuhalten, im Wahlkreis aufzutauchen, um die eigenen Chancen nicht noch geringer werden zu lassen. Ansonsten gibt es vor der Electoral Commission ein offenes Verfahren gegen Labour wegen „Bestechung von Wählern“, ein weiteres, aufgrund von gefakten Leaflets, die Wählern suggerieren sollen, eine Organisation namens „Tactical Choice“ habe die Wahl von Labour empfohlen, ist seit gestern auf dem Weg, denn „Tactical Choice“ gibt es nicht, wurde ebenso frei erfunden wie die „new prediction“, um Wähler zu täuschen.

Schließlich hat der Liar in Chief versucht, einen „Vorfall“ aus Manchester als Mittel zum Wahlkampf zu instrumentalisieren. Dort sind mehrere Männer mit Kisten in eine Moschee gelaufen und schnell von Muslimen umringt worden. Indes, der gefährliche Vorgang oder gar vereitelte Terroranschlag, den Keir Starmer schnell inszenieren wollte, den hat es nie gegeben. Die „Männer mit Kisten“ waren Arbeiter, die ihr Werkzeug mitgebracht haben, um Reparaturen auszuführen.

Die Labours können nicht anders als zu lügen.
Lügen sind Bestandteil ihrer DNA, der Grund, warum sie sich in einer Partei zusammenrotten. Und obschon vermutlich ein SWAT-Team notwendig sein wird, um Keir Starmer aus No. 10 zu entfernen, steht er in Gorton und Denton vor allem innerparteilich auf dem Prüfstand, denn im Vorfeld der Nachwahl hat es sich Herr Starmer nicht nehmen lassen, eine Kandidatur von Andy Burnham in Gorton und Denton zu verhindern. Burnham ist Bürgermeister von Greater Manchester, einer der wenigen Labours, die aus unbekannten Gründen noch populär sind und der aussichtsreichste Konkurrent von Keir Starmer um No 10 und Parteivorsitz. Aber Burnham hat ein Manko: Er sitzt in Manchester, ist nicht Abgeordneter im House of Commons, kann Starmer somit nicht herausfordern. Um das zu tun, müsste er Abgeordneter sein. Gorton und Denton war seine Chance. Starmer hat sie ihm verbaut. Das Gift, das zwischen beiden (Fraktionen) in Labour vorhanden ist, wird nach der Wahl sicher nicht geringer geworden sein.

Ob es für Reform reicht, ist eine andere Frage. Bis vor kurzem hätte ich gesagt: Es reicht. Aber Advance UK, die Partei, die Ben Habib gegründet hat und die rechts von Reform Uk angesiedelt ist, schickt mit Nick Buckley einen Mann ins Rennen, der lokal weite Behanntheit genießt, u.a. als Gründer des Mancunian Way, einer Wohlfahrtsorganisation, deren Ziel es ist, Jugendliche vor einem Abgleiten in die Kriminalität zu bewahren. Buckley hat in vergangenen Wahlen Achtungserfolge erzielt und gezeigt, dass er in der Lage ist, 7,6% der Wählerstimmen als unabhängiger Kandidat in der Wahl zum Bürgermeister von Greater Manchester zu gewinnen. Buckley könnte insofern das Zünglein an der Waage sein, die Prozente abgreifen, die Matt Goodwin dann zum Sieg fehlen.

Indes, Goodwin, als Meinungsforscher sollte er über gute Daten verfügen, ist zuversichtlich…

Schaun wir mal.

Noch etwas typisch Britisches zum Schluss:
Die Monster Raving Loony Party schickt mit Sir Oink A-Lot einen Kandidaten ins Rennen, von dem behauptet wird, seine politische Oinkschaft sei gehaltvoller als die Gaza-Botschaft von Grünen und Labour:

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