„Morgen eröffnen unbeteiligte Gockel die Koralmstrecke, die wir dem bis heute dämonisierten Jörg Haider verdanken!“ Das schrieb Friedrich R. in einem Facebook-Kommentar. Hart ausgedrückt, aber im Kern trifft der Internet-Nutzer wohl die Wahrheit.

Neue Ära für Steiermark und Kärnten

Wenn nämlich morgen, Freitag, Bundespräsident Alexander Van der Bellen und ÖVP-Kanzler Christian Stocker mit 230 km/h auf der Koralmbahn fahren und damit den Startschuss für eine neue Ära in der Region Steiermark und Kärnten einläuten, wollen sie sich von der Bevölkerung für ein Jahrhundertprojekt feiern lassen.

Doch Van der Bellen wie auch Stocker haben keinen Beitrag geleistet, dass dieses Verkehrsprojekt am 12. Dezember das Licht der Welt erblickt.

Jörg Haider blieb hartnäckig

Ideengeber und Geburtshelfer der Korlambahn war der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ), der das Projekt durchsetzen konnte – gegen starke Widerstände der anderen Parteien, die diese Bahnstrecke für zu teuer gehalten hatten.

Hohe Erwartungen im Vorfeld

Die Bauarbeiten starteten schließlich 1998, erst 27 Jahre später fährt morgen der erste Zug zwischen Graz und Klagenfurt. Und heute spricht keiner mehr über die – zugegeben – hohen Kosten in Höhe von 5,9 Milliarden Euro. Vielmehr hat man große Erwartungen: Wirtschaftlicher Aufschwung, Tourismus-Potenzial, Umstieg der Pendler vom Auto auf die Bahn werden als Chancen genannt.

Einer der längsten Eisenbahntunnel der Welt

Der Koralmtunnel ist ca. 32,9 Kilometer lang und damit einer der längsten Eisenbahntunnel der Welt. Zwischen Graz und Klagenfurt ist der Fahrgast nur noch 41 Minuten unterwegs. Bis dato waren es zwei Stunden.



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