Sie meinen es gut. Sie klingen menschlich. Sie wirken warm, verständnisvoll, dankbar. Und doch erzeugen sie eine der giftigsten Denkfallen unserer Zeit: Die Gleichsetzung von gelebter Mitmenschlichkeit mit politischer Ideologie.

Gerade gelesen: Eine bekannte Politikerin, früher für die Grünen an vorderster Front, heute eher bei „Menschenrechte weltweit“, steuerfinanziert, schreibt aus dem Krankenhaus. Eine Schwester, „mit großem Herzen und wunderbar warmen Händen“, pflegt sie. Die Schwester ist Migrantin. Und aus diesem persönlichen Moment folgt – schwupps – ein politisches Urteil:

„Das deutsche Gesundheitswesen würde implodieren ohne Einwanderer. Vielleicht denken die Remigrationshetzer darüber mal eine Minute nach…“

Kein Einzelfall. Sondern ein Muster.