Im heißen Südosten Spaniens bekämpft der Biologe Paco Valera Solar-Großprojekte, die Länder wie Deutschland mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgen sollen – Menschen in Andalusien und dem Naturschutz aber schaden würden. Ein Interview
Bedrohte Mandelkrähe, Biologe Paco Valera: „Als ich die Ankündigung des ersten Solarfeldes gesehen habe, war ich nicht überrascht. Sonne gibt es hier ja viel. Als ich dann aber die Details wahrgenommen habe, war ich schockiert. Artenschutz und Biodiversität spielten kaum eine Rolle“
Fotos: Oscar Dominguez/Imago, Nik Afanasjew (rechts)
Es ist eine Sisyphusarbeit, der Paco Valera in Andalusien nachgeht: Mit einem alten Transporter fährt er durch die Region Comarca Filabres-Alhamilla in der Provinz Almería und verteilt Brutkästen. Der Biologe hat sich dem Schutz bedrohter Tierarten hier in der Wüste von Tabernas verschrieben, er will etwa das Sandflughuhn vor dem Aussterben bewahren.
Als Bedrohung auch für andere Arten wie die Mandelkrähe sieht Valera die „Macrorenovables“, riesige Solarfelder oder Windparks. Sie entstehen hier in großer Zahl und sollen nicht zuletzt Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie Deutschland mit sauberem Strom versorgen – doch der Green Deal der EU-Kommission geht oft nicht auf, sagt Paco Valera. Immer wieder legt er gegen Baupläne Einspruch ein, um Projekte zu stoppen oder zu verzögern.
der Freitag: Herr Valera, Sie kämpfen seit Jahren gegen Solarenergie-Großprojekte rund um Almería im Südosten Spaniens. Braucht es nicht genau solche Projekte für die Transformation Europas zu einem klimaneutralen Kontinent?
Paco Valera: Ich bin als Wissenschaftler in die Region rund um die Wüste von Tabernas gekommen, habe mich mit Parasiten und Vögeln beschäftigt. Als ich die Ankündigung des ersten Solarfeldes gesehen habe, war ich nicht überrascht. Sonne gibt es hier ja viel. Als ich dann aber die Details wahrgenommen habe, war ich schockiert. Artenschutz und Biodiversität spielten kaum eine Rolle. Ja, wir brauchen die klimagerechte Transformation. Aber wir müssen sie auch richtig machen!
So opfern wir die Biodiversität und damit die Natur vor unserer Haustür
Spanische Politiker überbieten sich seit Jahren mit Zielvorgaben für Öko-Strom. Bis 2030 sollen 82 Prozent der Stromgewinnung in Andalusien aus erneuerbaren Quellen erfolgen, sagt der Energieminister. Klingt nach Erfolg.
Es passiert alles zu schnell, auch wegen der Vorgaben aus Brüssel. So will die EU-Kommission noch in diesem Jahr sogenannte Go-To-Areas ausgewiesen sehen, in denen Erneuerbare noch schneller ausgebaut werden. Dafür bräuchte es aber etwa Karten, in denen die Vorkommen bedrohter Arten verzeichnet sind. Sonst opfern wir die Biodiversität und damit die Natur vor unserer Haustür. Solche Karten lassen sich nicht in wenigen Monaten erstellen. Das ist symptomatisch für das Problem, das wir hier in Andalusien haben.
Sie setzen sich etwa für die Mandelkrähe und das Sandflughuhn ein, zwei von Solarfeldern und Stromleitungen bedrohte Arten.
Ich erstelle Gutachten, wenn etwa ein Solarfeld in einem Brutgebiet liegt. Es gelingt mir manchmal auch, neue Projekte zu verkleinern oder die Bauarbeiten erst nach der Brunftzeit starten zu lassen. Gleichzeitig beauftragen die Firmen aber eigene Gutachter, die natürlich oft feststellen, dass es kaum negative Auswirkungen gibt. Oder sie schlagen den lokalen Behörden sogenannte „Ausgleichende Maßnahmen“ vor. Solche Maßnahmen werden mittlerweile bisweilen routiniert aus der Tasche gezogen. Aber so funktioniert effektiver Artenschutz nicht.
Die ‚Ausgleichenden Maßnahmen‘ zum Umweltschutz dienen international agierenden Firmen, denen oft die lokale Expertise fehlt
Warum nicht?
Es gibt Prinzipien, die sich über die Jahre herausgeschält haben. Ganz oben steht die Idee, negative Auswirkungen durch neue Entwicklungsprojekte zu vermeiden – „avoid“. Erst ganz am Ende, wenn es quasi nicht mehr anders geht, stehen ausgleichende Maßnahmen – „compensate“. Wenn Firmen von Anfang an mit diesen Maßnahmen ankommen, zum Beispiel Setzlinge ausbringen, weil sie woanders Erde abgetragen und Pflanzen gerodet haben, wird meistens trotzdem viel Schaden angerichtet. Zudem werden die Maßnahmen oft kaum überwacht.
Dann stehen tote Setzlinge am Straßenrand, wie das hier im Tal von Tabernas zu sehen ist. Und hinter der Straße beginnt das neue Solarfeld.
Zum Beispiel, ja. Leider sind diese ausgleichenden Maßnahmen bisweilen völlig ungenügend. Sie dienen international agierenden Firmen, denen oft die lokale Expertise fehlt, nur dazu, neue Projekte durchzudrücken.
Oliven müssen gegossen, Solarpaneele gewaschen werden, das ist die Realität. Wir müssen der Natur wieder erlauben, sich zu regenerieren
Sie fahren selbst Brutkästen aus, um die Flughuhn-Population zu retten. Nur noch etwa 60 Paare leben in der Region. Ließe sich so etwas nicht auch an die Firmen delegieren, damit sie effektiv zum Naturschutz beitragen?
Wenn das funktionieren würde, hätte ich nichts dagegen. Ich habe einmal vorgeschlagen, dass die Firmen zumindest die Kosten für die Brutkästen übernehmen, das wollten die aber nicht machen, es sei zu teuer. Die verdienen Millionen und haben keine 500 Euro für Brutkästen? Komm schon!
Neben toten Setzlingen und riesigen Solarfeldern sind hier im Tal auch viele Olivenbäume zu sehen. Sie werden mittlerweile oft im sogenannten Intensivanbau angepflanzt, was zu hohem Wasserverbrauch führt, obwohl das Wasser knapp ist. Nicht nur Solarfelder bedrohen ihre Region, oder?
Tatsächlich ist eine der Maßnahmen, die ich vorschlage, neue Solarfelder, wenn sie denn kommen müssen, dort anzulegen, wo jetzt noch Intensivoliven stehen. Immerhin wird dann nicht bisher unberührte Natur zerstört. Nur dürfen wir uns nichts vormachen: Wenn das Wasser in einer Region ohnehin nicht mehr da ist, wie bei uns, dann nützt es wenig, ein wasserintensives Projekt durch ein anderes zu ersetzen, selbst wenn es weniger Wasser verbraucht. Oliven müssen gegossen, Solarpaneele gewaschen werden, das ist die Realität. Wir müssen der Natur wieder erlauben, sich zu regenerieren.
Grüner Wasserstoff in Andalusien? So, wie das alles bei uns bisher läuft, fällt es mir schwer, da optimistisch zu bleiben
Der Südosten Spaniens, rund um Almería, gehört zu den heißesten Gegenden Europas, gleichzeitig verfügt er über einige schwach bewohnte Landstriche. Viele würden sagen, dass die neuen Solarfelder irgendwo gebaut werden müssen – und Ihre Region sich nun einmal gut eignet.
Es ist ein Trugschluss, dass Solarpaneele besonders viel Hitze brauchen. Natürlich benötigen sie Sonne, die es hier zweifelsohne auch gibt. Gleichzeitig haben wir aber auch ein besonders fragiles Ökosystem, das nicht zuletzt von der EU in den vergangenen Jahrzehnten mit viel Geld geschützt wurde. So ist etwa der ökologisch nachhaltige Tourismus gefördert worden. All diese Investitionen werden nun durch die Großprojekte gefährdet. Und unser Ökosystem zerstört.
Zuletzt hat die EU verkündet, die gewaltige Summe von 440 Millionen Euro für die Förderung von Projekten rund um grünen Wasserstoff in Andalusien zu investieren. Eine gute Idee?
Das hängt davon ab, wo der Strom für diese Projekte herkommt. Wenn bestehende Kapazitäten genutzt werden, wäre es besser, als wenn diese Investition viele weitere Großprojekte nach sich zieht. So, wie das alles bei uns bisher läuft, fällt es mir schwer, da optimistisch zu bleiben.
Eine Million Euro für Forschung zu den Auswirkungen der energiepolitischen Transformation gegen die Solarfeld-Genehmigung? Auf solche Deals lasse ich mich nicht ein
In Spanien mehrt sich der Protest gegen die Energiewende von oben, auch viele politisch links stehende Aktivisten sind oft gegen Ökostrom-Großprojekte. Lösen sich da gerade politische Gewissheiten in Luft auf?
Die Leute sehen einfach, dass ihre lokale Natur mit ihrer Biodiversität und ihrer Einzigartigkeit geopfert werden soll. Gleichzeitig nehmen sie wahr, dass die Firmen, die hinter den Investitionen stehen, oft aus Ländern stammen, in denen der Naturschutz besser geregelt ist. Das führt bei manchen dazu, dass sie wütend werden auf Länder wie Deutschland oder auch auf die EU und ihren Green Deal.
Sie versuchen, ihre Heimat vor einer allzu wilden Transformation zu bewahren. Gleichzeitig profitieren manche Einheimische ja auch, indem sie Land verpachten oder Arbeiter verköstigen. Werden sie als Störenfried wahrgenommen?
Ich bin für manche natürlich schon so etwas wie eine lästige Fliege, vor allem für die Firmen, die neue Solarfelder planen. Einmal habe ich nachweisen können, dass das Feld zu stark in die lokale Fauna eingreift, weshalb die Behörden das Projekt gestoppt haben. Der Investor hat dann um ein Schlichtungsgespräch gebeten und dort in den Raum gestellt, eine Million Euro in die Erforschung der Auswirkungen der energiepolitischen Transformation zu stecken – wenn das Solarfeld doch noch genehmigt werden würde. Auf solche Deals lasse ich mich aber nicht ein.
Paco Varela ist 60 jahre alt, Biologe und unter Umweltschützern im Südosten Spaniens wohlbekannt. Er verteilt nicht nur Brutkästen in Andalusien, sondern studiert jede Woche die amtlichen Bekanntmachungen der Behörden, um Pläne für neue Solarfelder zu entdecken und gegebenenfalls Eispruch gegen diese einzulegen.
riesige Solarfelder oder Windparks. Sie entstehen hier in großer Zahl und sollen nicht zuletzt Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie Deutschland mit sauberem Strom versorgen – doch der Green Deal der EU-Kommission geht oft nicht auf, sagt Paco Valera. Immer wieder legt er gegen Baupläne Einspruch ein, um Projekte zu stoppen oder zu verzögern.der Freitag: Herr Valera, Sie kämpfen seit Jahren gegen Solarenergie-Großprojekte rund um Almería im Südosten Spaniens. Braucht es nicht genau solche Projekte für die Transformation Europas zu einem klimaneutralen Kontinent?Paco Valera: Ich bin als Wissenschaftler in die Region rund um die Wüste von Tabernas gekommen, habe mich mit Parasiten und Vögeln beschäftigt. Als ich die Ankündigung des ersten Solarfeldes gesehen habe, war ich nicht überrascht. Sonne gibt es hier ja viel. Als ich dann aber die Details wahrgenommen habe, war ich schockiert. Artenschutz und Biodiversität spielten kaum eine Rolle. Ja, wir brauchen die klimagerechte Transformation. Aber wir müssen sie auch richtig machen!So opfern wir die Biodiversität und damit die Natur vor unserer HaustürSpanische Politiker überbieten sich seit Jahren mit Zielvorgaben für Öko-Strom. Bis 2030 sollen 82 Prozent der Stromgewinnung in Andalusien aus erneuerbaren Quellen erfolgen, sagt der Energieminister. Klingt nach Erfolg.Es passiert alles zu schnell, auch wegen der Vorgaben aus Brüssel. So will die EU-Kommission noch in diesem Jahr sogenannte Go-To-Areas ausgewiesen sehen, in denen Erneuerbare noch schneller ausgebaut werden. Dafür bräuchte es aber etwa Karten, in denen die Vorkommen bedrohter Arten verzeichnet sind. Sonst opfern wir die Biodiversität und damit die Natur vor unserer Haustür. Solche Karten lassen sich nicht in wenigen Monaten erstellen. Das ist symptomatisch für das Problem, das wir hier in Andalusien haben.Sie setzen sich etwa für die Mandelkrähe und das Sandflughuhn ein, zwei von Solarfeldern und Stromleitungen bedrohte Arten.Ich erstelle Gutachten, wenn etwa ein Solarfeld in einem Brutgebiet liegt. Es gelingt mir manchmal auch, neue Projekte zu verkleinern oder die Bauarbeiten erst nach der Brunftzeit starten zu lassen. Gleichzeitig beauftragen die Firmen aber eigene Gutachter, die natürlich oft feststellen, dass es kaum negative Auswirkungen gibt. Oder sie schlagen den lokalen Behörden sogenannte „Ausgleichende Maßnahmen“ vor. Solche Maßnahmen werden mittlerweile bisweilen routiniert aus der Tasche gezogen. Aber so funktioniert effektiver Artenschutz nicht.Die ‚Ausgleichenden Maßnahmen‘ zum Umweltschutz dienen international agierenden Firmen, denen oft die lokale Expertise fehltWarum nicht?Es gibt Prinzipien, die sich über die Jahre herausgeschält haben. Ganz oben steht die Idee, negative Auswirkungen durch neue Entwicklungsprojekte zu vermeiden – „avoid“. Erst ganz am Ende, wenn es quasi nicht mehr anders geht, stehen ausgleichende Maßnahmen – „compensate“. Wenn Firmen von Anfang an mit diesen Maßnahmen ankommen, zum Beispiel Setzlinge ausbringen, weil sie woanders Erde abgetragen und Pflanzen gerodet haben, wird meistens trotzdem viel Schaden angerichtet. Zudem werden die Maßnahmen oft kaum überwacht.Dann stehen tote Setzlinge am Straßenrand, wie das hier im Tal von Tabernas zu sehen ist. Und hinter der Straße beginnt das neue Solarfeld.Zum Beispiel, ja. Leider sind diese ausgleichenden Maßnahmen bisweilen völlig ungenügend. Sie dienen international agierenden Firmen, denen oft die lokale Expertise fehlt, nur dazu, neue Projekte durchzudrücken.Oliven müssen gegossen, Solarpaneele gewaschen werden, das ist die Realität. Wir müssen der Natur wieder erlauben, sich zu regenerierenSie fahren selbst Brutkästen aus, um die Flughuhn-Population zu retten. Nur noch etwa 60 Paare leben in der Region. Ließe sich so etwas nicht auch an die Firmen delegieren, damit sie effektiv zum Naturschutz beitragen?Wenn das funktionieren würde, hätte ich nichts dagegen. Ich habe einmal vorgeschlagen, dass die Firmen zumindest die Kosten für die Brutkästen übernehmen, das wollten die aber nicht machen, es sei zu teuer. Die verdienen Millionen und haben keine 500 Euro für Brutkästen? Komm schon!Neben toten Setzlingen und riesigen Solarfeldern sind hier im Tal auch viele Olivenbäume zu sehen. Sie werden mittlerweile oft im sogenannten Intensivanbau angepflanzt, was zu hohem Wasserverbrauch führt, obwohl das Wasser knapp ist. Nicht nur Solarfelder bedrohen ihre Region, oder?Tatsächlich ist eine der Maßnahmen, die ich vorschlage, neue Solarfelder, wenn sie denn kommen müssen, dort anzulegen, wo jetzt noch Intensivoliven stehen. Immerhin wird dann nicht bisher unberührte Natur zerstört. Nur dürfen wir uns nichts vormachen: Wenn das Wasser in einer Region ohnehin nicht mehr da ist, wie bei uns, dann nützt es wenig, ein wasserintensives Projekt durch ein anderes zu ersetzen, selbst wenn es weniger Wasser verbraucht. Oliven müssen gegossen, Solarpaneele gewaschen werden, das ist die Realität. Wir müssen der Natur wieder erlauben, sich zu regenerieren.Grüner Wasserstoff in Andalusien? So, wie das alles bei uns bisher läuft, fällt es mir schwer, da optimistisch zu bleibenDer Südosten Spaniens, rund um Almería, gehört zu den heißesten Gegenden Europas, gleichzeitig verfügt er über einige schwach bewohnte Landstriche. Viele würden sagen, dass die neuen Solarfelder irgendwo gebaut werden müssen – und Ihre Region sich nun einmal gut eignet. Es ist ein Trugschluss, dass Solarpaneele besonders viel Hitze brauchen. Natürlich benötigen sie Sonne, die es hier zweifelsohne auch gibt. Gleichzeitig haben wir aber auch ein besonders fragiles Ökosystem, das nicht zuletzt von der EU in den vergangenen Jahrzehnten mit viel Geld geschützt wurde. So ist etwa der ökologisch nachhaltige Tourismus gefördert worden. All diese Investitionen werden nun durch die Großprojekte gefährdet. Und unser Ökosystem zerstört.Zuletzt hat die EU verkündet, die gewaltige Summe von 440 Millionen Euro für die Förderung von Projekten rund um grünen Wasserstoff in Andalusien zu investieren. Eine gute Idee?Das hängt davon ab, wo der Strom für diese Projekte herkommt. Wenn bestehende Kapazitäten genutzt werden, wäre es besser, als wenn diese Investition viele weitere Großprojekte nach sich zieht. So, wie das alles bei uns bisher läuft, fällt es mir schwer, da optimistisch zu bleiben.Eine Million Euro für Forschung zu den Auswirkungen der energiepolitischen Transformation gegen die Solarfeld-Genehmigung? Auf solche Deals lasse ich mich nicht einIn Spanien mehrt sich der Protest gegen die Energiewende von oben, auch viele politisch links stehende Aktivisten sind oft gegen Ökostrom-Großprojekte. Lösen sich da gerade politische Gewissheiten in Luft auf?Die Leute sehen einfach, dass ihre lokale Natur mit ihrer Biodiversität und ihrer Einzigartigkeit geopfert werden soll. Gleichzeitig nehmen sie wahr, dass die Firmen, die hinter den Investitionen stehen, oft aus Ländern stammen, in denen der Naturschutz besser geregelt ist. Das führt bei manchen dazu, dass sie wütend werden auf Länder wie Deutschland oder auch auf die EU und ihren Green Deal.Sie versuchen, ihre Heimat vor einer allzu wilden Transformation zu bewahren. Gleichzeitig profitieren manche Einheimische ja auch, indem sie Land verpachten oder Arbeiter verköstigen. Werden sie als Störenfried wahrgenommen?Ich bin für manche natürlich schon so etwas wie eine lästige Fliege, vor allem für die Firmen, die neue Solarfelder planen. Einmal habe ich nachweisen können, dass das Feld zu stark in die lokale Fauna eingreift, weshalb die Behörden das Projekt gestoppt haben. Der Investor hat dann um ein Schlichtungsgespräch gebeten und dort in den Raum gestellt, eine Million Euro in die Erforschung der Auswirkungen der energiepolitischen Transformation zu stecken – wenn das Solarfeld doch noch genehmigt werden würde. Auf solche Deals lasse ich mich aber nicht ein.