Der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl hat sich in der Gesprächsreihe „Bei uns in Wien heute“ für ein generelles Böllerverbot in Wien ausgesprochen. Damit will er die zahlreichen Unfälle und gefährlichen Situationen, die mit der Silvester‑Feuerwerkssaison einhergehen, eindämmen.
Bestehendes Verbot für stärkere Feuerwerkskörper
In Wien sind bisher nur Feuerwerksartikel der Kategorie F1 erlaubt. Dazu gehören Tischfeuerwerke, Wunderkerzen oder Konfetti‑Artikel. Stärkere Feuerwerkskörper der Kategorie F2 sind bereits im Ortsgebiet verboten.
Argument Unfälle
Dennoch kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen, wie Pürstl beklagt. Zuletzt verlor ein 14‑Jähriger in Favoriten durch einen illegalen Böller seine Hand. Insgesamt führte die heurige Silvesternacht zu hunderten Einsätzen von Rettungskräften in Wien.
Pürstl kann sich daher vorstellen, dass ein generelles Verbot auch das Mitführen pyrotechnischer Gegenstände umfassen sollte:
Ich habe nicht viel Verständnis dafür, dass man mit pyrotechnischen Gegenständen herumläuft.
Eingeständnis zahlreicher Verbote
Allerdings betonte er zugleich, dass die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen ohnehin restriktiv und schon vieles verboten sei.
Die Praxis zeige, dass es schwierig sei, die bestehenden Regeln zu kontrollieren:
Wir schreiten da, wo wir können, natürlich ein – aber bei der Masse an Feuerwerken ist es unmöglich, Sicherheit in allen Belangen zu gewährleisten.
An der Sache vorbei
Doch sind es wirklich die Unfälle ungeschickter, feierlauniger Wiener, die ein noch strengeres Verbot rechtfertigen? Versteckt sich dahinter nicht ein ganz anderes Problem? Entlarvt nicht Pürstls Hinweis zum Waffenverbot am Yppenplatz im Gespräch, worum es wirklich geht? Um ein Problem, das öffentlich und in den Mainstream-Medien nicht angesprochen wird, sondern nur von der Opposition dargestellt wird?
Randale und Ausschreitungen
Etwa von der FPÖ-Floridsdorf schon vor zwei Jahren, als diese den Finger in die Wunde legte: Für Bezirksparteiobmann Wolfgang Irschik stellte vor allem die Silvesternacht ein zusätzliches Risiko für Randale und Ausschreitungen dar. „Offenbar scheinen dann alle Dämme zu brechen. Leidtragende sind all jene Bürger, die einfach einen fröhlichen Jahreswechsel erleben und sich nicht vor lauter Angst daheim verkriechen wollen.“, so Irschik.
Eingewandertes Problem
Es sind vor allem Menschen aus dem Migrantenmilieu, die randalierend durch die Stadt ziehen, Polizei, Feuerwehr und sogar Rettungskräfte angreifen und mit Feuerwerkskörpern „Krieg spielen“.
Um diesem Gebaren Einhalt zu gebieten, sollen Feuerwerkskörper generell verboten werden: Symptombekämpfung, während das Grundproblem nicht einmal angesprochen wird.
Europaweit dasselbe
Auch aus anderen europäischen Städten werden ähnliche Muster berichtet: In mehreren Metropolen wie Amsterdam, Berlin oder Brüssel kommt es in den letzten Jahren in den Silvesternächten zu massiven Ausschreitungen und gezielten Angriffen auf Polizei und Einsatzkräfte mit illegalen Feuerwerkskörpern, wobei die Gewalt besonders in Stadtteilen mit hohem Ausländeranteil konzentriert ist.
Politische Schwäche
Während Pürstl seine Forderung mit Blick auf Unfälle und Polizeieinsätze begründet, bleibt die wahre Ursache unerwähnt. Dass sie mit Einwanderung zu tun hat, ist offensichtlich. Leidtragende sind die Österreicher, denen ihr altes Brauchtum, das jahrzehntelang fröhlich und problemlos gefeiert wurde, verboten werden soll. Das ist für die Regierung bequemer.