Der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, dass das hyperschallfähige Raketen­system Oreshnik noch bis Ende 2025 in den Kampfeinsatz gestellt werden soll. Diese Aussage machte er am 17. Dezember 2025 bei einer Sitzung des russischen Verteidigungsministeriums, wie The Moscow Times berichtet.

Putin erklärte demnach, dass das Mittelstreckenraketensystem, das bereits im November 2024 erstmals im Gefecht gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt wurde, nun planmäßig in Dienst gestellt werde und bis zum Jahresende explizit in den Kampfbetrieb überführt wird.

Oreshnik: Technische Eckdaten und Hintergrund

Die Oreshnik-Rakete (auch SS-X-34) gilt als russische mittel­streckige ballistische Rakete mit hyperschallfähigen Eigenschaften. Sie kann Geschwindigkeiten von über Mach 10 erreichen und soll mit mehreren unabhängig lenkbaren Gefechtsköpfen operieren.

Erstmals öffentlich bekannt wurde die Oreshnik im Rahmen des Angriffs auf eine Anlage im ukrainischen Dnipro im November 2024, bei dem Russland ein solches Waffensystem einsetzte.

Strategische Bedeutung und internationale Reaktionen

Putins Ankündigung unterstreicht Russlands anhaltende Bemühungen, seine Raketenfähigkeiten im Rahmen der militärischen Modernisierung auszubauen. Im Westen werden solche Entwicklungen mit Besorgnis gesehen, da Hyperschallwaffen aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und schwer zu interceptierenden Flugbahnen als besonders herausfordernd für bestehende Luft- und Raketenabwehrsysteme gelten. Experten hatten zuvor bereits darauf hingewiesen, dass Russland mit dem Einsatz solcher Systeme eine neue Phase der Rüstungsdynamik eingeleitet hat.

Russland hatte im Jahr 2025 zudem angekündigt, auf die Selbstbeschränkungen bezüglich mittel­streckiger Raketen zu verzichten und potenziell neue Raketenstationierungen, etwa in Belarus, zu prüfen.





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