Starke Schneefälle haben in Teilen Europas Flug- und Zugausfälle, Staus und Schulschließungen verursacht. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol, einem wichtigen internationalen Drehkreuz, musste gestern mehr als die Hälfte aller Flüge gestrichen werden. Auch heute kommt es zu Störungen.

An den Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly mussten Fluggesellschaften 15 Prozent ihrer Flüge streichen. In Großbritannien kam es an mehreren Flughäfen zu Flugausfällen. In den Niederlanden brach der Zugverkehr fast völlig zusammen.

Niederlande: Kein Zugverkehr, Flüge in Schiphol gestrichen

Der Flughafen Schiphol war gestern von fast 700 Flugstreichungen betroffen – das sind mehr als die Hälfte der rund 1.200 für Montag geplanten Starts und Landungen. Laut Medienberichten wurden in Utrecht mehrere Grundschulen geschlossen. Die nationale Wetterbehörde sagte für heute Glatteis und für Mittwoch weitere starke Schneefälle voraus.

Der Zugverkehr in den Niederlanden ist durch Winterwetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit.

Zu zahlreichen Problemen an Weichen durch das heftige Winterwetter kam nach Angaben der Bahn am frühen Morgen noch eine Computer-Störung.

Wartende Fahr- und Fluggäste am Flughafen Schiphol am 2. Januar 2026. Wegen des Winterwetters wurden Flüge gestrichen oder sind verspätet.

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Internationale Züge seien von der Störung vorläufig nicht betroffen. Auch können andere Verkehrsunternehmen lokal ihre Züge fahren lassen.

Ein koreanisches Flugzeug wird am 5. Januar 2026 am Flughafen Schiphol in Schiphol enteist.

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Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien heute bereits annulliert worden.

Das Winterwetter sorgt am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. (Archivbild)

Das Winterwetter sorgt am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme.

Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

Paris: Rekordstaus von 1.000 Kilometer – Streichungen an den Flughäfen

Die Streichungen an den Pariser Flughäfen waren dem französischen Verkehrsminister Philipp Tabarot zufolge nötig, um den Schnee von den Start- und Landebahnen zu räumen und die Maschinen zu enteisen. In einer weltweit an Piloten gerichteten Erklärung war von „heftigen meteorologischen Phänomenen“ die Rede. Frankreichs größter Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle sollte bis 20:00 Uhr betroffen sein, Paris-Orly bis 23:00 Uhr.

Schnee und Eis sorgten am Montag in der Normandie und der Bretagne im Westen Frankreichs sowie im Großraum Paris für Verkehrsstörungen – dort bildeten sich Staus mit einer Rekordlänge von insgesamt fast 1.000 Kilometern.

Fußgänger spazieren am 5. Januar 2026 auf dem schneebedeckten Champs-de-Mars in der Nähe des Eiffelturms in Paris. Der Busverkehr ruhte.

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Der Hochgeschwindigkeitszug TGV musste seine Geschwindigkeit von 300 auf 200 Stundenkilometer drosseln. In Paris wurde der Busverkehr eingestellt, wie der Verkehrsbetrieb RATP erklärte.

Auch an einigen Tram-Linien sei der Betrieb ausgesetzt worden. In 26 Départments vom Nordwesten des Landes bis zur Île-de-France galt laut dem Wetterdienst Météo-France wegen Schnee und Glätte die Warnstufe Orange.

Großbritannien: Ein halber Meter Schnee, Schulen geschlossen, Eurostar stellt Betrieb teilweise ein

In Großbritannien waren Schottland, Nordirland und Teile Nordenglands von schweren Schneefällen betroffen. An vielen Flughäfen fielen Flüge aus, darunter in Aberdeen und Inverness in Schottland, in Belfast in Nordirland sowie in Liverpool und Manchester.

Im nordwestenglischen Shap fielen nach Angaben des britischen Wetterdienstes die Temperaturen in der Nacht zu Montag auf minus 10,9 Grad. In der Nacht zu Dienstag sei in weiten Teilen des Landes erneut mit Temperaturen bis zu minus zwölf Grad zu rechnen, erklärte der Wetterdienst.

Im schottischen Tomintoul nahe Inverness fielen bis zu 52 Zentimeter Schnee. Für Dienstag galten weiterhin Warnungen vor Schneefällen und Eis in den besonders stark betroffenen Teilen des Landes. Für alle englischen Regionen galt bis Freitag eine Kaltwetter-Warnung.

Infolge der Schneefälle blieben nach Behördenangaben in Nordirland 212 Schulen geschlossen. Auch in Schottland, Wales und Nordengland kam es zu Schulschließungen.

Während eines Schneefalls am 5. Januar 2026 in Huntly, Schottland, Vereinigtes Königreich. Für Schottland wurden starke Schneefälle und eisige Bedingungen vorhergesagt.

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Überdies wirkten sich die Schneefälle auch auf den Bahnverkehr im Vereinigten Königreich aus. In Schottland setzten die Behörden Schneepflüge ein, um Gleise freizulegen.

Die schottische Polizei rief Autofahrer dazu auf, geschlossene Straßen nicht zu befahren. Der britische Pannendienst AA meldete einen Anstieg der Einsätze um 40 Prozent.

Das Eurostar-Unternehmen, dessen Züge Großbritannien mit dem europäischen Festland verbinden, riet derweil Passagieren zwischen London und den Niederlanden, ihre Reise zu verschieben.

Die Züge könnten aufgrund schlechter Wetterbedingungen in den Niederlanden nur bis Brüssel verkehren. Aufgrund der zu Wetterverhältnisse werde der Verkehr in den Niederlanden „heute eingestellt“. (afp/dpa/ks)

 



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