Während SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler die Mini-Spritpreisbremse von wenigen Cent als “historischen Schritt” feiert, beklagt Steiermark-Chef Max Lercher steigende Spritpreise und unterstützt Pendlerinitiativen – eine Selbstkritik an der eigenen Bundespolitik. Nun soll es laut Lercher der freiheitliche Landeshauptmann Mario Kunasek richten.
SPÖ-Lercher kommt in Realität an
Am Standort Stolzalpe des Landeskrankenhaus Murtal pendelt die Mehrheit der 580 Mitarbeiter täglich, da öffentliche Verkehrsmittel fehlen – vor allem Pflegekräfte und Zivildiener sind betroffen. Betriebsrat Andreas Kogler warnt: “Jetzt geht es endgültig nicht mehr!” und fordert Sofortmaßnahmen in der Pendler-Initiative. Lercher nutzt diesen Aufschrei, um Bund und Land anzugreifen und eine “Schutzschirm” für Pendler einzuführen. Auf Facebook schrieb er:
Wenn ein großer Teil des Einkommens direkt fürs Tanken draufgeht, zeigt das, wie ernst die Lage ist. Steigende Spritpreise und lange Pendelwege bringen viele an ihre finanziellen Grenzen. Das ist aktuell die Lebensrealität vieler Steirerinnen und Steirer.
Jetzt soll es blauer Landeshauptmann richten
Jetzt brauche es entschlossenes Handeln auf allen politischen Ebenen, meinte der SPÖ-Landeschef: Nicht nur der Bund, sondern auch das Land seien gefordert, Maßnahmen zu setzen, um die Menschen zu entlasten. Die Steiermark könne hier vorangehen – “mit einer Anhebung der Pendlerbeihilfe und der Öffnung der Landestankstellen”.
Lercher will sich für Fehler der Verlierer-Ampel bei Kunasek abputzen
Die Verlierer-Ampel steht unter Druck, da die Steiermark unter FPÖ-Landeshauptmann Kunasek nach dem fulminanten Wahlsieg 2024 eigene Wege geht. Lercher wirft Kunasek Wortbruch vor, etwa beim Regionalen Strukturplan Gesundheit, und kritisiert Stillstand in Industrie und Sozialem. Indem er sich nun für Pendler starkmacht, putzt Lercher also nun die Fehler der Ampel-Regierung – die Babler mitträgt – an Kunaseks Koalition ab.