Die linksgerichtete Regierung in Nicaragua hat am 10. Januar nach eigenen Angaben zahlreiche Häftlinge freigelassen.
„Dutzende Menschen, die sich im nationalen Strafvollzugssystem befanden, sind zu ihren Familien nach Hause zurückgekehrt“, erklärte die Regierung und bezeichnete dies als „Symbol“ für die Bereitschaft von Präsident Daniel Ortega zu „Dialog“ und „Frieden“.
Reaktion auf USA-Erklärung in Managua
Die US-Vertretung in Managua hatte am Freitag erklärt, während „Venezuela einen wichtigen Schritt in Richtung Frieden getan hat, indem es eine große Zahl politischer Gefangener freigelassen hat“, seien in Nicaragua „mehr als 60 Menschen weiterhin zu Unrecht in Haft oder verschwunden“.
Staatliche Medien in Nicaragua veröffentlichten am Samstag Bilder von Häftlingen, die Entlassungspapiere unterschreiben und Angehörige umarmen. In der Mitteilung wurden weder die Freigelassenen identifiziert noch die Gründe für ihre Inhaftierung genannt.
Eine NGO und Exil-Medien hatten am Freitag berichtet, dass mindestens 61 Menschen festgenommen worden seien, weil sie die Gefangennahme des venezolanischen Staatchefs Nicolás Maduro, eines engen Verbündeten Ortegas, feierten oder unterstützten. (afp/ks)