Ja, ich weiß: Warum wundern Sie sich?, werden jetzt einige sagen. Und: „Ist doch Alltag“. Aber ich will nicht aufhören, mich zu wundern, und ich will nicht, dass so etwas als Alltag wahrgenommen wird. Auch wenn es das wohl leider wirklich ist inzwischen.

Ich will in einem Land leben, in dem man einen Regierungschef Pinocchio nennen kann, ohne Angst vor der Kriminalpolizei zu haben.

Und, so traurig es ist: Deutschland ist kein solches Land mehr.

In Heilbronn ermittelt jetzt die Kriminalpolizei gegen einen Rentner, weil er Bundeskanzler Friedrich Merz – der nachweislich Wahlversprechen gebrochen hat –  in einem Post auf Facebook mit der Märchenfigur Pinocchio in Verbindung gebracht haben soll, wie das Portal „exxpress.at“ berichtet. Sicher haben Sie schon davon gelesen. Aber ich will es hier trotzdem kurz aufgreifen.

Denn ich weiß nicht, was mich trauriger macht. Dass so was passiert im Jahr 2026 in Deutschland. Oder dass so viele Menschen mit den Schultern zucken und sagen: Warum wundern Sie sich? Warum empören Sie sich.

Die Polizei beruft sich auf Paragraf 188 Strafgesetzbuch – eine Art neuer Majestätsbeleidigungs-Paragraf. Der zeigt: Alle sind gleich – aber Politiker sind gleicher.

Ein Land, in dem man die Regierung nicht mehr scharf kritisieren und verspotten kann, ist keine Demokratie mehr. Zumindest keine freiheitliche.

Bei solchen Ermittlungen geht es um nichts anderes als das Schüren von Angst. Wer das nicht versteht, ist naiv.

So sehr ich mich mit Vergleichen hüte – aber der Geist der DDR trieft im neuen Deutschland aus allen Ritzen – kein Wunder, hat mit Angela Merkel doch eine in der DDR-Nomenklatur sozialisierte Politikerin die jüngere Geschichte unseres Landes maßgeblich geformt.

Wobei man einen Unterschied klar benennen muss – in der späten, post-stalinistischen DDR herrschte oft mehr Gelassenheit als heute in der „BRD“: Wegen jedem bösen Witz oder Vergleich ermittelte nicht gleich die Polizei. Sie hätte da auch viel zu viel zu tun gehabt.

So traurig es ist: Sie sind nicht nur wieder da.

Sie haben gewonnen.

Und übernommen.

Und besonders dramatisch: Viele merken es nicht mal. Und viele, die sich für vermeintlich bürgerlich halten, machen gute Miene zu dem bösen Spiel und spielen es mit. Wie Pi… Entschuldigung, ich meinte Friedrich Merz.

Im Dezember 2019 ging meine Seite an den Start – damals mit einem alten Laptop am Küchentisch. Heute erreicht sie regelmäßig mehr Leser als manch großer Medienkonzern. Und trotzdem: Der Küchentisch ist geblieben. Denn eines hat sich nicht geändert – meine Unabhängigkeit. Kein Verlag, keine Zwangsgebühren, keine Steuermittel. Nur Herzblut – und Sie.

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