… aus der Reihe: Was sagt mir diese Forschung?

Welche?
Diese:

Beginnen wir am besten damit zu beschreiben, was die Autoren denken, dass ihre Forschung an den Tag befördert habe:

CC BY 3.0, Link

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Baba Fauja Singh running at 101 years of age.
By gtalewar, CC BY 3.0, Link

„Among community-dwelling adults in the FHS Offspring cohort, we found that higher physical activity levels in midlife and late life were associated with lower risk of both all-cause and AD dementia. Findings in midlife were associated with moderate or heavy physical activity intensities, whereas late-life findings did not differ across physical activity intensity groups. … Overall, these results support the importance of midlife and late-life physical activity for dementia risk reduction, highlighting key stages of the adult life course for intervention planning and public health promotion.“

FHS steht für Framingham Health Study (USA), eine longitudinale Studie, aus der die Daten stammen, die die Autoren verwenden. „Physical activity levels“ sind auf Grundlage der Einschätzung von Befragten erstellt worden, wie viele Stunden an einem typischen Tag sie schlafen, wie viele Stunden sie als Couch Potato verbringen, wie viele Stunden sie mit wenig, moderater und sehr anstrengender Aktivität anfüllen.

Mithin Einschätzungen, von denen man denken würde, sie verändern sich mit dem Alter, weil das, was man als junger Mann als wenig anstrengend erlebt hat als alter Mann in den Bereich mittlerer, vielleicht sogar großer Anstrengung fällt. Indes: Die Autoren scheinen von solchen Erwägungen bislang nicht gestreift worden zu sein und behandeln die entsprechenden Angaben als wären sie vergleichbar, für die drei Gruppen, die sie gebildet haben, vergleichbar, also für Befragte am Anfang ihres Lebens (26 bis 44jährige), Befragte in der Mitte ihres Lebens (45 bis 64jährige) und Befragte in fortgeschrittenem Alter (65 bis 88jährige). Sie alle wurden von den Autoren bis zum 31. Dezember 2023 verfolgt und per Konsens und auf Basis kognitiver Daten, die im Rahmen der Framingham Health Study erhoben wurden, als dement oder mit Alzheimer geschlagen eingestuft – sofern keine entsprechende Diagnose vorhanden war.

Was die Autoren interessiert, ist die Frage, wie das Aktivitätslevel mit Demenz zusammenhängt. Und das Ergebnis, das sie aus ihrer Studie entnommen haben wollen, besagt, dass diejenigen, die sich im mittleren oder fortgeschrittenen Alter bewegen, viel bewegen, ein geringeres Risiko haben, von den Autoren als Person mit Demenz oder Alzheimer eingestuft zu werden.

Die entsprechenden Ergebnisse stammen aus der folgenden Tabelle:

JAMA

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Quelle: JAMA

Man muss etwas suchen, weil von 60 Korrelationen lediglich 8 statistisch signifikant sind, jeweils die Koeffizienten der beiden höchsten Aktivitätslevel für mittel und ganz Alte. Junge können hampeln wie sie wollen, oder eben eine Couch bewohnen, ohne dass sich damit ein Demenz-Risiko beeinflussen ließe.

Ein komisches Ergebnis.

Eines, das auf ein statistisches Artefakt hinweist, was den Autoren vielleicht bewusst ist, denn sie interpretieren die Ergebnisse, die nicht statistisch signifikant sind, schlicht nicht… Indes, dass Aktivität bei manchen einen Effekt auf Demenz haben soll und bei anderen nicht, dass Aktivität, die sich aus altersabhängigen Einstufungen der Schwere physischer Tätigkeit berechnet, altersspezifisch auf Demenz wirken soll, ist schon erstaunlich. Man hätte erwartet, dass dann, wenn Aktivität Demenz reduziert, dieser Zusammenhang unabhängig vom Alter besteht, denn wenn er nicht unabhängig vom Alter besteht, dann liegt der Verdacht nahe, dass hier Rauschen gemessen wurde, schon weil Demente sich nachweislich weniger bewegen als nicht-Demente. Und da sich Demente häufiger unter mittelalten und alten Befragten finden 232 (33,1%) in der alten und 273 (14,1%) in der mittelalten Gruppe bei 62 Frühdementen (4,1%), ist es offenkundig, dass hier ein statistisches Artefakt als Ergebnis verkauft werden soll.

Scheint keinem der Peers, die diese Studie angeblich vor Veröffentlichung geprüft haben, aufgefallen zu sein …

Obschon es in der folgenden Abbildung schön zu sehen ist:

JAMA

“ data-medium-file=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?fit=300%2C106&ssl=1″ data-large-file=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?fit=640%2C226&ssl=1″ class=“size-large wp-image-280727″ src=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?resize=640%2C226&ssl=1″ alt=““ width=“640″ height=“226″ srcset=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?resize=1024%2C361&ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?resize=300%2C106&ssl=1 300w, https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?resize=768%2C271&ssl=1 768w, https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?resize=665%2C234&ssl=1 665w, https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2025/12/Physical-Activity-and-Demenz.und-alterpng.png?w=1067&ssl=1 1067w“ sizes=“(max-width: 640px) 100vw, 640px“/>

Quelle: JAMA

Wer sich in jungen Jahren nicht bewegt oder moderat in physischer Aktivität ergebt, der hat ein erhöhtes Demenzrisiko…. Gut, dass der Krempel nicht statistisch signifikant ist, sonst hätten auch die Autoren gemerkt, dass sie Unfug berechnen und interpretieren.

Was das alles für Sie bedeutet?
Wenn Sie alt, mittelalt oder jung und nicht dement sind, machen Sie alles, wie bisher.
Wenn Sie alt, mittelalt oder jung und dement sind, hat ihnen diese Forschung auch nichts gebracht …


 

 

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