Erst kürzlich hatte ein Ramadan-Kalender im Betriebskindergarten im Bundeskanzleramt, der von den SPÖ-nahen geführten Kinderfreunden geführt wird, für Wirbel gesorgt. Jetzt ein neuer Aufreger: Die SPÖ Wien druckt „Ramadan-Lesezeichen“.
Ludwig wünscht frohen Ramadan
Auf Facebook verkündete der SPÖ-Gemeinderatsabgeordnete und ehemalige Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Omar Al-Rawi sichtlich erfreut:
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Der Landeshauptmann und Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig druckt bereits zum zweiten Jahr in Folge ein Ramadan-Lesezeichen für den Monat Ramadan.
Dazu postete Al-Rawi auch noch ein Bild von sich mit dem besagten Lesezeichen. Darauf zu sehen ist auch SPÖ-Bürgermeister Ludwig. „Allen Musliminnen und Muslimen“ wünscht dieser dort einen „friedlichen Fastenmonat“, eine „Zeit des Zusammenhalts und der Solidarität“. Abschließend grüßt Ludwig die Moslems mit „Ramadan Mubarak“, was auf Deutsch etwa „gesegneten Ramadan“ bedeutet.
Auch Van der Bellen gratulierte Moslems
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte erst am vergangenen Aschermittwoch mit einer ähnlichen Grußformel für Empörung gesorgt, als er – wie berichtet – auf der Plattform X den Moslems im Land einen „Ramadan Kareem“ (was in etwa die gleiche Bedeutung wie „Ramadan Mubarak“ hat) gewünscht hatte, auf die Grußworte zu Beginn der christlichen Fastenzeit aber vergaß.
„Geste des Respekts“
Al-Rawi ist jedenfalls sichtlich erfreut über das neueste Islam-Projekt des roten Bürgermeisters: Er sei froh, dass Ludwig das tue – und sieht darin eine „Geste des Respekts“ und der „Anerkennung“ für die Moslems in Wien.
Al-Rawi postet auf Arabisch
Offensichtlich scheint Al-Rawi zudem seiner migrantischen Zielgruppe kaum Deutschkenntnisse zuzumuten – seinen Beitrag hatte er, wie bei ihm üblich, auf Arabisch verfasst. Neben seinem deutschsprachigen Profil betreibt er auch auch eine arabischsprachige Seite in den sozialen Netzwerk.
Damit scheint er jedenfalls bei seinen Followern anzukommen, denn auch die Antworten wurden in arabischer Sprache verfasst – und die Anhänger des roten Politikers zeigten sich dankbar gegenüber Bürgermeister Ludwig und Al-Rawi selbst.