Mehr als eine halbe Million Euro haben die Österreicher dafür blechen müssen, um einen 57-Minuten-Film mit dem Titel „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef Andreas Babler zu ermöglichen. Ein Skandal der Sonderklasse, aber die Mainstream-Medien gehen einfach zur Tagesordnung über und tun so, als ob es das gar nicht gegeben hätte.
Missverhältnis bringt Menschen auf die Palme
Was wäre los gewesen, hätte zum Beispiel FPÖ-Chef Herbert Kickl einen Dokumentarfilm über seinen Nationalratswahlkampf gedreht und diesen von den Steuerzahlern finanzieren lassen? Gar nicht auszudenken, welchen Aufschrei es von der sonst so empörungsfreudigen Medien- und Journalistenblase gegeben hätte, findet auch exxpress-Chefredakteurin Laura Sachslehner. Der Unternehmer Stephan Zöchling kritisierte auf Instagram, dass die Verlierer-Ampel stets davon rede, dass kein Geld im System sei. Andererseits würden 550.000 Euro für ein Werbevideo für Babler ausgegeben. „Genau dieses Missverhältnis bringt Menschen zurecht auf die Palme“, sagte Zöchling.
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Steuergeld für Pornofilm
Tatsächlich können die Menschen diese Diskrepanz nicht mehr nachvollziehen. Neben der Filmförderung für die „Wahlkampf“-Dokumentation, die noch unter dem damaligen grünen Minister Werner Kogler erfolgte, sorgte das Ressort von Vizekanzler Babler selbst erst kürzlich mit einer Kulturförderung für Aufsehen, als für einen Pornofilm Steuergeld verprasst wurde. Unzensuriert berichtete.
Hüter von Moral und Anstand schweigen
Überraschend ist das Schweigen all jener selbst ernannten Hüter von Moral und Anstand, die mit jedem politisch Andersdenkenden besonders hart ins Gericht gehen, stellte Sachslehner zurecht fest. Schließlich wäre die Filmförderung für Babler ein Umgang mit Steuergeld, der sich schlicht nicht rechtfertigen lasse.
Umso unverständlicher ist es daher, dass eine Partei und eine Politik, die den Griff in den Topf der Steuerzahler als pure Selbstverständlichkeit begreifen, von den System-Medien nahezu umkommentiert bleibt.