Eigentlich sollte das hier die Geschichte eines Happy Ends werden. Ich hatte fest damit gerechnet. Und auch schon einen Arbeitstitel parat: „Wie Paris Berlin rettet.“ Die Schlusspointe schrieb sich von selbst: Im Falle des wortgewaltigen Direktors des Berliner Pannen-Hotels „Das Stue“ mit viel Haltung, AfD-Allergie und Reparaturstaus hat Paris in Form des Accor-Konzerns (SO, Raffles Fairmont, MGallery, Mondrian, Sofitel, Pullman, Novotel, Ibis, Mercure, etc.) die Lage gerettet. Doch wer rettet uns im Falle unserer Regierung, unserer Medien? Kein Paris. Das können nur wir selbst.

Doch die Geschichte ist geplatzt wie eine Seifenblase.

Es hatte so vielversprechend begonnen.  Der Executive Vice President Operations Luxury Europe meldete sich persönlich. Der Artikel über die peinlichen Pannen in dem Luxushotel hatte sich, wie er mir selbst sagte, wie ein Lauffeuer verbreitet – und war bis in die Pariser Zentrale vorgedrungen. Die Geschichte hat offenbar nicht nur bei meinen Lesern einen Nerv getroffen. Das erklärt, warum sich die Konzernspitze persönlich meldete. Nicht jeder unzufriedene Gast bekommt einen Anruf von einem Top-Manager.