Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien mindestens 83 Verletzte registriert worden, darunter seien 14 in kritischem Zustand, teilte der regionale Gouverneur, John Gabriel Molina Acosta, nach einer Sitzung des Krisenstabs mit.
Das Flugzeug war wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt, wie Verteidigungsminister Pedro Sánchez mitteilte.
125 Menschen an Bord
An Bord hätten sich 114 Passagiere sowie 11 Besatzungsmitglieder befunden, sagte der Kommandeur der kolumbianischen Luftwaffe, General Carlos Fernando Silva. Damit bleibt das Schicksal von mehr als 30 Insassen zunächst unklar. Nach Angaben des Gouverneurs handelt es sich bei den meisten Insassen um Militärangehörige, zudem seien einige Polizisten an Bord gewesen.
Aufnahmen des Senders RCN zeigten einen brennenden Flugzeugrumpf auf einer Waldlichtung. „Militäreinheiten sind bereits vor Ort“, schrieb Sánchez in Onlinenetzwerken. Zur Opferzahl und der Absturzursache lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Er sprach von einem „zutiefst schmerzlichen Ereignis“ für Kolumbien.
In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigten eine große graue Rauchwolke und Trümmerteile am Unglücksort. Anwohner und Sicherheitskräfte hätten sich umgehend auf den Weg gemacht, um Verletzte zu versorgen, berichtete der Radiosender Bluradio. Dutzende Menschen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, mehrere in kritischem Zustand, zitierte Bluradio einen lokalen Beamten.
In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Mindestens 24 Menschen kamen dabei ums Leben. (dpa/afp/red)