ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler zeigte sich nach einer fünfstündigen Sitzung am Küniglberg enttäuscht. Die Aufklärung zur Causa „Roland Weißmann“ sei mehr schlecht als recht erfolgt. Brisant: Westenthaler verkündete, dass der Pensionsvertrag für ORF-Manager Pius Strobl ein Fall für das Gericht werde.

Weißmann wurde nicht gehört

Westenthaler sagte, er könne keine Sitzungs-Inhalte mitteilen, er könne lediglich seine Meinung preisgeben. Es habe den Versuch gegeben, den Sachverhalt über den Vorwurf der sexuellen Belästigung einer ORF-Mitarbeitern aufzuklären – dies sei aber nicht gelungen, trotz mehrmaliger Anträge seinerseits den betroffenen und beschuldigten Ex-ORF-Chef Weißmann ins ORF-Zentrum einzuladen und ihn anzuhören, „was in einer Demokratie, in einem Rechtsstaat eigentlich normal ist“. Es wäre aber nur eine Seite gehört worden – und zwar jene Frau, die die Vorwürfe gegen den Ex-Generaldirektor erhoben habe. 

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ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler gab kurz vor der Sitzung des Stifungsrats eine Stellungnahme ab.

Kein Strafbestand der sexuellen Belästigung

Richtiggestellt habe der Stiftungsrat, dass entgegen der ersten Aussendung zur Causa prima es nicht stimme, dass es sich um einen Straftatbestand der sexuellen Belästigung handle. Das wäre explizit ausgeräumt worden. Was es aber gegeben haben soll, seien Übergriffe, die die persönliche Integrität verletzt und das Verhältnis eines Vorgesetzten zu einer Mitarbeiterin belastet habe. 

“Sagenumwobener” Pensionsvertrag

Spannend: Erstmals soll im ORF-Stiftungsrat über den „sagenumwobenen“ Pensionsvertrag des ORF-Managers, der offenbar über das politische Ticket der Grünen am Küniglberg einen Arbeitsplatz bekommen haben soll, ausführlich diskutiert worden sein. Westenthaler bat um Verständnis, hier nicht ins Detail gehen zu können. Eines könne er aber sagen: „Das wird ein Fall für die Gerichte werden“. Strobl gilt ja als bestbezahlter ORF-Mitarbeiter mit einer Jahresgage von einer halben Million Euro. 

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Nach einer fünfstündigen Sitzung stellte sich Peter Westenthaler den Fragen der Journalisten.



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