Am ersten Tag der offiziellen Wiederöffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten haben örtlichen Informationen zufolge zwölf Menschen das palästinensische Küstengebiet verlassen.
„Fünf Verletzte und sieben Begleitpersonen“ seien am Montag aus dem Gazastreifen nach Ägypten eingereist, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus informierten Kreisen an der Grenze. Offiziellen Angaben zufolge bleibt die Einreise der zugelassenen Patienten an der ägyptischen Grenze weiterhin auf 50 pro Tag plus jeweils zwei Begleitpersonen begrenzt.
Rafah als wichtiger Zugangspunkt
Rafah ist der einzige Grenzübergang aus dem Gazastreifen, der nicht über Israel führt. Die Wiedereröffnung erfolgte auf der Grundlage des US-Friedensplans. Der wichtige Grenzübergang, der früher für humanitäre Hilfslieferungen genutzt wurde, war am Montag wieder für den begrenzten Personenverkehr in beide Richtungen geöffnet worden.
Der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan hatte berichtet, dass am Montag 50 Menschen in den Gazastreifen einreisen sollten. Zudem sollten voraussichtlich rund 150 Menschen, darunter 50 Patienten, das Gebiet in Richtung Ägypten verlassen dürfen. Der Grenzübergang soll laut dem Sender täglich für etwa sechs Stunden geöffnet sein. Angaben aus Ägypten hatten diese Zahlen bestätigt.
Fragile Waffenruhe im Hintergrund
Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. (afp/red)