Man mag es nicht glauben: Nach dem „Demokratie-Fördergesetz“ folgt nun der logische nächste Schritt in die Privatsphäre: Das Bundesfamilienministerium plant eine „Verordnung zur politisch-ethischen Konformität bei der Behandlung von Haustieren“. Im Fokus stehen dabei vor allem Hundehalter. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die „besten Freunde des Menschen“ nicht zu unkontrollierten Multiplikatoren von Hass und Hetze werden.

Konkret bedeutet das: Ein obligatorischer „Demokratie-Check“ beim Tierarzt oder einem zertifizierten Hundetrainer. Bei dem „Check“ wird getestet, ob das Tier auf „ausgrenzende“ oder „diskriminierende“ Befehle reagiert. Ein „Wuff“ gegen Passanten mit Migrationshintergrund oder das Ignorieren von Kommandos durch Amtsträger könnte künftig als „tierische Hassrede“ gewertet werden – und den Tierhalter in den Fokus der Polizei bringen.

„Geplant ist ein niedrigschwelliges Online-Portal mit dem Arbeitstitel ‚Wachsame Nachbarschaft – Pfote gegen Rechts‘. Hier können besorgte Bürger anonym melden, wenn der Schäferhund von nebenan auffällig oft bei Nachrichtenbeiträgen des ÖRR knurrt oder der Halter seinen Terrier mit politisch unkorrekten Koseworten anspricht. Auch die ‚nonverbale Diskriminierung‘ durch demonstratives Wegziehen des Hundes bei Begegnungen mit bestimmten Personengruppen soll künftig statistisch erfasst werden.