Spanien erlebt binnen weniger Tage zwei schwere Zugunglücke. Bei Adamuz starben über 40 Menschen, in Katalonien kam der Lokführer eines Pendlerzugs ums Leben, als eine Mauer während des Sturms „Harry“ auf die Gleise stürzte. Untersuchungen zur Unfallursache laufen.
Knapp drei Tage nach der schweren Zugkatastrophe in Südspanien ist es erneut zu einem tödlichen Unfall im Bahnverkehr gekommen.
In Katalonien, etwa 40 Kilometer westlich von Barcelona, prallte am Dienstag ein Nahverkehrszug auf die Trümmer einer Stützmauer, die während eines heftigen Sturms auf die Gleise gestürzt war. Dabei kam der Lokführer ums Leben, mindestens 37 weitere Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer.

Nach Angaben des regionalen Zivilschutzes waren rund 20 Krankenwagen sowie Dutzende Sanitäter im Einsatz. Die Verletzten wurden in drei nahegelegene Krankenhäuser gebracht.
Die Regionalfeuerwehr berichtete, dass sich die meisten Opfer im ersten Wagen des Zuges befunden hätten. Der Pendlerverkehr auf der betroffenen Strecke der Linie R4 im Rodalies-Netz wurde vorübergehend eingestellt.
Der Unfall ereignete sich während des Sturms „Harry“, der in Teilen Kataloniens mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h und starken Regenfällen für Alarmstufe Rot sorgte.
Bereits kurz zuvor war ein anderer Nahverkehrszug der Linie R2 nahe Blanes nach einem Erdrutsch entgleist.
Dreitägige Staatstrauer nach Adamuz-Katastrophe
Das Unglück bei Barcelona folgt nur zwei Tage auf die Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Adamuz in der südlichen Provinz Córdoba.
Bei diesem Zusammenstoß am Sonntagabend kamen mindestens 42 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt, weitere 43 Personen gelten als vermisst. Rettungskräfte suchten noch am Dienstag in den Trümmern nach Überlebenden.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez ordnete eine dreitägige Staatstrauer an und bekundete seine Solidarität mit den Opfern und ihren Familien. König Felipe VI. und Königin Letizia werden ihre Reise nach Athen zur Beerdigung von Felipes Tante Irene unterbrechen, um nach Spanien zurückzukehren. Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnete das Unglück in Adamuz als „völlig rätselhaft“.
Muy atento a las informaciones sobre el accidente de un tren de Rodalies en Gelida. Pendiente de la evolución de la situación y el trabajo de los servicios de emergencia.Todo mi cariño y solidaridad con las víctimas y sus familias. https://t.co/mpZ5jUiNLm
— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) January 20, 2026
Bisher ist die Unfallursache in beiden Fällen ungeklärt. Bei Adamuz wurde eine gebrochene Schiene entdeckt, deren Rolle als Ursache oder Folge der Kollision noch geprüft wird.
Die betroffene Strecke war erst im Mai 2025 für 700 Millionen Euro renoviert worden. Die Züge fuhren nach offiziellen Angaben auf geradem Streckenabschnitt mit reduzierter Geschwindigkeit, menschliches Versagen wird ausgeschlossen.

Auch der Pendlerzug bei Barcelona war gut gewartet. Der Betreiber ADIF teilte mit, dass die Stützmauer vermutlich durch die starken Regenfälle eingestürzt sei.
Analysen zeigen, dass die Überfüllung der Pendlerzüge am Abend sowie die vielen stehenden Passagiere zur Anzahl der Verletzten beigetragen haben.
Während das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz als zuverlässig gilt, steht der Nahverkehr immer wieder wegen Verspätungen und Zwischenfällen in der Kritik.
Spanien verfügt über das weltweit zweitgrößte Hochgeschwindigkeitszugnetz mit fast 3.800 Kilometern Streckenlänge und mehr als 40 Millionen Passagieren pro Jahr. Trotz hoher Sicherheitsstandards zeigt sich, dass extreme Wetterlagen und Infrastrukturprobleme weiterhin zu schweren Unfällen führen können.
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