Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an eine dieser Daumenregeln aus seiner Schulzeit: NULL kann man nicht multiplizieren.

Eine Erkenntnis, die vor allem für die Windkraft-Fanatiker relativ neu sein dürfte:

Wenn eine Windturbine bei Windstille keinen Strom erzeugt, wie viel Strom erzeugen dann 100 Windturbinen bei Windstille? Eine Aufgabe, die den deutschen Umweltminister, Carsten Schneider, SPD, zu überfordern scheint, denn Schneider will unbedingt Windturbinen in windarmer Gegend, in Süddeutschland errichten, 2000 an der Zahl. Vielleicht war Schneider in Bayern und Baden-Württemberg in Urlaub und hat daran Anstoß genommen, dass die Landschaft noch nicht vollständig mit Windturbinen verschandelt ist, Vögel noch nicht in Scharen ihrer Flügel amputiert werden und selbst Fledermäuse noch vorzufinden sein sollen, ganz davon zu schweigen, dass Anwohner ohne ein ständiges Summen im Hintergrund leben können, sofern sie nicht von Tinnitus geplagt werden.

Dass unversaute Flächen den SPD-Mann stören, kann man daraus schließen, dass er nunmehr 2.000 Windräder in Süddeutschland errichten lassen will, 2.000 Windräder, die vorhersagbar viel weniger Strom produzieren werden als die Windschläger, die es im Norden bereits gibt, 2.000 Windräder, deren Eigentümer den wenigen Strom, den sie produzieren, zu exorbitanten Preisen von Steuerzahlern subventioniert bekommen, denn:

Je ungeeigneter ein Standorft für ein Windrad, je weniger Strom ein Windrad produziert, desto höher ist nach dem EEG die Vergütung, die der Betreiber des Windrads an ungeeigneter Stelle erhält, desto teurer ist der Strom für Steuerzahler.

Ein Selbstbedienungsladen auf Basis einer Formel, die nur Wahnsinnige erfunden haben können oder ruchlose Lobbyisten und Bereicherer von sich und anderen, die Steuerzahler schröpfen wollen, ein Verdacht, der naheliegt, wann man liest, was Daniel Wetzel in der WELT zu diesem Thema geschrieben hat.

„Die Nutzung der „heimischen Freiheitsenergie“ wird allerdings eine kostspielige Angelegenheit für den Steuerzahler. Denn Schneider will die 2000 neuen Windräder vor allem in Süddeutschland errichten lassen, weil sie dort „netzdienlich“ betrieben werden können – also die Stromleitungen nicht überlasten. Dass die Energie aus den süddeutschen Schwachwind-Regionen extrem teuer ist, sagte Schneider nicht.

Um überhaupt Windkraft-Investoren nach Bayern und Baden-Württemberg zu locken, sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bereits einen „Korrekturfaktor“ vor. Es klingt paradox: Windräder an Stellen, wo besonders wenig Wind weht, bekommen extra viel Geld vom Steuerzahler.

Bei einer Standortgüte von lediglich 50 Prozent, sieht Paragraf 36h EEG vor, dass die Vergütung um das 1,55-Fache aufgestockt wird. Bei 60 Prozent Standort-Qualität erhält der Betreiber das 1,42-Fache dessen, was Windradbesitzern an der windigen Nordseeküste zusteht.

Das macht süddeutschen Windstrom zu einer äußerst teuren Angelegenheit: Eine Kilowattstunde Strom wird normalerweise mit 7,25 Cent pro Kilowattstunde vom Steuerzahler bezuschusst. Für Grünstrom aus Bayern und Baden-Württemberg muss der Steuerzahler oft 10,3 bis 11,2 Cent pro Kilowattstunde bezahlen.

Das sind Preise, zu denen zum Beispiel die deutsche Industrie nicht mehr wettbewerbsfähig wäre, insbesondere, wenn Netz-, Speicher- und Backup-Kosten noch obendrauf kommen. Die Wirtschaft hatte immer Industriestrompreise von 6 Cent gefordert, doch Windstrom aus Süddeutschland ist schon in der Herstellung doppelt so teuer.“

Suchen Sie sich aus, was Sie für wahrscheinlicher halten: Entweder Schneider ist zu dumm, die oben im Cartoon dargestellte Gleichung zu lösen, oder er ist ideologisch verblödet und will in jedem Fall deutsche Steuerzahler melken, um seine ideologische Phantasie auszuleben, oder er ist richtig bösartig und versichert sich seiner „Macht“ dadurch, dass er Steuerzahler schädigt.

Sie haben die Wahl.

Wie windarm Deutschland insgesamt ist, das haben wir hier dargestellt.

Und um das Ganze noch einmal mit Daten deutlich zu machen: Links sehen Sie den Ausbau, den Windschläger in Deutschland erfahren haben, rechts sehen Sie, dass trotz der vielen Windräder, die seit 2002 zugebaut wurden, die erzeugte Energie aus Windkraft nicht mehr geworden ist, sondern stagniert …

Der Physiker schreibt zu seinen Daten:

Böse Zungen behaupten ja, dass der Windertrag im jeweils 1. Quartal seit 7 Jahren trotz massivem Zubau stagniert. Aber das behaupten wirklich nur böse Atomis, denn das Quartal 2026 hat ja noch 4 Tage, die diese Stagnation auf phantastisches Wachstum drehen werden. Wirklich!

Man kann die Nullen, die Polit-Darsteller spielen, nur noch mit Sarkasmus ertragen.

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