Der Beruf des Polizisten wird immer gefährlicher, wie aktuelle Zahlen aus dem Innenministerium zeigen: Während 2023 österreichweit 177 Beamte schwer verletzt wurden und die Zahl 2024 mit 158 Betroffenen leicht zurückging (minus rund elf Prozent), deutet sich für 2025 eine deutliche Verschärfung an.
Dramatische Entwicklung setzt sich fort
Bereits von Jänner bis September wurden 154 schwer verletzte Polizisten registriert – und damit fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Das entspricht einem Monatsdurchschnitt von etwa 17 Schwerverletzten; setzt sich dieser Trend fort, wäre bis Jahresende mit rund 205 Fällen zu rechnen – ein spürbarer Anstieg gegenüber 2023 und 2024.
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Respekt vor Staatsgewalt schwindet
Nach nur neun Monaten haben die Zahlen damit nahezu das Niveau der gesamten Vorjahre erreicht – „Das ist ein deutliches und ernstzunehmendes Warnsignal“, kommentierte der stellvertretende freiheitliche Sicherheitssprecher Reinhold Maier die alarmierenden Zahlen. Für ihn zeigt diese Entwicklung, dass der Respekt gegenüber der Staatsgewalt immer mehr schwindet. Dass Beamte, die stets an vorderster Front stehen, bei Einsätzen immer häufiger schwer verletzt werden, ist für ihn „eine höchst alarmierende Entwicklung“, der endlich mit Entschlossenheit begegnet werden müsse.
Auch andere Bundesländer betroffen
In Maiers Heimatbundesland, der Steiermark, sieht es ähnlich aus: 2023 gab es hier 74 schwer verletzte Polizisten, 2025 waren es bis September bereits 31 – einer der höchsten Werte im Bundesvergleich und in keiner Weise akzeptabel, wie Maier beklagte. Nicht viel besser sah es in Niederösterreich aus: Hier gab es 40 schwer verletzte Exekutivbeamte. Diese Zahlen seien kein statistischer Zufall, sondern Ausdruck einer zunehmenden Belastung und konkreten Gefährdung unserer Polizei, befand Maier. Er wandte sich mit eindringlichen Worten an ÖVP-Innenminister Gerhard Karner:
Es reicht nicht, die Zahlen zur Kenntnis zu nehmen. Karner muss endlich handeln und für mehr Schutz, bessere Ausrüstung, ausreichend Personal und eine klare politische Rückendeckung für unsere Exekutive sorgen. Unsere Polizistinnen und Polizisten haben ein Recht auf Sicherheit im Dienst.