Wenn schon, denn schon: Nachdem ich mir heute mit dem kritischen Artikel über Putin bereits die Nesseln gesetzt habe, hier ein zweiter, der mir einige Wut einbringen wird. Es geht um eine CDU-Affäre in Niedersachsen, die für neudeutsche Verhältnisse absolut vergiftetes Terrain ist — und in meinen Augen sinnbildlich für die Abwege dieses Landes.

Was ist passiert? Der Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von Niedersachsen soll im Januar ein „KI-generiertes Kurzvideo“ in einer privaten WhatsApp-Gruppe verbreitet haben. Darin zu sehen laut „Bild“: eine CDU-Angestellte in „eindeutig sexualisierter Weise“.

Ich habe das Video nicht gesehen. Aber ich nehme an, dass es geschmacklos war und kränkend für die Mitarbeiterin. Da gibt es nichts zu bagatellisieren. So eine Verfehlung sollte arbeitsrechtliche Schritte nach sich ziehen. Aber keine Hexenverfolgung mit anschließendem Autodafé.