ÖVP, SPÖ und Neos hatten sich für jüngsten Rückgang der Inflation auf zwei Prozent im Jänner selbst abgefeiert, obwohl die Preise trotzdem weiter steigen. Jetzt hat die Teuerung wieder angezogen.
Dienstleistungen werden besonders teuer
Die Inflationsrate in Österreich ist im Februar auf 2,2 Prozent gestiegen – deutlich höher als die zwei Prozent im Januar, die vor allem durch den Basiseffekt zu erklären waren. Dienstleistungen treiben mit einem Plus von vier Prozent (Januar: 3,8 Prozent) die Teuerung am stärksten an.
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Kerninflation weiter hoch
Lebensmittel, Tabak und Alkohol verteuern sich um drei Prozent, vor allem durch höhere Zigarettenpreise aufgrund der neuen Tabaksteuer – betroffen sind Hersteller wie Japan Tobacco International (JTI) und Philip Morris. Energiepreise bremsen mit minus 4,1 Prozent noch, wirken aber schwächer dämpfend als im Januar (minus 4,9 Prozent), da Treibstoffe weniger entlasten. Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) bleibt bei 2,8 Prozent.
Neuer Krieg in Nahost birgt Risiken für Verbraucher
Monatlich stieg das Preisniveau um 0,8 Prozent gegenüber Jänner. Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher warnt vor geopolitischen Risiken: Öl- und Gaspreise sowie globale Lieferketten könnten Inflation, Investitionen und Wachstum belasten. Die Entwicklung bleibt unsicher.