In einer am Freitag, 20. März, eingereichten Klage des US-Justizministeriums wirft die US-Regierung der Harvard University vor, während pro-palästinensischer Demonstrationen auf dem Campus im Jahr 2024 ein „feindliches Umfeld“ gegenüber jüdischen und israelischen Studierenden zugelassen zu haben – und verschärft damit ihr Vorgehen gegen die Eliteuniversität.

Finanzielle Forderungen und Vorwürfe zum Campusklima

Die Regierung will damit erreichen, dass Harvard hohe Zuschüsse aus Bundesmitteln zurückzahlen muss und keine weiteren Gelder beanspruchen kann.

In der Klageschrift hieß es, Harvard begünstige weiterhin ein Campusklima, „in dem feindlicher Antisemitismus und anti-israelisches Verhalten florieren“.

Bei den Protesten 2024 habe die Hochschule zudem eigene Regeln nicht zur Anwendung gebracht. Sie habe zugelassen, dass anti-israelische Demonstranten die Bibliotheken besetzt hätten und habe 20 Tage lang ein Protestcamp auf dem Campus geduldet.

Trump verschärft Kurs gegen Hochschulen

Harvard erklärte dazu, die Universität kümmere sich sehr um die Mitglieder der jüdischen und israelischen Gemeinschaft und habe verschiedene Maßnahmen zum Kampf gegen Antisemitismus ergriffen.

Trump geht seit seinem erneuten Amtsantritt vor 14 Monaten in aller Härte gegen Harvard und andere Hochschulen vor, die er für Vertreter einer linksgerichteten Gesinnung hält.

Er hatte versucht, der Universität Bundesmittel in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar zu streichen und die Aufnahme internationaler Studenten zu verhindern. Beide Maßnahmen wurden von Gerichten vorerst weitgehend gestoppt.

Zuletzt rief Trump Harvard zu Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar auf, weil jüdische Studenten während der pro-palästinensischen Proteste nicht ausreichend geschützt gewesen seien. (afp/red)



Source link