Keine Angst: Ich werde Sie hier nicht mit den Details aus der gestrigen „Wahlarena zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026“ des SWR langweilen. Sie können sie sich selbst hier ansehen. Und dann selbst entlarven, wie der öffentlich-rechtliche Sender hier auf mehreren Ebenen manipuliert. Etwa durch ein Publikum, das ganz offenbar handverlesen ist und – natürlich, wie könnte es anders sein – stramm rot-grün. So dass immer an den richtigen Stellen der Applaus aufkommt – und da, wo es der offenbar woken Redaktion nicht passt, eben kein Applaus zu hören ist.

Sie können auch sehen, wie die Themen, die aus dem Publikum angesprochen sind, offenbar genauso nach rot-grünen Maximen handverlesen wurden wie das Publikum selbst. Und wie in einem wichtigen Moment fein am Mikrofon gedreht wird, damit die Kandidaten, die man gut darstellen möchte, gut zu hören sind – der AfD-Kandidat aber nicht (so zumindest mein Höreindruck, siehe hier – während etwa bei der Grünen-Kandidatin auch Zwischenrufe laut gepegelt waren).

Die Sendung wirkt wie aus dem Lehrbuch für Propaganda. Aber ich erspare Ihnen die Details – ganz im Sinne des neuen Mottos meiner Seite – auf das Wesentliche konzentrieren. Und ganz wesentlich finde ich einen Moment, in dem die ganze Potemkinsche Fassade vor laufender Kamera zusammenbricht – aber offenbar niemand im Studio – und in den Redaktionen draußen im Lande – das merkt.

Offenbar im Eifer des Gefechts, aus Versehen, entlarvt die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Eder die ganze Inszenierung. Mitten in einer der Szenen, in denen sie den AfD-Kandidaten mit dem stechenden Blick einer Großinquisitorin fixiert und ihn offenbar zur Ketzerverbrennung freigeben will – unter lautstarkem Applaus vom Publikum.
Denn zuvor war ein Mann aus dem arabischen Raum lange und ausführlich zu Wort gekommen. Und hat in teilweise schwer zu verstehendem Deutsch geschildert, warum er und sein kleiner Sohn Angst vor der AfD haben. So jedenfalls sollte es offenbar rüberkommen, denn warum die Angst da ist, wurde mir nicht so recht klar. Die lange Anklage des Mannes gegen den AfD-Spitzenkandidaten im Studio griff dann die Grüne Eder auf, nicht ohne die obligatorische Breitseite gegen Björn Höcke – der eigentlich gar nichts mit Rheinland-Pfalz zu tun hatte.

Und auf einmal sagte Eder in der Hetze ihrer Attacken auf den AfD-Mann über den angeblich wohl nur zufällig anwesenden Mann aus dem arabischen Raum: „Wir haben uns kennengelernt auf der Demonstration Kirchheimbolanden bleibt bunt“ (siehe hier).

Stopp!

Wie bitte?

Eine Bekanntschaft mit einer Grünen-Politikerin auf einer Demo gegen rechts führt dazu, dass jemand als „Zuschauer“ in eine Wahlkampf-Diskussionsrunde eingeladen wird?

Und keiner findet das merkwürdig?

Kein Medium greift es auf.

Stattdessen in den großen Medien die übliche, manipulative Anti-AfD-Berichterstattung über diese Sendung, die offenbar ein Tribunal gegen die Partei werden sollte – mit allen möglichen Tricks aus dem Werkzeugkasten der Meinungsmanipulation.

Und dann hat in diesem öffentlich-rechtlichen Paralleluniversum der regierende SPD-Ministerpräsident noch die Dreistigkeit, dem AfD-Kandidaten vorzuwerfen, er lebe in einem Paralleluniversum. Und auch der CDU-Spitzenkandidat hat nichts aus dem Debakel seines CDU-Kollegen in Baden-Württemberg gelernt und greift vor allem die AfD an – statt Rot-Grün.

Die Sendung zeigt für diejenigen, die auch im Fernsehen zwischen den Zeilen lesen können und den Tricks nicht auf den Leim gehen, nur eines: Eine völlige Panik bei den Altparteien und den Medien.

Ich bin der Grünen Eder dankbar, dass sie mir mit dieser Selbstentlarvung die Arbeit gespart hat, die ganze Inszenierung einzeln, Teil für Teil, auseinanderzunehmen. Dieser eine Moment sagt mehr aus als jede noch so lange Analyse. Und vor allem sagt es viel aus, dass die Grünen und ihnen nahestehende Journalisten sich an solche Manipulationen offenbar derart gewöhnt haben, dass sie sie gar nicht mehr verdecken. Wer Manipulation zur Routine werden lässt, wird nachlässig. Eder und der SWR haben es bewiesen.

PS: Wenn ich die Landespolitiker bis auf die Grüne als Hauptdarsteller hier nicht namentlich nenne, hat das einen Grund – sie wirken für mich wie Männer ohne Eigenschaften. Bei denen es schwerfällt, sich die Namen zu merken – so austauschbar sind sie. Leider.

PPS: Lesen Sie zum Thema „handverlesen Publikum“ auch meinen Artikel „Generieren“ von “Wunschpublikum“: Wie bei Talkshows manipuliert wird. Besonders spannend – die Verbindung zu Markus Lanz vom ZDF.

PPPS: Tausend Dank für Ihre Unterstützung – sie gibt mir die Kraft, weiterzuschreiben. Wer mag: Hier steht, wie es geht.

PPPPS: In den Kommentaren heißt es wie oft bei solchen Themen bereits: Wer solche Sendungen noch anschaut, sei selber schuld. Ich verstehe den Frust – aber solange Millionen den Öffentlich-Rechtlichen glauben und entsprechend wählen, ist Wegschauen keine Antwort. Genau deshalb schaue ich hin – und schreibe darüber. Und wenn auch nur ein einziger Mensch mehr deshalb genauer hinsieht, war es die Arbeit wert.

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