Bei Volkspartei und SPÖ erledigen die Staatssekretäre Alexander Pröll (ÖVP) und Michaela Schmidt (SPÖ) die Koordination der Regierungsgeschäfte. Bei den Neos hingegen braucht man dazu ein eigenes Büro: Im Außenministerium wurde eine eigene „Koordinierungsstelle“ unter Leitung von Armin Hübner eingerichtet – und die ist teuer, wie eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz aufdeckte.

704.000 Euro für eigene Stelle

So beliefen sich die Personalkosten im Oktober 2025 auf 50.311,31 Euro. Mit einer quartalsweisen Sonderzahlung in Höhe von eineinhalb Monatsgehältern ergibt sich eine Jahreshochrechnung von sogar rund 704.000 Euro.

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Sieben Mitarbeiter für Schellhorn

Organisatorisch ist die Koordinierungsstelle im Außenministerium angesiedelt, wo auch Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn tätig ist. Die Pinken betonen, dass ihre Regierungspräsenz im Vergleich zu ÖVP und SPÖ deutlich schlanker sei. Während deren koordinierende Staatssekretäre sich ausschließlich auf Abstimmungsaufgaben konzentrieren könnten, übernehme Schellhorn daneben auch angeblich umfangreiche inhaltliche Arbeit, etwa im Bereich der Entbürokratisierung. Seine Koordinierungsstelle umfasst derzeit sieben Mitarbeiter; die entsprechenden Staatssekretariate von ÖVP und SPÖ verfügen jeweils über zwölf.

Mehr als drei Millionen Euro für Staatssekretariate

Die Anfrage des freiheitlichen Generalsekretärs legte auch noch andere Kosten zutage: Insgesamt liegen die monatlichen Gesamtkosten sämtlicher Regierungsapparate bei rund 3,12 Millionen Euro. Einzelne Staatssekretariate verursachen dabei teurere Kabinettskosten als ganze Ministerien – unter anderem übersteigen manche sogar das Bildungsministerium von Christoph Wiederkehr (Neos).

409 Mitarbeiter um 3,7 Millionen Euro

Auch sonst kommt die Verlierer-Ampel die Österreicher teuer zu stehen: Mit 21 Regierungsmitgliedern – einem Kanzler, einem Vizekanzler, zwölf Ministern und sieben Staatssekretären – ist sie die teuerste und größte Regierung aller Zeiten. Im vierten Quartal 2025 arbeiteten 409 Personen in den Regierungsbüros, inklusive Backoffice, Fahrer und Assistenten, das sind fünf mehr als zuvor; die monatlichen Personalkosten liegen bei durchschnittlich 3,7 Millionen Euro, um 550.000 Euro mehr als vorher.

Teure Kommunikation für Babler und Schmidt

Allein für die Kommunikation von SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler und Staatssekretärin Schmidt fallen rund 211.300 Euro monatlich an, zudem wurden 15 zusätzliche Mitarbeiter für Schmidt beschäftigt; im Sozialministerium von SPÖ-Ministerin Korinna Schumann kamen eine Referentin und eine Social-Media-Kraft hinzu, während im Familienministerium zwei Stellen gestrichen wurden. Im Außenministerium beschäftigt Neos-Ministerin Beate Meinl-Reisinger ein gleich siebenköpfiges Team, das monatlich rund 50.300 Euro kostet.

So viel kosten die Staatssekretäre inklusive ihrer Mitarbeiter in den verschiedenen Ressorts:

Stelle Betrag
Kanzleramt 239.603,32
Innenministerium 221.913,28
Verteidigungsministerium 205.484,03
Kultur-, Medien- und Sportministerium 203.830,85
Wirtschaftsministerium 186.432,42
Verkehrsministerium 175.381,71
Gesundheitsministerium 175.369,12
Justizministerium 171.557,12
Finanzministerium 149.562,08
Staatssekretariat Kanzleramt 148.759,74
Außenministerium 140.919,41
Integrationsministerium 140.084,90
Frauenministerium 128.947,00
Staatssekretariat im Sportministerium 122.386,32
Landwirtschaftsministerium 113.235,06
Staatssekretariat im Innenministerium 104.659,29
Bildungsministerium 100.838,45
Staatssekretariat im Gesundheitsministerium 91.090,05
Staatssekretariat im Wirtschaftsministerium 84.680,36
Staatssekretariat im Finanzministerium 83.823,85
Staatssekretariat im Außenministerium 83.164,53
NEOS-Koordinierungsstelle im Außenministerium 50.311,31
Gesamt 3.122.034,20



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