Am Montag kam es in Wien zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen iranischen Gruppen. Anlass war eine Demonstration, bei der Teilnehmer den Angriff der USA und Israels auf den Iran kritisierten. Gegendemonstranten stellten sich den Teilnehmern entgegen, woraufhin es zu heftigen Wortgefechten und Schreiduellen kam.
Aufgeheizte Stimmung
Wie der Exxpress berichtete, versammelten sich erstmal bei der Demonstration Personen, die den militärischen Angriff der USA und Israels im Iran kritisierten. Im Umfeld der Demonstration versammelte sich eine kleinere Gruppe monarchistisch gesinnter Anhänger um Reza Pahlavi, die mit eigenen Parolen auftraten. Dabei entwickelte sich zwischen den beiden Lagern ein lautstarker Schlagabtausch, der in gegenseitigen Zurufen und Schreiduellen mündete. Die Polizei war vor Ort, um die Situation zu beobachten und ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppen zu verhindern. Berichten zufolge blieb es jedoch bei verbalen Auseinandersetzungen.
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Diaspora-Konflikte auf Wiener Straßen
In Wien kam es die vergangenen Tage bereits zu Kundgebungen iranischer Gruppen. Am Sonntag wurde der Heldenplatz bereits zur Bühne des Iran-Konflikts. Die Kundgebungen machen erneut sichtbar, wie stark politische Konflikte aus dem Nahen Osten inzwischen auch im öffentlichen Raum europäischer Städte ausgetragen werden. Der Vorfall reiht sich in eine Serie politischer Demonstrationen ein, bei denen Konflikte aus dem Iran zunehmend auch in Österreich sichtbar werden. Immer wieder mobilisieren politische Ereignisse im Nahen Osten Migrantengruppen in Europa. Egal ob Palästina, Syrien oder der türkisch-kurdische Konflikt. Alle Ereignisse aus dem Nahen Osten ziehen sich bis auf die Straßen Wiens.
Politische Spannungen erreichen den europäischen Alltag
Für Beobachter verdeutlichen solche Ereignisse, wie stark die außereuropäische Massenmigration auch politische Konfliktlinien aus anderen Weltregionen nach Europa bringen kann. Wenn Demonstrationen in europäischen Hauptstädten zunehmend durch geopolitische Spannungen geprägt sind, gerät laut Kritikern das Demonstrationsrecht sowie die Souveränität des Staates zunehmend in die Zwickmühle. Schließlich müsse der Staat demnach seine Außenpolitik nach den Befindlichkeiten migrantischer Communities ausrichten, wodurch die nationale Souveränität durch Zuwanderern untergraben wird.