Zwischen Jänner und Dezember 2025 wurden insgesamt 14.156 Außerlandesbringungen verzeichnet, wie Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bekanntgab. Aber diese Zahl täuscht.

Problemfälle weiter im Land

Doch davon entfielen 7.355 auf freiwillige Ausreisen und nur 6.801 auf zwangsweise Außerlandesbringungen. Tatsächlich abgeschoben wurden im Rahmen dieser Maßnahmen 5.854 Personen.

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Die FPÖ spricht von einem „eklatanten Vollzugsdefizit“. Bundesrat Andreas Spanring kritisiert, dass Österreich zu wenig konsequent abschiebe. Der Innenminister versuche, so der Vorwurf, die Statistik „schönzurechnen“.

Schwerpunkt auf EU-Staatsangehörigen

Ein Blick auf die Nationalitäten der abgeschobenen Personen zeigt, dass die Problemfälle nach wie vor im Lande sind. Denn die meisten Abschiebungen betrafen Staatsangehörige aus EU- bzw. Nachbarstaaten.

Laut der parlamentarischen Anfragebeantwortung  wurden 1.654 Personen in die Slowakei, 1.019 nach Ungarn und 621 nach Rumänien abgeschoben. Es folgen Polen (367), Türkei (324) und Serbien (276).

Moslemische Landnahme bleibt

Demgegenüber wurden im gesamten Jahr 2025 lediglich 50 afghanische Staatsangehörige abgeschoben. Syrien scheint in der Liste der 20 häufigsten Nationalitäten bei Abschiebungen erst gar nicht auf.

Bei den freiwilligen Ausreisen ergibt sich ein anderes Bild: Hier stellen türkische Staatsangehörige mit 1.314 Personen die größte Gruppe, gefolgt von 805 syrischen Staatsangehörigen und 497 Serben.

Straffällige unter den Abgeschobenen

Von den 6.801 zwangsweisen Außerlandesbringungen betrafen 3.278 Personen rechtskräftig verurteilte Straftäter, was laut Ministerium mehr als 48 Prozent entspricht.

Die meisten davon stammten aus der Slowakei (948), Ungarn (597) und Rumänien (299).

Im Rahmen von Dublin-Überstellungen wurden zusätzlich 152 straffällig gewordene Personen außer Landes gebracht, darunter nur 17 syrische Staatsangehörige.

Tausende in Schubhaft

Im Jahr 2025 befanden sich insgesamt 3.302 Personen in Schubhaft. Die größten Gruppen stellten rumänische Staatsangehörige (338), serbische (225), türkische (207), algerische (249) sowie indische (146) Staatsangehörige. 115 Afghanen und 66 Syrer waren in Schubhaft.

Die meisten Anhaltungen erfolgten im Polizeianhaltezentrum Wien-Hernalser Gürtel (2.332 Zählungen), gefolgt vom Anhaltezentrum Vordernberg (1.142) und dem PAZ Salzburg (661).

Millionen für Rückkehrprogramme

Für Rückkehrberatung, Rückkehrhilfe und Reintegrationsprogramme fielen laut Ministerium im Jahr 2025 Gesamtkosten von rund sieben Millionen Euro an. Den größten Anteil machte die Rückkehrberatung mit 4,671 Millionen Euro aus, gefolgt von 1,472 Millionen Euro für Rückkehrhilfe.

6,9 Millionen Euro gingen an die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU GmbH), weitere 112.000 Euro an ein Unternehmen zur Umsetzung von Reintegrationsprogrammen.

Politische Debatte hält an

Die FPÖ spricht angesichts der Zahlen von einer „schockierenden Abschiebungslücke“. Insbesondere auf die niedrige Zahl an Abschiebungen nach Afghanistan beweist, dass die Regierung die eigentlichen Problemfälle gar nicht angreife. Der Jubel der Regierung sei eine Täuschung der Österreicher.



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