Maike Gosch thematisiert in diesem Artikel das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung vor dem Hintergrund der neuen deutschen „Kriegstüchtigkeit”. Es sei sicher kein Zufall, dass dieses Grundrecht in der gegenwärtigen Debatte so selten erwähnt werde. Wer über Verweigerung spreche und gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriere, werde als „Drückeberger“ dargestellt. Die Diffamierung derjenigen, die ihr Grundrecht wahrnehmen werden, werde damit schon vorbereitet. Vorgestellt wird eine nicht abschließende Auflistung von Angeboten für die Unterstützung bei der Kriegsdienstverweigerung. Wir danken für die interessanten Zuschriften hierzu.

Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten.

Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl. Christian Reimann hat sie für Sie zusammengestellt.

1. Leserbrief

Hallo,

ein weiteres Angebot zur KDV gibt es hier:

freiheitskanzlei.de > kriegsdienstblocker.de

Hier gibt es auch vorgefertigte und angeblich juristisch abgesicherte Schreibvorlagen. Allerdings wird die “Spannungsfall-Falle” ignoriert.

Frdl. Gruß
Heinz Kreuzhuber

2. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,

der einfachste Weg (und gesetzlich garantiert ohne Gewissensprüfung) scheint mir zu sein, einfach den Geschlechtseintrag beim Standesamt auf “Divers” oder “Ohne” zu ändern. Aber auch hier sind Fristen zu beachten, da Änderungen im (schon geplanten?) Spannungsfall nicht mehr wirken.

Mit freundlichem Gruß
Thomas Paulsen

3. Leserbrief

Liebe Maike Gosch,

besten Dank für Ihren wichtigen Artikel.

Ich habe vor 40 Jahren verweigert und war auf einer Inneren Station (Isolier- und Geriatrie) in einem Krankenhaus als Zivildienstleistender tätig. 20 Monate Blut, Leichen, Exkremente. Ich würde es wieder machen.

Für den Wehrdienst bis 70 wäre ich, wenn alle Politiker und deren Angehörige davon nicht ausgenommen werden. Solange das nicht der Fall ist, gilt für mich: Ihr macht Krieg, ich mach Musik.

hearthis.at/franz-woyzeck/ich-nicht-18-indie-rock/

Völlig weggetreten,
Stephan Storp

4. Leserbrief

Liebe Frau Gosch,

früher, als wir noch jung waren, war das mit der Kriegsdienstverweigerung wesentlich unbürokratischer (wenigstens im Westen).  Bernhard Brendel ging damals mutig und beispielgebend voran. Die Älteren werden sich noch erinnern

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Zunächst könnte man ja erst einmal versuchen, Herrn Brendels Idee aufzugreifen.

Falls das nicht reicht, kann man die nächste Stufe zünden

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Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich

Anmerkung der Redaktion: Das im Leserbrief verlinkte zweite Video zeigt eine Protestaktion von Schülern, in der ein politischer Slogan verwendet wird, der als persönlich herabsetzend verstanden werden kann. Wir dokumentieren den Verweis im Rahmen der Leserbriefsammlung, machen uns die darin geäußerten Inhalte jedoch nicht zu eigen.

Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

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