Dank des Chart-Erfolgs der John Otti Band war deren neues Lied „Immer vorwärts, FPÖ“ auch im Radio zu hören. Da die neue „FPÖ-Hymne“ in der letzten Woche prominent in die „Austria Top 40“ eingestiegen war, musste auch der ORF-Radiosender Ö3 das Lied am gestrigen Montag präsentieren. Der Umgang damit sorgt allerdings für einigen Unmut, denn schon nach wenigen Sekunden wurde das Lied abgebrochen und durch eine Einschätzung des Politikwissenschaftlers Peter Filzmaier “erklärt” und politisch eingeordnet.

Statt Chart-Erfolg zu spielen, erklärt Ö3 die Welt

45 Sekunden lang war „Immer vorwärts, FPÖ“ zu hören – begleitet von politischen Kommentaren. Kurz davor hatte sich Moderatorin Jana Petrik genötigt gefühlt, die Präsentation des Liedes zu rechtfertigen: Es zähle nur, was in Österreich in der letzten Woche am meisten gekauft und gestreamt worden sei, erklärte sie. Nach dem Kurzauftritt des John-Otti-Werks erklärte Filzmaier dann den Zuhörern die Welt, etwa, dass sich auch andere Parteien an dem musikalischen Erfolg der FPÖ ein Beispiel nehmen könnten.

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Patriotismus im ORF-Radio unerwünscht

Offensichtlich sei „Österreich-Patriotismus auf Ö3 ein derartiger Kulturschock, dass man es nicht wage, ihn ohne akustischen Beipackzettel auf Sendung zu bringen“, kommentierte FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker das Vorgehen der Ö3-Redaktion. Wenn es gegen die FPÖ und Patriotismus gehe, habe man beim zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk weniger Probleme, merkte Hafenecker an:

Uns ist nicht bekannt, dass die Lieder von linken Künstlern, die sich immer wieder mit Botschaften und Auftritten in Wahlkämpfen positionieren, auf Ö3 gesperrt oder mit Filzmaier-Kontextualisierungen versehen werden. Nach dieser Logik müsste das beispielsweise für Rainhard Fendrich oder Hubert von Goisern gelten, die sich im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2016 zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen klar für den Grünen ausgesprochen haben.

Nur AUSTRIA FIRST spielte höchsten Chart-Neueinstieg

Eine „besonders eifrige Unterstützerin Van der Bellens“ sei auch die Sängerin Ina Regen gewesen. Das Erscheinen ihres neuen Liedes war vor rund zwei Wochen auf Ö3 ohne jegliche Kontextualisierung „regelrecht abgefeiert“ worden. Weil „Immer vorwärts, FPÖ“ – wie berichtet – so große Erfolge feiert, soll das Lied wie jedes andere auch ins Programm übernommen werden, forderte Hafenecker, denn es werfe „kein gutes Licht auf die gesamte Radioszene in Österreich, wenn der höchste österreichische Neueinstieg in die ‚Top 40-Charts‘ nur von einem einzigen Sender gespielt wird, nämlich von Österreichs Patrioten-Radio AUSTRIA FIRST“.



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