Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland werden ukrainischen Angaben zufolge in den nächsten Wochen fortgesetzt. Die Delegationen hätten vereinbart, „ihre Hauptstädte zu informieren und die trilateralen Gespräche in den kommenden Wochen fortzusetzen“, erklärte Kiews Chefunterhändler Rustem Umerow am Donnerstag nach der zweiten Runde der Gespräche in Abu Dhabi im Onlinedienst Telegram.

Seinen Angaben zufolge drehten sich die Gespräche insbesondere um „Methoden für die Umsetzung einer Waffenruhe“. Die Delegationen seien den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Ausrichtung der Gespräche in der Hauptstadt Abu Dhabi dankbar, schrieb er. Ebenso danke er US-Präsident Donald Trump „für seine Führungsrolle bei den Bemühungen, den Krieg zu beenden“.

Kiew: Abschluss der Verhandlungen von „konstruktiven“ Gesprächen

Kiew sprach nach dem Abschluss der Verhandlungen von „konstruktiven“ Gesprächen. Russland und die Ukraine eigneten sich dabei auf einen neuen Austausch von insgesamt 314 Gefangenen.

Vor anderthalb Wochen hatten Unterhändler Moskaus und Kiews erstmals direkt miteinander über den US-Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen. Beide Seiten sind sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen inzwischen in mehreren Punkten einig. Hauptstreitpunkt bleibt jedoch die Forderung Moskaus nach einem vollständigen Rückzug der Ukraine aus der wichtigen Industrieregion Donbass.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj werden die nächsten Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges wahrscheinlich in den USA stattfinden.

Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, „die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, sodass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

„Es ist wichtig, dass dieser Krieg so endet, dass Russland keinen Lohn für seine Aggression erhält.“

Seit Mittwoch hatten Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten miteinander gesprochen.

Russisches Raketentestgelände beschossen

Der Präsident griff eine Mitteilung seines Generalstabs auf, wonach die Ukraine mit ihrem selbst entwickelten Marschflugkörper Flamingo das Raketentestgelände Kapustin Jar bei Astrachan in Südrussland beschossen habe.

„Unsere Flamingos haben ihre Arbeit getan“, sagte Selenskyj und dankte den beteiligten Soldaten. Von Moskauer Seite gab es dazu keine Angaben. Von Kapustin Jar aus hatte die russische Armee zweimal die zerstörerische neue Mittelstreckenrakete Oreschnik auf die Ukraine abgeschossen. (dpa/afp/red)



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