Zusammenfassung und Analyse des Transkripts des Interviews von Scott Ritter bei Judge Andrew Napolitano in der Sendung Judging Freedom vom 17. März 2026. Der Fokus liegt auf den zentralen Vorwürfen: dem US-Marschlag auf eine Mädchenschule in Minab (Iran), möglichen Kriegsverbrechen und den breiteren Kontext des US-geführten Kriegs gegen den Iran.

Im Rahmen des seit Ende Februar 2026 andauernden US-israelischen Militärschlags gegen den Iran ereignete sich am 28. Februar 2026 eine der tragischsten Episoden: Ein Raketenangriff zerstörte die Grundschule Shajarah Tayyebeh (oder ähnlich benannt) für Mädchen in der Küstenstadt Minab am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus.

Laut iranischen Angaben und unabhängigen Berichten starben dabei über 160–175 Menschen, darunter mindestens 160–170 Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren sowie Lehrerinnen.

Das Gebäude war einst Teil eines aufgegebenen Stützpunkts der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), wurde aber bereits um 2016 verlassen, umgebaut, mit Mauern abgetrennt, als Schule renoviert und mit Spielplätzen sowie Wandmalereien versehen.

US-Verteidigungsministerium-Karten markierten es eindeutig als Schule und Krankenhaus (Teil des Komplexes).

Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspektor und US-Marine-Geheimdienstoffizier, bezeichnet den Angriff als vorsätzliches Kriegsverbrechen und macht vor allem Verteidigungsminister Pete Hegseth direkt verantwortlich.

Der Ablauf des Angriffs nach Ritters Darstellung

Der ehemalige IRGC-Stützpunkt (Arif-Missile-Brigade) war seit Jahren bekannt und intensiv von der US Navy (5. Flotte in Bahrain) überwacht – durch Drohnen, Satelliten, Signalerfassung und HUMINT (z. B. Fischerbefragungen).

Alle relevanten Daten flossen in ein „Target Deck“ (Zielkatalog), das regelmäßig aktualisiert wurde.

Das Gelände war seit 2016 zivil genutzt: nördlicher Teil als Schule mit separatem Eingang, zentraler Teil als Krankenhaus – beides auf „No-Strike-Listen“.

Trotzdem wurde der Komplex am ersten Kriegstag mit vier Tomahawk-Marschflugkörpern (von Aegis-Schiffen und U-Booten) angegriffen:

  • Drei Treffer: Zwei Lagerhallen und das ehemalige HQ-Gebäude (nun Schulgebäude) kollabierten.
  • Der vierte Marschflugkörper (mit Onboard-Kamera) loiterte, übertrug Bilder und wurde nach BDA (Battle Damage Assessment) umprogrammiert, weil Bewegungen (evakuierende Kinder und Lehrer) als „IRGC-Personal“ interpretiert wurden.
  • Die Schülerinnen hatten sich nach dem ersten Treffer in den verstärkten Gebetsraum („Safe Room“) geflüchtet.
  • Der finale Treffer nutzte eine panzerbrechende Dual-Effect-Munition (350 lbs Titan-Hülle, 450 lbs Sprengstoff), die in Tausende scharfe Splitter zerfiel und Menschen vaporisierte/schnitt. Zusätzlich wurde Resttreibstoff (JP-10) für einen Fuel-Air-Explosive-Effekt genutzt → Feuersturm, 69 Kinder verbrannten zu Asche.

Ritter: Dies war kein Versehen, sondern Folge bewusster Politik.

Die Verantwortung und der Weg zum Kriegsverbrechen

Ritter wirft Pete Hegseth vor, im März 2025 (kurz nach Trumps Amtseinführung) die Civilian Harm Mitigation Unit (eine 2023 eingerichtete DoD-Einheit zur Vermeidung ziviler Opfer) aufgelöst zu haben – mit der Begründung, man wolle „lethaler“ sein, keine „dummen Rules of Engagement“, keine „woke“ JAG-Überprüfungen.

Stattdessen: „We kill things. We break things.“

Ziel war „Shock and Awe“: Mehr Ziele für psychologischen Effekt, um das iranische Volk zum Regimewechsel zu zwingen (inkl. Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei).

Dafür nutzte man AI (Claude), die alte Daten durchsuchte und veraltete Ziele wie den Minab-Komplex vorschlug – ohne menschliche Überprüfung, da die Mitigation-Unit weg war.

Ritter nennt Hegseth einen „walking talking war criminal“, der gegen das US War Crimes Act von 1996, die Genfer Konventionen (Zusatzprotokoll 1977), das DoD Law of War Manual und das Prinzip der Unterscheidung (military vs. civilian) verstößt.

Intent sei klar: „No regard for rules“, „increased lethality“, Befehle wie „no quarter“.

Der breitere Kontext des Kriegs

Trump wurde am 11. Februar 2026 von Netanyahu gedrängt; Joint Chiefs und DNI Tulsi Gabbard warnten: Keine unmittelbare Bedrohung, kein Atomprogramm, Iran wird Basen angreifen, Straße von Hormus schließen, Regimewechsel scheitert.

Ignoriert zugunsten von „Sycophants“ wie Hegseth, Rubio, Bessent; JD Vance schwieg feige.

Iranische Gegenangriffe: Präzise Treffer auf israelische Infrastruktur (Raffinerien, Kraftwerke, Basen), Panik in Israel, mögliche Massenauswanderung (bis 20 % Bevölkerung), langfristig Ende des jüdischen Staats als solcher → Palästina als Mehrheit.

Keine Angst vor israelischem Atomwaffeneinsatz: Würde Iran/Pakistan zur Eskalation zwingen; stattdessen IAEA-Überwachung und Abrüstung wie in Südafrika.

Joe Kent (NCTC-Direktor, MAGA-Veteran) trat zurück: „Iran posed no imminent threat“ – Krieg diene Israel, nicht USA.

Fazit und Ausblick

Ritter fordert: Hegseth vor US-Gericht stellen (War Crimes Act), Trump impeachen (Pardons blockieren), internationale Gerichte (keine Verjährung).

Der Krieg sei illegaler Angriffskrieg („supreme international crime“ nach Nürnberg).

Trump leugnet US-Verantwortung („Iran hat eigene Schule bombardiert“), DoD bestätigt aber US-Treffer.

Ritter sieht strategische Niederlage der USA, Demütigung und moralischen Bankrott.

Dieser Beitrag basiert auf Ritters Aussagen im Interview; unabhängige Quellen (z. B. AP, NYT, Bellingcat) bestätigen US-Beteiligung via Tomahawk-Raketen und veraltete Intel, während Trump/Hegseth leugnen oder untersuchen.

Die Debatte über Kriegsverbrechen bleibt hochaktuell.


Wenn du willst, kann ich das noch in Telegram-Stil (kompakt + scharf) oder als Artikel (z. B. NZZ/Spiegel-Stil) umbauen.



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