Etwas Bemerkenswertes passiert gerade (und wieder einmal) im Britischen Parteiensystem.
Am 20. März 2026 hat die Electoral Commission „Restore Britain“ als Partei zugelassen. Sitz der Partei ist Great Yarmouth, der Wahlkreis von Rupert Lowe.
Rupert Lowe ist der Führer von Restore Britain und gleichzeitig Abgeordneter für die Partei im House of Commons.
Rupert Lowe ist eine zu schillernde Figur, als dass man ihn in einem Beitrag abhandeln könnte. Wir kommen in weiteren Beiträgen mit Sicherheit auf den ehemaligen Vorsitzenden von Southampton Football Club zurück, der als erfolgreicher Geschäftsmann sein Scherflein lange im Trockenen hatte, ehe er sich als Kämpfer für den Brexit und Weggefährte von Ben Habib und Richard Tice, die nach der Wahl von 2019 REFORM UK am Leben erhalten haben, einen Namen gemacht hat.
2024 wurde Lowe als Kandidat für Reform UK in Great Yarmouth gewählt. Nach einer heftigen und von Reform UK aus sehr unsauber geführten Auseinandersetzung hat er Reform UK verlassen. Die Partei hat damit ihren AKTIVSTEN und mittlerweile nach Nigel Farage wohl bekanntesten Politiker verloren.
Lowe ist nicht nur der Abgeordnete, der mit Abstand die meisten Anfragen an die Regierung stellt, die meisten Initiativen ankurbelt, eine eigene „Rape Gang Inquiry“ durchgeführt hat, weil die Labour Regierung von Sir Keir Starmer den industriellen sexuellen Missbrauch weißer Kinder durch in der Regel pakistanische Banden aus Angst, die Stimmen dieser Leute zu verlieren, sich aufzuarbeiten weigert und durch die Gründung von Reform Britain zunächst als Bewegung, erhebliche Wellen im politischen Unterbau des Königreichs geschlagen, Wellen, die sich wie folgt dokumentieren:
Die dargestellten Ergebnisse stammen aus einer Umfrage von FindOutNow: 2.948 Briten wurden am 26. März 2026, also sechs Tage nachdem Restore Britain als Partei zugelassen wurde, nach ihrer Wahlabsicht gefragt. 8% derjenigen, die eine Wahlabsicht angegeben haben, votieren bereits für Restore Britain. In all den Jahren, die ich als Politikwissenschaftler tätig bin, habe ich keinen solchen politischen Shooting Star gesehen.
Die Gründe dafür, dass sich mit Restore Britain eine weitere konservative Partei neben den Tories und Reform UK etabliert zu haben scheint, liegen nach meiner Einschätzung vornehmlich in der Person von Rupert Lowe. Lowe ist ein wohltuender Gegensatz zu dem, was man gemeinhin als Politiker vorgesetzt bekommt. Lowe ist ehrlich, aufrichtig und erscheint in jeder Situation glaubwürdig, was im Wesentlichen damit zusammenhängt, dass er gesunden Menschenverstand besitzt und keinerlei ideologische Zugeständnisse macht. Man hat den Eindruck, es bei Lowe mit einem richtigen Menschen zu tun zu haben, ein sehr wohltuender Gegensatz zu verlogenen Sprechpuppen wie dem Prime Liar Keir Starmer. Was Lowe sagt, das steht, wer es hört, der kommt nicht auf den Gedanken, es werde nur gesprochen, um Stimmen zu gewinnen und anschließend etwas anderes als verkündet zu tun.
SciFi-Supt
FINANZKRISE
Selbst wir leben nicht von Luft und Liebe!
Aber nur, weil andere stets Geld von uns wollen…. zunehmend mehr Geld von uns wollen.
So viel, dass ScienceFiles am (finanziellen) Abgrund steht.
Wenn Sie gerne lesen, was Sie bei ScienceFiles lesen und auch weiterhin lesen wollen, was Sie nur bei uns finden, dann müssen Sie uns flüssig halten.
Bei allen Unterstützern bedanken wir uns bereits an dieser Stelle sehr HERZLICH!
Ich wurde heute 100. Male als Rassist und islamophob beschimpft, einfach nur dafür, dass ich die Politik von Restore Britain Halales Schlachten, die Burqa, Sharia Law und Kreuzkusinenehen und vieles mehr zu verbieten, umrissen habe.
Ich will die offizielle Stellungnahme der Partei [zu diesen Anfeindungen] sehr klar machen.
Das ist uns scheißegal.
Hope Not Hate [ein britisches Pendant zur Amadeu-Antonio-Ex-Stasi-Stiftung] hat mich heute als Britanniens als einen der extremsten Parlamentsabgeordneten bezeichnet.
Das ist nicht hinnehmbar.
Ich will den Spitzenplatz.
Die Art und Weise, wie Rupert Lowe die übliche Masche der Linken Brülleria gegen die Schreihälse wendet, von der linken Angewohnheit, alle, denen sie argumentativ nicht das Wasser reichen können, mit aus ihrer Sicht derogativen Begriffen zu belegen, ist – was ihn für viele so attraktiv macht. Man weiß bei Lowe, dass er nicht wankt, dass er bei Druck nicht einknickt, dass er meint, was er sagt und dass man dann, wenn man ihn wählt, sicher sein kann, dass er umsetzt, was er versprochen hat.
Und die Politiken, die Rupert Lowe als Politiken von Restore Britain publik gemacht hat, die vermitteln ausnahmslos den Eindruck einer fundierten Basis in der Realität und – noch überraschender – von wissenschaftlicher Erkenntnis. Aus der Vielzahl von Politiken, die diese Merkmale tragen, haben wir eine ausgewählt, die man wohl als grundlegend für alles, was an Britain „Restored“ werden soll, bezeichnen kann:
A Restore Britain Government would tackle the so-called ‘little’ things – the litter, the graffiti, the fly-tipping, the ‘petty’ crime, the vandalism. The broken windows.
Eine Restore Britain Regierung würde all die sogenannten kleinen Dinge in Angriff nehmen, den Müll, die Grafiti, die illegale Müllentsorgung, die Kleinkriminalität, den Vandalismus. Die eingeworfenen Fenster.
Because if you tolerate small acts of disorder, you invite the larger ones. It is very straightforward. We don’t want any of it. The graffiti, the vandalism, the crime. Look around Britain today and you can see the principle grimly playing out in real time. Litter left on the streets and never cleared, graffiti that remains untouched, petty theft treated as a minor inconvenience. Antisocial behaviour ignored or excused.
Denn wenn man kleine Verstöße gegen die Ordnung toleriert, lädt man größere ein. Es ist sehr einfach. Wir wollen nichts davon: Keine Grafiti, keinen Vandalismus, keine Kriminalität. Schaut man sich im heutigen Britannien um, dann sieht man dieses Prinzip in seiner grausligen Realität in Echtzeit. Müll auf den Straßen, der nie entfernt wird, Grafiti, die niemand beseitigt, Kleinkriminalität, die als kleine Unannehmlichkeit behandelt wird. Antisoziales Verhalten, das ignoriert oder entschuldigt wird.
I am so very bored of it all. Each one, on its own, might seem small. But together, they send a very clear message. We live in a lawless dump. Optional standards, nobody enforces the rules. A low-trust society. And once that message takes hold, the consequences follow.
Von all dem bin ich gelangweilt. Jedes einzelne [Grafiti, Vandalismus…] mag für sich gesehen keine große Sache sein. Aber zusammen senden sie eine klare Nachricht: Wir leben in einem rechtlosen Müllhaufen. Standards sind optional. Niemand setzt die Regeln durch. Eine Gesellschaft mit geringem Vertrauen. Und wenn sich diese Meldung erst einmal verbreitet, sind die Konsequenzen vorprogrammiert.
Because disorder breeds yet more disorder. If people see that rules are not enforced, more people begin to ignore them. What starts as low-level neglect becomes something far more serious. A high-trust society cannot function like this. And I want to live in a high-trust society, I want my grandchildren to grow up in a high-trust society.
Unordnung zieht weitere Unordnung nach sich. Wenn Leute sehen, dass Regeln nicht durchgesetzt werden, ignorieren sie die Regeln. Was als kleine Nachlässigkeit beginnt, wird zu etwas viel Gravierenderem. Eine Gesellschaft, in der Vertrauen herrscht, funktioniert so nicht. Aber ich will eine Gesellschaft voller Vertrauen, ich möchte dass meine Enkel in einer Gesellschaft aufwachsen, in der sich die Bürger gegenseitig vertrauen.
A Restore Britain Government would enforce the basics. Clean streets, zero tolerance for vandalism, real consequences for antisocial behaviour. A visible, consistent presence of policing authority. And yes, we will obviously acknowledge and reverse the role of mass immigration from certain countries has contributed to this decline. Import the third world, become the third world.
Eine Restore Britain Regierung wird die Grundlagen durchsetzen: Saubere Straßen, keinerlei Toleranz für Vandalismus, reale Konsequenzen für antisoziales Verhalten, eine sichtbare und konsistente Polizei Präsenz. Und, ja, wir werden anerkennen, dass Zuwanderung aus bestimmten Ländern zu diesem sichtbaren Niedergang beigetragen hat und deren Einfluss revidieren. Wer die Dritte Welt importiert, wird zur Dritten Welt.
Our town centres don’t have to be crime-ridden hellholes, our countryside doesn’t have to be plastered in litter, our transport network doesn’t have to be painted over with vile graffiti.
Unsere Stadtzentren müssen keine von Kriminalität beherrschten Dreckslöcher sein. Unsere ländlichen Gegenden nicht mit Abfall zugekleistert sein, unsere öffentlichen Verkehrsmittel nicht mit ekelhafter Grafiti verschmiert sein.
Iconic für die Zustände in Birmingham
This is all a choice. It’s a choice to live like this. I don’t want to live in a filth-pit where basic standards are trampled over. Our political party would restore Britain’s high-trust society. If you want that, vote for it. There’s now an option. Restore Britain.
Das ist alles gewählt. Wir haben gewählt, so zu leben. Ich will nicht in einem Dreckloch leben, in dem grundlegende Standards mit Füßen getreten werden.
Unsere Partei wird Britannien (wieder) zu einer Gesellschaft machen, in der Vertrauen herrscht. Wenn Sie das auch wollen, wählen Sie uns. Es gibt nun eine Option: Restore Britain.
Was Lowe hier in der ihm eigenen deutlichen Art vorbringt, hat seine Basis im Broken Windows Approach, den wir schon des öfteren auf ScienceFiles besprochen haben, hat indes nicht nur eine Verankerung in (theoretischer) Wissenschaft, sondern auch eine empirische Umsetzung und Erfolgsgeschichte:
Als Rudy Giuliani als Bürgermeister von New York in den 1990er Jahren das Kunststück geschafft hat, die Kriminalität in der Hauptstadt aller Kriminellen zu verringern, hat er dies unter explizitem Rückgriff auf ein Konzept getan, das James Q. Wilson und George L. Kelling entwickelt und als Broken Windows Approach bezeichnet haben.
Die Idee von Wilson und Kelling greift auf Ergebnisse der Umweltpsychologie, Sozialpsychologie und der Rational Choice Theorie zurück. Im Groben kann man sie so zusammenfassen, dass Kriminelle sich vor allem in Gegenden wohl fühlen, in denen sie Anzeichen dafür finden, dass die Durchsetzung von Recht und Gesetz eher lax, wenn überhaupt erfolgt. Eine heruntergekommene Nachbarschaft, zerschlagene Fensterscheiben, dreckige Gehsteige, Menschen, die über die Wege huschen, um so schnell wie möglich aus dem öffentlichen Raum zu kommen, das alles sind für Wilson und Kelling Indizien für eine „run down neighborhood“, in der sich Kriminelle wohlfühlen. Denn Kriminelle sind auch nur Menschen, die die sie umgebende Welt lesen, wie wir alle das tun. Anzeichen dafür, dass die Polizei ihre Arbeit nicht macht, Strafverfolgung mehr auf dem Papier als in der Praxis zu finden ist und dafür, dass die Kosten, die mit Straftaten verbunden sind, gering sind, weil Gesetze nicht durchgesetzt werden und das Risiko, für eine Straftat zur Rechenschaft gezogen zu werden, gering ist, werten sie als Ermutigung, um ungestört ihrem „Handwerk“ nachzugehen.
Guiliani hat vor diesem Hintergrund einen Ansatz der harten Hand verfolgt; auch Kleinkriminalität konsequent verfolgt, Wohnviertel aufgewertet und aufgeräumt und die Orte, an denen sich Kriminelle einnisten können, systematisch verringert.
Lowe will diesen alten Ansatz für das UK aufgreifen und angesichts der lange (Erfolgs-)Geschichte, auf die der Broken Windows Approach zurückblicken kann, muss man zu dem Schluss kommen, dass alle, die geschehen lassen, was Innenstädte in Drecklöcher verwandelt und den Lebenswert westlicher Gesellschaften zur Ramschware macht, es mit ABSICHT geschehen lassen.
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