Von Kai Rebmann

Ein neuer unglaublicher Fall von politisch-korrekter Haltung gegen Andersdenkende erschüttert die Bundesliga. Trotz frühzeitiger Buchung und anfänglicher Bestätigung müssen Tino Chrupalla und eine mehrköpfige Delegation von sächsischen Unternehmern beim Bundesliga-Topspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München draußenbleiben.

Bereits im Dezember seien insgesamt 12 VIP-Tickets für den AfD-Chef geordert worden, so die Darstellung Chrupallas. Die Karten habe er dabei nicht selbst bestellt, sondern diese über einen befreundeten Spielerberater erhalten. Es habe sich demnach um ein Weihnachtsgeschenk gehandelt. Am vergangenen Wochenende habe er die Tickets dann, wie in Leipzig üblich, über die RB-App auf sein Handy geladen und dafür auch eine Bestätigung erhalten.

Vor wenigen Tagen dann die Kehrtwende! Nachdem sich das Bundeskriminalamt, das bei öffentlichen Auftritten für die persönliche Sicherheit des AfD-Chefs verantwortlich ist, bei RB nach den örtlichen Gegebenheiten im Stadion und dem VIP-Bereich erkundigt hatte, erfuhr man dort wohl von dem ganz offensichtlich unerwünschten Gast und dessen Delegation. „Dann kam sofort die Stornierung“, beklagt der Oppositionspolitiker.

Sowohl der Verein als auch die Deutsche Presseagentur bestätigten den Vorgang in den wesentlichen Punkten. Der dpa liegen die Rechnung sowie diesbezügliche Handy-Screenshots eigenen Angaben zufolge vor. RB Leipzig spricht von einer „ärgerlichen Doppelbuchung“, zu der es aufgrund der starken Nachfrage im Zusammenhang mit dem Topspiel gegen die Bayern gekommen sei. „Fehler im Ticketingsystem“ ließen sich eben leider „nicht gänzlich vermeiden“, warb der Dosenklub um Verständnis. Zudem würde in solchen Fällen „selbstverständlich“ ein entsprechendes Kompensationsangebot unterbreitet. Ob das auch im Fall Chrupalla geschehen ist und wie dieses gegebenenfalls aussehen soll, blieb in dem Statement allerdings unklar.