Die Verlierer-Ampel führt ab April 2026 eine neue Spritpreisbremse ein, mit der Autofahrer um rund zehn Cent pro Liter entlastet werden sollen. Da die Verbraucher am Ende davon kaum profitieren, ist der Frust groß. Am gestrigen Mittwoch hat das Parlament die Maßnahmen beschlossen.

Mini-Entlastung bringt nur wenige Euro Ersparnis

Von zehn Cent entfallen etwa fünf Cent auf eine vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer bei Benzin und Diesel, weitere fünf Cent auf die Begrenzung der Gewinnmargen entlang der Wertschöpfungskette, um sogenannte „Krisengewinne“ zu vermeiden. Bei einem typischen Tankvorgang von 50 Litern ergibt sich damit eine Ersparnis von gerade einmal fünf Euro.

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Autofahren bleibt teuer

Pendler, aber auch Haushalte im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen sind, beklagen, dass Autofahren trotz der Bremse weiterhin teuer bleibt und sich daheim kaum eine spürbare Entlastung einstellt. Kein Wunder also, dass große Teile der Bevölkerung die Maßnahme als symbolisch und politisch inszeniert wahrnehmen. Das zeigen auch die Reaktionen im Netz: ÖVP-Kanzler Chrsitian Stocker meldete sich auf Facebook zu Wort: „Wir setzen damit ein klares Zeichen: Wir stehen auf der Seite jener, die auf ihr Auto angewiesen sind und jetzt Unterstützung brauchen“, verkündete er dort. Und weiter:

Klar ist, dass die Preise weiterhin extrem volatil bleiben, solange der Krieg im Nahen Osten nicht endet. Klar ist aber auch, dass wir die Menschen in Österreich mit dieser Herausforderung nicht alleine lassen und als Staat nicht der Gewinner dieser Krise sein werden und wollen. Oberste Priorität ist und bleibt den Schaden für Österreich so gering wie möglich zu halten und unser Land sicher durch diese herausfordernden Zeiten zu lenken.

Wie fühlt man sich, wenn man das eigene Volk so extrem ausnimmt?

Die Reaktionen waren eindeutig, über eintausend Menschen zeigten sich über Stockers Wortmeldung empört. Hier einige Beispiele (Rechtschreibung im Original):

Geisteskrank was hier passiert in diesem Land. Das schafft wirklich nur Österreich. Posts über posts abzusetzen wie toll man ist, das man es schafft 5 cent pro Liter (bis zu 10 Cent pro Liter könnten es werden) (…) Wie kann ich dann hergehen mir einen darauf runterholen, mich darstellen wie der Endgegner wenn de facto nichts aber auch gar nix sich dadurch ändert.

Ich sehe einfach keine Bremse…

10 Cent pro Liter billiger ergibt bei 50 Liter eine Ersparnis von 5 Euro. Wenn ich für 50 Liter über 100.- Euro zahlen muss, dann sind mir die 5.- Euro Ersparnis auch schon wurscht. Das Ganze ist doch nur eine Augenauswischerei. Hättet Ihr Euch sparen können….

Wie fühlt man sich wenn man das eigene Volk so extrem ausnimmt?

Das ist eine verarsche jetzt haben wir schon eine Viererkette Koalition!!! Alle gegen Kickl ist die alte und neue Politik! Traurig, traurig! Diese Regierung!

Wann haben Sie das letzte Mal eine Tankfüllung selbst bezahlt? Einfach nur lächerlich!

also dass sie sich noch im spiegel anschauen können….

Das ist keine Bremse, bestenfalls ein kaum spürbares Bremserl!! Haltet ihr eigentlich alle für blöd????

Schleichts eich mehr kann man nicht sagen!! Diese Regierung spuckt dem eigenen Volk täglich ins Gesicht und lässt sich noch feiern 

Sollte eine Regierung nicht eigentlich für das eigene Volk arbeiten? Ich frage für einen Freund

Wenn man im Wörterbuch das Wort versagen sucht, findet man ein Foto von ihnen Herr Stocker!!! Ist Ihnen das eigentlich nicht peinlich???

FPÖ-Konzept soll echte Entlastung bringen

Die Ampel-Regierung betont, die Spritpreisbremse verhindere übermäßige Profitsteigerungen bei Energiekonzernen und sorge für eine kürzere Übertragung der Kosten an die Verbraucher. Gleichzeitig behauptet die Regierung, dass die Maßnahme in den gesamtwirtschaftlichen Rahmen der Haushalts‑ und Steuerpolitik eingebettet sei und nicht als Dauerlösung gedacht werde. Die FPÖ kritisiert die Bremse scharf und spricht von einer „Nullnummer“. Die Freiheitlichen fordern, wie berichtet, unter anderem die Abschaffung der CO₂‑Steuer und deutlich stärkere Steuersenkungen, um die Belastung für Haushalte und Unternehmen spürbar zu entlasten.

Teure Spritpreise heizen Inflation an

Die explodierten Spritpreise sorgen aber auch noch für ganz andere Probleme: Viele Menschen fürchten steigende Lebenshaltungskosten, geringere Kaufkraft und die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten. Statt langfristige Antworten auf die Probleme der Energieversorgung, Mobilität und den sozialen Frieden, kommen von der Einheitspartei nur Diskussionen über kurzfristige Preisdeckel.



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