Ein Tiefdruckgebiet vor der US-Ostküste soll sich nach Angaben des nationalen Wetterdienstes zu einem Bombenzyklon entwickeln – einem explosiv erstarkenden Wintersturm. Erwartet werden kräftige Schneefälle, orkanartige Böen und stellenweise stark eingeschränkte Sicht.

Am Samstagmorgen gab es in North Carolina und den angrenzenden Bundesstaaten starke Schneefälle. Die Behörden riefen die Menschen auf, die Straßen zu meiden und Gebäude an der Küste zu schützen.

Die Fähren der New York Waterway bewegen sich, während Eis auf dem Hudson River schwimmt.

Die Fähren der New York Waterway, während Eis auf dem Hudson River schwimmt.

Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa

Für ganz North und South Carolina sowie Teile von Georgia, Ost-Tennessee, Kentucky und Virginia wurde eine Wintersturmwarnung herausgegeben.

Minus 9 Grad statt plus 15

„Ein intensiver Kaltlufteinbruch aus der Arktis hinter dem Küstensturm wird bis Sonntagmorgen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Richtung Süd-Florida treiben“, sagte der Wetterdienst voraus.

In South Carolina bereitete das Straßenamt der Hauptstadt Columbia seine acht Schneepflüge für den ersten Einsatz seit fünf Jahren vor, wie der lokale Nachrichtensender „WIS10“ berichtete.

Am Wochenende sollten die Temperaturen auf bis zu minus 9 Grad Celsius sinken. Eigentlich liegen sie im Januar in der Region durchschnittlich bei bis zu 15 Grad.

Am Wochenende waren Tausende Flüge ausgefallen.

Wegen des Winterwetters fielen in den USA Tausende Flüge aus.

Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa

Gefährliche Windchill-Temperaturen

Behörden warnen vor lebensgefährlichen Windchill-Temperaturen, also gefühlten Temperaturen, die oft deutlich unter den gemessenen Werten liegen, weil starker Wind die Wärme von der Haut abführt.

Das Kälteempfinden sinkt dadurch, während gleichzeitig Unterkühlungen und Erfrierungen schneller auftreten.

Große Teile der USA kämpfen seit Tagen mit einer langsam über das Land ziehenden Kaltfront. Laut offiziellen Angaben und lokalen Medienberichten kamen mehr als hundert Menschen ums Leben. Heute Morgen waren weiterhin fast 200.000 Haushalte ohne Strom. (afp/dts/ks)



Source link