„Der größte Schwätzer ist derjenige, der sich davon überzeugen kann, dass etwas, wenn er es anders bezeichnet, zu etwas anderem wird.“
stammt von mir.
Antisemitismus ist gerade von der LINKE zu Anti-Zionismus umdeklariert worden, damit, so glauben die dort versammelten intellektuellen Größe, die 104 (66%) der Delegierten des Niedersächsischen Landesparteitags, die zugestimmt haben, sei man aus dem Schneider, wenn man Juden nicht im Rahmen von Antisemitismus, sondern im Rahmen von Antizionismus hasse, dann sei das etwas anderes, kein Antisemitismus und kein Judenhass.
Beginnen wir mit Zionismus:
Im Alltag ist Zionismus mittlerweile zu einem emotional geladenen Begriff geworden, vor allem unter Linken ist Zionismus ein Kurzbegriff für die Unterstützung Israels, für eine „pro-Israelische Haltung“. Der Begriff ist Unterbegriff zu „Kolonialismus“ (für Linke auch ganz furchtbar), zu „Expansionismus“, zu „Unterdrückung der Palästinenser“ zu allem, was verwerflich ist. Vor allem wird Zionismus als Strohmann gebraucht, hinter dem der eigene Antisemitismus versteckt werden kann. Ich bin kein Antisemit, sondern Anti-Zionist, ich bin gegen den Staat „Israel“, nicht gegen Juden als solche….
Historisch betrachtet ist Zionismus ein Begriff, den Nathan Birnbaum zum Ende des 19. Jahrhunderts geprägt hat. Verbreitet hat ihn dann wohl im Wesentlichen Theodor Herzl, der mit seiner Schrift „Der Judenstaat“ , die nationalistische Grundlage geschaffen hat, die Zionismus, als Bezeichnung für eine Nationalbewegung damals noch auf der Suche nach einem Staatsgebiet begründet hat. Die damals gesuchte „gesicherte Heimstätte“ für Juden ist heute ein souveräner Nationalstaat, Zionismus als Begriff ist mit der Gründung von Israel im Jahre 1948 eigentlich hinfällig, denn die Zielvorgabe, der der Zionismus seine Existenzberechtigung verdankt, sie ist erreicht. Der Zionismus hat ausgedient, hätte ausgedient, wenn denn die Existenzberechtigung von Israel nicht stetig in Zweifel gezogen würde, was letztlich der Grund dafür ist, dass Zionismus zum Begriff wurde, unter dessen Dach sich all diejenigen versammeln, die DIE EXISTENZ VON ISRAEL sichern und das Land und seine Bürger unterstützen wollen.
Ein Streben, dem die LINKEN diametral entgegentreten, wie ein Antrag vom Landesparteitag der LINKE in Niedersachsen, von diesem Wochende zeigt [Meine Kommentare in Klammer]:
Ablehnung des Zionismus Gemeinsame Fassung A01 & ÄA03
Antragsteller:innen Erik Uden (LaVo), Linksjugend [’solid] Niedersachsen, Geschäftsführender Landesvorstand von Die Linke Niedersachsen
Antragstext
Die Linke Niedersachsen lehnt den heute real existierenden Zionismus ab [Anklänge an DDR-Sprech sind zufällig – oder?]. Historisch ist der Zionismus keine einheitliche Ideologie gewesen. Neben rechten nationalistischen Strömungen [= böse] gab es auch emanzipatorische [= gut] Ansätze. Gleichzeitig [mit Historisch?] sehen wir heute einen politischen Zionismus, der sich durch Rassismus [= böse], Besatzungspolitik [= böse] und militärische Gewalt [= böse] auszeichnet.
Unsere Solidarität gilt den Menschen, die unter dem Genozid in Palästina [es gibt und gab keinen Genozid in Palästina – ein Blick in die Wortbedeutung zeigt das dem Schriftkundigen] leiden. Unsere Unterstützung gilt Initiativen, die sich für eine Aussöhnung und eine gemeinsame Zukunft in Frieden für alle Menschen in der Region einsetzen. Unser Maßstab ist dabei: Gleiche Rechte für alle – überall! [Linker Dünnschiss: Gleiche Rechte für Verbrecher! Gleiche Rechte für Massenmörder! Gleiche Rechte für Rechte und Linke… Wie sich diese Leute ernst nehmen können .. mir ein Rätsel]
Die Linke Niedersachsen tritt ein für das Recht eines jeden Menschen für ein selbstbestimmtes Leben in Frieden, Freiheit, Sicherheit und Würde. [Noch mehr linker Dünnschiss: Ein selbstbestimmtes Leben würde z.B. das Recht auf Mord umfassen.]
Sowohl die israelische Regierung, als auch die Hamas hegen offen Vernichtungsfantasien gegen die jeweils vom anderen vertretenen Volksgruppen. Klar ist, Besatzung, Entrechtung und Perspektivlosigkeit führen zu Terror.
[Der Versuch, „ausgewogen“ zu erscheinen, scheitert schon daran, dass alles, was nun kommt, gegen die israelische Regierung gerichtet ist, Hamas kommt nicht mehr vor. Selbst wenn sie zu betrügen versuchen, stellen sich Linke unglaublich dilettantisch an.]
Der Gaza-Streifen liegt nach über zwei Jahren Genozid [Es gab keinen Genozid und es gibt schon gar keine Genozid gegen einen Gaza Streifen und Gebäude:] in Trümmern, die Humanitäre Lage ist aufgrund israelischer Blockadepolitik katastrophal, Krankenhäuser wurden zerstört, die Versorgungslage nach wie vor unzureichend. Hunger wird als Kriegswaffe durch die israelische Regierung eingesetzt. Die aus dem sogenannten „Friedensrat“ vorgelegten Pläne für den Wiederaufbau von Gaza stellen die imperialistischen Interessen der USA in den Mittelpunkt, statt gute Lebensbedingungen für Palästinenser*innen
[„Imperialistische Interessen“, das sind Interessen, die Linken [Menschen ?] nicht passen, denn was „Interessen“ als „imperialistisch“ auszeichnet, das können diese „Linken“ nie benennen und was die Bezeichnung „imperialistisch“ von „böse“ unterscheidet, auch nicht. Diese Leute sind kognitive Nullen, die ihre fehlenden Argumenten durch ganz viel Gutsprech ausgleichen wollen.]
[…]
Wir:
verurteilen die Expansion der israelischen Siedlungspolitik sowie die Gewalt durch Siedler*innen im Westjordanland;
[…]
Fordern, dass die internationalen Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und Joaw Galant wegen Kriegsverbrechen in Gaza und Völkermord vollstreckt werden;
Verurteilen die Sanktionen der US-Regierung gegen den Internationalen Strafgerichtshof und dessen Richter, die die Prozesse gegen Netanjahu und Galant behindern sollen;
Erkennen Ethnonationalismus und den politischen Zionismus als einen wesentlichen Hinderungsgrund für eine friedliche Zukunft für alle Menschen in der Region an
[Da rund 21% der Isrealis Araber sind, kann sich Ethnonationalismus in diesem Kontext und in Verbindung mit Zionismus nur gegen Juden, nicht aber gegen Israel richten, trotz des schönen Scheins, der in diesem „Antrag“ erweckt werden soll, ist es reiner Antisemitismus];
Erklären uns solidarisch mit Zivilist*innen und Menschenrechtsaktivist*innen auf beiden Seiten, sowie Journalist*innen, die Aufgrund ihrer Berichterstattung Repressionen erfahren
[Hier wäre dann der Punkt, um auf die vielen Palästinenser hinzuweisen, z.B. die Mitglieder von Al Fatah, die durch Hamas und seit 2007 in den Tausenden umgebracht wurden, falls es tatsächlich um „alle Menschen“ geht und nicht um Judenhass.;
Gehen sensibel mit dem Antisemitismusbegriff um. Wir kritisieren, wo der Antisemitismusvorwurf instrumentalisiert wird um Kritik am real existierenden politischen Zionismus zu deligitimieren. Gleichzeitig stellen wir klar, Antisemitismus hat keinen Platz in der Linken, maßgeblich ist dabei für uns die Definition des Begriffs nach der Jerusalemer Erklärung. [Wie man sieht, instrumentalisieren die LINKEn die Trennung zwischen Juden und „jüdischem Staat“, um den Begriff „Zionismus“, der sich auf JUDEN und sonst niemanden bezieht, an die Stelle von Antisemitismus zu setzen, um den beiden Begriffen zugrundeliegenden Judenhass zu kaschieren. Und weil linke Schwätzer sich gemeinhin und über kurz oder lang um den Verstand schwätzen, kann man an dieser Stelle kein abschließendes Urteil darüber fällen, ob diese Leute so dumm sind, dass sie denken, wenn man etwas anders bezeichnet, dann wird es zu etwas anderem oder so verschlagen, dass sie denken, wenn sie etwas anders bezeichnen, dann glauben andere, dass es etwas anderes sei. In jedem Fall ist es unteririsch…]
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