Die Wahl in Gorton und Denton ist beendet. Wenn Sie unserem Telegram-Kanal folgen, dann wissen Sie seit heute Nacht, wie die Wahl ausgegangen ist und seit heute morgen im Groben, was wir davon halten. Wenn nicht, dann finden Sie in diesem Post die ausführliche Analyse der Wahlen in Gorton und Denton.
Um diese Wahlen zu analysieren, muss man wissen, dass Gorton und Denton die letzten 109 Jahre durch einen Abgeordneten von Labour vertreten wurde. Gorton und Denton, und seine Vorläufer Wahlkreise (Denton and Reddish) waren stramme Labour-Wahlkreise, ganz oben auf der Liste sicherer Sitze und unter den 10% der sichersten Sitze von Labour. Mit anderen Worten, bis vor kurzem konnte Labour einen Besen aufstellen ohne Gefahr zu laufen, den Sitz zu verlieren.
Das ist nun endgültig vorbei.
Labour, Keir Starmers Haufen, hat gestern eine deftige Klatsche ausgerechnet von den Wählern erhalten, die sie als ihren Stimmbesitz angesehen haben: Muslime. Seit Jahrzehnten gibt es zwischen Labour und Muslimen eine Art Absprache, ist Labour in Städten, in denen der Anteil muslimischer Einwohner stetig steigt, immer abhängiger von deren Stimmen geworden, denn die einstigen Stammwähler, die „working class Brits“ sind Labour weitgehend abhanden gekommen, entweder in die Nichtwahl gegangen oder bei anderen Parteien, zuletzt Reform UK gelandet.
Indes, die Besitzverhältnisse wurden gestern in Gorton und Denton radikal verändert. Muslime haben im Block und per Familienwahl, die nach britischem Wahlgesetz illegal ist, die Greens und ihre infantile Kandidatin „Hannah Spencer“ gewählt. Familienwahl ist ein Euphemismus, mit dem im Vereinigten Königreich Wahlfälschung beschrieben wird, eine Situation, in der Famlienangehörige gemeinsam in Wahlkabinen verschwinden, um sicherzustellen, dass auch von allen Familienmitgliedern „richtig gewählt“ wird.
John Ault, Director of Democracy Volunteers said;
‘Today we have seen concerningly high levels of family voting in Gorton and Denton. Based on our assessment of today’s observations, we have seen the highest levels of family voting at any election in our 10 year history of observing elections in the UK.’
‘We rarely issue a report on the night of an election, but the data we have collected today on family voting, when compared to other recent by-elections, is extremely high.’ ‘In the other recent Westminster parliamentary by-election in Runcorn and Helsby we saw family voting in 12% of polling stations, affecting 1% of voters. In Gorton and Denton, we observed family voting in 68% of polling stations, affecting 12% of those voters observed.’
John Ault, Direktor von Democracy Volunteers, sagte:
„Heute haben wir in Gorton und Denton einen besorgniserregend hohen Anteil an Familienwahlen beobachtet. Basierend auf unserer Auswertung der heutigen Beobachtungen haben wir den höchsten Anteil an Familienwahlen seit Beginn unserer Beobachtung von Wahlen im Vereinigten Königreich vor zehn Jahren festgestellt.“
„Wir veröffentlichen selten einen Bericht am Abend einer Wahl, aber die Daten, die wir heute zur Familienwahl gesammelt haben, sind im Vergleich zu anderen Nachwahlen in jüngster Zeit extrem hoch.“ „Bei den anderen kürzlich stattgefundenen Nachwahlen zum britischen Unterhaus in Runcorn und Helsby haben wir in 12 % der Wahllokale Familienwahlen beobachtet, von denen 1 % der Wähler betroffen waren. In Gorton und Denton haben wir in 68 % der Wahllokale Familienwahlen beobachtet, von denen 12 % der beobachteten Wähler betroffen waren.“
Personen, die mit Wahlrecht ausgestattet sind, aber offenkundig nicht willens oder fähig sind, das Wahlrecht in der gesetzlich vorgesehenen Weise auszuüben, zerstören Demokratien von innen heraus, denn obschon man davon ausgehen kann, dass die „geheime Wahl“ ein Idealtypus ist, gegen den vor allem bei Briefwahlen verstoßen wird, so ist „geheime Wahl“ doch eine Leitidee in Demokratien, ohne die eine Demokratie schlicht nicht vorstellbar ist, weil durch Öffentlichkeit und den damit verbundenen Druck bei Stimmabgabe, die Idee einer Wahl ad absurdum geführt wird.
Die Zahl derjenigen Abgeordneten, die von der Electoral Commission verlangen, die Vorgänge in Gorton and Denton zu untersuchen, steigt im Stundentakt. Zuletzt hat sich James Cleverly, ehemaliger Innenminister unter Rishi Sunak, mit einem Schreiben an die Electoral Commission gewendet, in dem er eine entsprechende Untersuchung fordert.
Bevor wir das eigentliche Ergebnis diskutieren, hier noch ein Einblick in den Wahlkampf der „Greens“ und einer der Gründe dafür, dass wir Hannah Spencer für infantil halten. Beginnen wir mit Letzterem:
Wahlkampf in „green“. Es geht um „Gaza“ nicht um Gorton and Denton.
Mittlerweile hat sich Herr Starmer zu Wort gemeldet und seine bisherige Meinung, dass Reform UK und „right wing Thugs“ die größte Gefahr für das Vereinigte Königreich darstellten, in seine neue Meinung, dass die „Greens“ und ihre „gefährlichen Ideen“ die größte Gefahr für das Vereinigte Königreich darstellen, verändert. Gleichzeitig hat er den Wählern, die ihn nicht mehr sehen wollen, verkündet, dass seine langfristigen Entscheidungen in diesem Jahr in Prosperität münden werden, was – wenn man den Niedergang des Königreichs täglich live erleben kann, wie ein schlechter Witz wirkt. Und davon abgesehen hat sich Herr Starmer an seine Abgeordneten im House of Commons gewendet, um Rebellion zu unterbinden, bevor sie ausbricht und unter anderem geschrieben zum Ergebnis geschrieben:
It hurts, but this is the kind of result that we have often seen parties of government face. In by-elections people can make their voice heard without risking a change of government. I get it: people are rightly impatient to see the change they voted for.
It’s my job to make sure that happens. And I’m working day in, day out to see it through.
Over the coming months, people will feel the benefit of the long-term decisions this government is taking.
Es schmerzt, aber das ist die Art von Ergebnis, mit der Regierungsparteien oft konfrontiert sind. Bei Nachwahlen können die Menschen ihre Meinung äußern, ohne eine Regierungsumbildung zu riskieren. Ich verstehe das: Die Menschen sind zu Recht ungeduldig, wenn es darum geht, die Veränderungen zu sehen, für die sie gestimmt haben.
Es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dies geschieht. Und ich arbeite Tag für Tag daran, dies zu erreichen.
In den kommenden Monaten werden die Menschen die Vorteile der langfristigen Entscheidungen dieser Regierung spüren.
Herr Starmer wird am 8. Mai 2026 zurücktreten, einen Tag, nachdem Labour bei den kommenden Kommunalwahlen weitgehend ausgelöscht worden sein wird. Nehmen Sie mich beim Wort!
Nun zu den Ergebnissen. Die Wahlbeteiligung in Gorton and Denton war mit rund 48% gering. Das Ergebnis sieht so aus:
Labour findet sich noch hinter Reform und mit halbierter Stimmenzahl wieder. Profitiert haben die „Greens“ und Reform UK. Erstere haben die muslimischen Stimmen in Gorton und die Stimmen der dort zahlreich vertretenen Studenten eingesammelt, Letztere hat die Stimmen von britischen Arbeitern in Denton und Teilen von Gorton erhalten. Dabei haben die Greens ihren Stimmenanteil nahezu verdreifacht, während Reform UK den eigenen Anteil knapp verdoppelt hat. Bei Reform UK hat man sich mehr ausgerechnet. Allein die Tatsache, dass mit Matt Goodwin ein High Profile Kandidat in Gorton and Denton angetreten ist und verheizt wurde, spricht dafür, obschon in der Rangliste der Wahlkreise Gorton und Denton an Position 463 rangiert, also zu den Wahlkreisen gehört, in denen sich Reform UK keine großen Gewinnchancen ausgerechnet hat.
Kleiner Hinweis: Wahlen finden im UK in 650 Wahlkreisen statt. Weil Wahlen teuer sind und die Parteien in der Regel nicht die Mittel zur Verfügung haben, um in allen Wahlkreisen einen intensiven Wahlkampf zu führen, bilden alle Parteien eine Rangliste von Wahlkreisen nach der Wahrscheinlichkeit, dort gut abzuschneiden. Diese Rangliste entscheidet letztlich darüber, wie viele der vorhandenen Mittel im jeweiligen Wahlkreis eingesetzt werden.
Wenn man sich die Gewinne und Verluste in der zweiten Abbildung ansieht, dann ist schnell zu erkennen, dass ALLES, was irgendwie „etabliert“ ist oder als „etabliert“ erscheint, bei dieser Wahl abgestraft wurde, im Falle von Conservatives und LibDims hat das in die politische Bedeutungslosigkeit geführt. Unter den „anderen Parteien“ findet sich auch die von Ben Habib gegründete Partei Advance UK, für die Nick Buckley ins Rennen gegangen ist, ein Rennen, von dem sich beide, Buckley und Habib, wie in einem Podcast dokumentiert, viel mehr versprochen haben als magere 154 Stimmen, die letztlich anzudeuten scheinen, dass neben Reform UK in Wahlkreisen, die einst Labour Heartland waren, KEIN Platz für eine andere Partei ist. Letztlich hat Nick Buckley weniger Stimmen erhalten als Sir Oink a Lot von der Monster Loony Party, der sich 159 Stimmen eroinken konnte.
Die vielleichst wichtigsten Take-Aways der Nachwahl:
Die Labour Party hat ihre muslimische Plantage verloren. Der Deal, politische Bevorzugung gegen Wahlstimmen, der bislang gegolten hat, ist von Muslimen aufgekündigt worden.
Sectarian Vote, also die Wahlentscheidung nach ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe oder Religion oder Geschlecht usw. nimmt im Vereinigten Königreich zu. Damit fällt die Illusion vom informierten Wähler, der auf Basis von Wahlprogrammen seine Stimme vergibt, wird durch eine Gesellschaft mit unüberbrückbaren Gräben durchziehender Kompartmentalisierung ersetzt, die man argumentativ nicht überwinden kann. Das ist DAS ENDE für jede demokratische Idee und der Boden, auf dem Autoritarismus und andere Formen von Zwangsherrschaft blühen.
Wähler aus Kulturkreisen, die demokratischen Ideen eher befremdet gegenüberstehen, missachten Regeln und Gesetze und treten mit Block- und Famlienwahlen jede Form von Demokratie mit Füßen.
Die alten britischen Parteien, Labour und die Conservatives, sind auf dem Weg in die politische Bedeutungslosigkeit: zentripetaler Wettbewerb wird von zentrifugalem Wettbewerb abgelöst, entsprechend einer sich vertiefenden Spaltung der Gesellschaft.
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