Unbekannte Täter sind in eine Steinmetzwerkstatt in Traiskirchen (Niederösterreich) eingebrochen und haben die Karl-Lueger-Statue beschädigt. Eine anonyme Gruppe hat sich auf der linksextremen Webseite indymedia zur Tat bekannt und feiert den Einbruch als „politische Aktion“. Die Stadt Wien bestätigt den Vorfall und ermittelt wegen schwerer Sachbeschädigung

Schadenshöhe bis jetzt unbekannt

Das Denkmal des ehemaligen Wiener Bürgermeisters Karl Lueger befand sich seit Anfang 2026 zur Reinigung und Vorbereitung der geplanten künstlerischen Kontextualisierung in der Werkstatt. Es soll bis zum Sommer um 3,5 Grad nach rechts gekippt am Dr.-Karl-Lueger-Platz im ersten Wiener Gemeindebezirk wieder aufgestellt werden. Der Anschlag ereignete sich vergangene Woche.

Die Gruppe, die sich „Kritik im öffentlichen Raum“ nennt, schrieb, sie habe die Statue „aufgespürt und angegriffen“. Sie stuft die Aktion als praktizierte Antisemitismuskritik ein. Die Stadt Wien hält trotz des Vorfalls am Zeitplan fest. Das Denkmal soll nach der notwendigen weiteren Restaurierung wie vorgesehen mit der leichten Neigung zurückkehren. Die genaue Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht öffentlich bekannt.

Die großen Leistungen Karl Luegers

Karl Lueger war von 1897 bis 1910 Bürgermeister von Wien und hat in dieser Zeit entscheidend zur Modernisierung der Stadt beigetragen. Unter seiner Führung wurde die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung gebaut, die bis heute hochwertiges Trinkwasser liefert. Er trieb die Kommunalisierung von Gas- und Elektrizitätswerken sowie der Straßenbahnen voran, baute zahlreiche Schulen, Krankenhäuser und Parks und schuf soziale Einrichtungen wie das Versorgungsheim in Lainz. Durch die Eingemeindung der Vororte wuchs Wien zur Großstadt heran. Viele der Infrastrukturen, die Wien heute lebenswert machen, gehen auf seine Amtszeit zurück.

Lueger als Feindbild der Linken

Luegers Haltung zum Antisemitismus, der zu seiner Zeit weit und in allen politischen Lagern verbreitet gewesen ist, bleibt bis heute hoch umstritten und liefert linken Kreisen seit Jahren Anlass zu Protesten und Forderungen nach vollständiger Entfernung des Denkmals. Die Stadt Wien hat sich für eine “künstlerische Kontextualisierung” entschieden. Während Kritiker der Stadt vorwerfen, die positiven Aspekte Luegeres Politik auszublenden, hohe Kosten für den Steuerzahler zu verursachen und nach heutigen moralischen Maßstäben über vergangene Zeiten zu urteilen, geht die sogenannte Kontextualisierung einigen Linken nicht weit genug.

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Von Veritatis