Der britische Politiker Andrew Bridgen hat den seit über zwei Jahren inhaftierten deutschen Anwalt Reiner Fuellmich besucht und anschließend schwere Vorwürfe gegen die Haftbedingungen erhoben. In einem Gespräch schilderte Bridgen, Fuellmich sei trotz der Belastungen „überraschend kämpferisch“, werde jedoch laut seiner Darstellung im Gefängnis schlecht behandelt. Für die von Bridgen behaupteten Übergriffe gibt es derzeit keine unabhängige Bestätigung.

Fuellmich formt neues Anwaltsteam – Berufung läuft

Laut Bridgen arbeitet Fuellmich aktuell daran, ein neues oder zumindest verbessertes Anwaltsteam zusammenzustellen. Er habe gegen seine Verurteilung wegen Betrugs und Veruntreuung Berufung eingelegt.

Zudem plane er, eine formelle Beschwerde über seine Behandlung in Haft einzureichen. Diese solle sich auf einen Zeitraum von 18 Monaten beziehen, in dem er zuvor im Gefängnis von Rostow untergebracht war.

Bridgen behauptet, dass Fuellmich dort absichtlich isoliert und gefoltert worden sei. Offizielle Stellen haben diese Vorwürfe nicht bestätigt.

Schwere Vorwürfe zu Haftbedingungen und Festnahme

Bridgen kritisiert die Art der Festnahme und Überstellung scharf. Fuellmich sei, so seine Darstellung, aus Mexiko nach Deutschland „entführt“ und von seiner Frau getrennt worden. Er wirft deutschen Behörden vor, darin ein politisches Motiv zu verfolgen.

Er bezeichnet die Anklagen gegen Fuellmich als „haltlos“ und sieht schwere Verstöße gegen dessen Menschenrechte.

„Bedrohung für die Bundesländer“ – Bridgens Einschätzung

Bridgen hält Fuellmich für einen „eloquenten und gebildeten“ Kritiker der staatlichen Corona-Politik sowie der Sicherheit und Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe. Er vermutet, Fuellmich werde deshalb zum Schweigen gebracht – eine Perspektive, die seine eigene Meinung darstellt.

Er äußert die Ansicht, Fuellmich habe versucht, Behörden daran zu hindern, Bankkonten einzufrieren und eine Kampagne gegen ihn fortzuführen. Dabei sei ein Kredit über 700.000 Euro im Raum gestanden, abgesichert durch sein Haus, das nach Bridgens Angaben später für deutlich mehr Geld verkauft worden sei. Den Großteil der Erlöse hätten laut seiner Darstellung jene Personen erhalten, die Vorwürfe gegen Fuellmich erhoben hatten.

Ungewisse Zukunft: „Ich glaube nicht, dass sie ihn bald freilassen“

Nach Bridgens Einschätzung ist nicht damit zu rechnen, dass Fuellmich in absehbarer Zeit freikommt. Sollte sich rechtlich nichts ändern, müsse er möglicherweise weitere zwei Jahre in Haft bleiben.

Bridgen warnt davor, Fälle wie diesen in Vergessenheit geraten zu lassen. Er zieht den Vergleich zur „Oubliette“, einem historischen Kerker, dessen Name vom französischen oublier – „vergessen“ – stammt.

Wachsende Unterstützung im Vereinigten Königreich

Laut Bridgen haben sich inzwischen über 11.000 Menschen im Vereinigten Königreich als Unterstützer Fuellmichs registriert. Er betont, dass größere öffentliche Aufmerksamkeit die Chancen erhöhe, dass Fuellmich „Gerechtigkeit“ widerfahre.





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