Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte bei seinem Besuch in Washington die Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs. Dieser solle „so bald wie möglich“ enden, sagte Merz bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.
Der Krieg schade der Wirtschaft, sagte Merz zur Begründung. Er verwies auf die gestiegenen Öl- und Gaspreise.
Trump erwartet nicht, dass Deutschland Bodentruppen schickt
Trump äußerte sich zufrieden mit der bisherigen Unterstützung durch Deutschland im Iran-Krieg. „Sie lassen uns in gewissen Gebieten landen“, sagte der US-Präsident.
Er spielte damit auf die Verträge zur Nutzung von Luftwaffenbasen in Deutschland an. Die Bundesregierung hatte darauf verwiesen, dass die Abkommen unabhängig vom Iran gelten.
Trump sagte weiter, er erwarte nicht, dass Deutschland Bodentruppen entsende. Deutschland sei ein „respektiertes Land“, mit dem er eine „sehr gute Beziehung“ habe, betonte der US-Präsident.
Macron: Frankreich schickt Flugzeugträger ins Mittelmeer
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, dass sein Land in den letzten Stunden Kampfjets, Anti-Luft-Systeme und Luftradare zum Abfangen von Raketen und Drohnen eingesetzt habe. Er bestätigte, dass Paris seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle – das Flaggschiff der französischen Marine – ins Mittelmeer schickt.
Macron fügte an, dass Frankreich ein Verteidigungsabkommen mit Katar, Kuwait, den VAE, Jordanien und dem Irak habe und sich solidarisch verhalten werde. Frankreich hat drei Militärstützpunkte im Nahen Osten.
Israel öffnet teilweise den internationalen Flughafen Tel Aviv
Es wurden heute auch Standorte im Zentraliran angegriffen, die für die Waffenproduktion genutzt worden seien. Der Schwerpunkt lag nach Aussagen eines IDF-Sprechers auf Produktionsstandorten für ballistische Raketen. In Isfahan seien Trägerraketen und Raketenlagerstätten angegriffen worden.
Israels Verkehrsminister sagte, dass der Flughafen Ben-Gurion teilweise wieder für den Flugverkehr geöffnet werde, um Abflüge für gestrandete Personen zu ermöglichen. Auch Jordanien will seinen Luftraum öffnen. Ben Gurion, rund 20 Kilometer südöstlich von Tel Aviv, ist Israels wichtigster internationaler Flughafen.
Die Emirate haben angekündigt, dass bis zum 6. März weiterhin in den öffentlichen Schulen und Universitäten landesweit kein Präsenzunterricht stattfindet. Das gilt auch für private Bildungseinrichtungen.
Video-Treffen von EU und Golfstaaten
Die Außenminister der Europäischen Union und der Golfstaaten wollen am 5. März per Video über den Iran-Krieg beraten. Einberufen wurde das virtuelle Treffen von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe greift der Iran nun Israel, Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.
Bei den Angriffen wurde Öl- und Gasinfrastruktur getroffen, auch US-Einrichtungen waren betroffen. Die strategisch wichtige Straße von Hormus wurde faktisch geschlossen. Bislang geht es für die europäischen Staaten vor allem darum, ihre in der Region festsitzenden Staatsbürger zu evakuieren.
Mit Material der Nachrichtenagenturen