Sachsens Unternehmer des Jahres: Das Leipziger Energieunternehmen SMP liefert Solarlösungen für Wohnen und Wirtschaft – und setzt zunehmend auf Mieterstrom.

Leipzig.

Mieterstromprojekte gelten als eierlegende Wollmilchsau der Solartechnik: Hauseigentümer verkaufen damit Solarstrom vom eigenen Dach direkt an die Mieter. Der Nutzen: Stromkosten sinken, Einnahmen steigen und der Immobilienwert wächst. Die Leipziger SMP Solar Energy GmbH hat das Konzept verinnerlicht und dieses Jahr die ersten Projekte verwirklicht. Das Unternehmen bietet dabei den kompletten Service an – von der Erstberatung über Planung, Bau und Installation bis zur Abrechnung. „Die Rechtslage war kompliziert. Ende 2024 habe ich nicht gedacht, dass wir so weit kommen“, erzählt Geschäftsführer Christian Meißner, 36, der den Betrieb seit 2017 leitet. Doch heute sind Mieterstrom- und Energy-Sharing-Projekte auch für das Unternehmen ein Gewinn – während andere Firmen in der Solarkrise schrumpfen oder schließen.

Kein Neuling am Solarstrom-Himmel

SMP dagegen hat sogar einen neuen Servicekoordinator eingestellt, der innovative Projekte betreut – und sich um Anlagen insolventer Betriebe oder von Großunternehmen kümmert, die Kunden vor Ort nicht mehr versorgen können. „Den Einbruch im Privatmarkt haben Gewerbekunden und Mehrfamilienhäuser mehr als ausgeglichen“, erzählt Meißner.

Der herstellerunabhängige Dienstleister aus Leipzig-Lindenau ist dabei kein hipper Neuling am Solarstrom-Himmel, sondern ein bodenständiges, familiengeführtes Traditionsunternehmen. Seit mehr als 20 Jahren bringt das SMP-Team Solarstrom vom Dachmodul bis zur Ladesäule in Wohnhäuser, Unternehmen und Genossenschaften. Letzter Jahresumsatz: rund drei Millionen Euro. „Unser Anspruch ist es, Solarenergie verständlich, zuverlässig und für alle zugänglich zu machen – und die Energiewende mitzugestalten“, sagt Christian Meißner.

Der ältere Bruder hat gegründet

Sein älterer Bruder Mathias hat das Unternehmen 2002 gegründet und hält große Anteile, vor acht Jahren übernahm Christian Meißner die Geschäftsführung. Seither hat sich das Solarunternehmen vom klassischen Installationsbetrieb für Photovoltaik zum Anbieter von Komplettlösungen entwickelt. Zugleich wuchs der Aktionsradius von Leipzig aus nach Mitteldeutschland, Berlin, Niedersachsen, Bayern und an den Rhein. Heute konzipiert und realisiert ein Netzwerk von rund 45 Experten Projekte bei Privatleuten, Wohngenossenschaften und Unternehmen. „Es kommen laufend neue Regionen hinzu“, sagt Wirtschaftsfachwirt Meißner. „Aber wenn sich eine Anlage nicht rechnet, sagen wir auch Nein.“

In der Zentrale hält ein Team von zehn Festangestellten die Fäden zusammen. Die flexible Struktur hilft in der Krise – wie auch die enge Partnerschaft mit externen Fachleuten und erfahrenen Handwerkern der Region: „Bei uns steht auf dem Dach wirklich ein Dachdecker und die Elektrik macht auch ein Elektriker“, betont Meißner. Dazu bestehen teils zwei Jahrzehnte alte Partnerschaften mit den Herstellern IBC Solar und Wagner Solar. Beide Pioniere sind schon Jahrzehnte auf dem Solarmarkt. „Wir haben Erfahrung und genießen Vertrauen“, sagt Meißner. „Und wir investieren auch in schwächeren Marktphasen ins Team.“ Nebenbei engagiert sich SMP für Sportvereine wie die Neuseenland Volleys und die Leipziger Wasserballer. (lvz)

Der Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“ ist eine Initiative von Sächsischer Zeitung, Freier Presse, Leipziger Volkszeitung und MDR sowie von Volkswagen Sachsen, LBBW, der Schneider+Partner Beratergruppe, der Gesundheitskasse AOK Plus und „So geht sächsisch“.

Bewerbung und weitere Informationen: www.freiepresse.de/unternehmerpreis



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