In Kürze:

  • Die USA kündigen eine längere Militäroperation gegen die iranische Infrastruktur an
  • Vier US-Soldaten wurden seit Beginn der Gefechte getötet
  • Trump schließt Bodentruppen nicht aus
  • Golfstaaten zeigen wachsendes Interesse an Beteiligung

 

In einer Pressekonferenz am Montag erklärte US-Kriegsminister Pete Hegseth, die Militäroperation im Iran werde nicht zu einem „endlosen Krieg“ führen. Er räumte zwar ein, dass die Offensive länger dauern werde als der Schlag gegen die Atomanlagen vom Juni des Vorjahres. Das Ziel sei es, Teherans Raketenarsenal, Marine und weitere Sicherheitsinfrastruktur zu zerstören, so der Minister:

„Das ist nicht der Irak. Das ist nicht endlos.“

Die USA bringen weitere Soldaten in die Region

Der Chef des US-amerikanischen Vereinigten Generalstabs, General Dan Caine, ergriff ebenfalls am dritten Tag der gemeinsamen Militäroperation Israels und der USA das Wort. Es werde „keine Operation über Nacht“ sein, äußerte er und verwies darauf, dass Kuwaits Luftabwehr während eines iranischen Angriffs irrtümlich drei US-amerikanische F-15E-Kampfjets abgeschossen hat.

Alle sechs Besatzungsmitglieder hätten sich jedoch rechtzeitig retten und mit dem Fallschirm abspringen können, hieß es aus dem U.S. Central Command (CENTCOM). Sie seien in einem stabilen Zustand. Caine betonte gegenüber Reportern:

„Die militärischen Ziele, die CENTCOM und der Joint Force gesetzt wurden, brauchen einige Zeit zur Umsetzung. In einigen Fällen wird es eine schwierige und harte Arbeit.“

Die USA hätten noch weitere Truppen und Gerätschaften in den Mittleren Osten entsandt. Bereits in den Wochen zuvor hatte das Weiße Haus ein massives militärisches Aufgebot in der Golfregion stationiert. Die USA hatten am dritten Tag der Operation einen vierten Todesfall unter ihren Soldaten zu verzeichnen. Der Betroffene wurde im Zuge der ersten iranischen Gegenschlagswelle verletzt und starb an den Folgen. Sein Name wurde noch nicht bekannt gegeben.

Trump: Operation im Iran „dem Zeitplan sogar ein wenig voraus“

US-Präsident Donald Trump erklärte außerdem, er wolle nicht – wie jeder Präsident – versprechen, dass es keine Bodentruppen geben werde. Gegenüber der „New York Post“ äußerte er:

„Ich sage lieber, wir werden sie ‚vielleicht nicht brauchen‘, oder ‚nur dann, wenn sie notwendig sind‘.“

Trump erklärte, die größte Angriffswelle im Iran werde erst noch kommen. Man habe, so sagte er gegenüber CNN, „bisher noch nicht einmal hart zugeschlagen“. Er sei jedoch zuversichtlich, die Operation zeitnah beenden zu können:

„Ich will nicht, dass das zu lange dauert. Ich ging eigentlich von etwa vier Wochen aus. Und wir sind dem Zeitplan sogar ein wenig voraus.“

Was Trump zuversichtlich stimme, sei, dass es bereits jetzt gelungen sei, 49 Personen aus der Führungsclique des iranischen Regimes zu eliminieren. Der US-Präsident gab gegenüber „Fox News“ zu bedenken, dass man deutlich länger als vier Wochen gebraucht hätte, wäre es ihnen gelungen, unterzutauchen. Gleichzeitig unternehmen die USA „Schritte außerhalb des militärischen Bereiches“, um dem iranischen Volk zu helfen.

Netanjahu: Volk im Iran kann „bald das Joch der Tyrannei abschütteln“

Der US-Präsident äußerte auch, er sei überrascht vom Interesse der arabischen Golfstaaten, in die Operation einzusteigen. Das sei für ihn die „größte Überraschung“. Die Angriffe des Iran hätten ein Umdenken bewirkt:

„Sie wollen jetzt kämpfen. Und sie kämpfen aggressiv. Sie wollten eigentlich kaum verwickelt werden, und jetzt bestehen sie darauf, involviert zu sein.“

Trump erklärte, er wisse nicht, wer eigentlich jetzt im Iran das Sagen habe. „Vielleicht haben sie Glück und finden einen, der weiß, was zu tun ist.“

Nach der Ausschaltung eines großen Teils der vom Iran vorgesehenen Nachfolgekette und dem Scheitern von Notlösungen hat der Iran den früheren Atom-Unterhändler Ali Laridschani zum Krisenmanager ernannt.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat unterdessen erklärt, das iranische Volk werde bald das Regime stürzen können. In Bet Schemesch, wo eine iranische Rakete eingeschlagen war, besuchte er die Betroffene zusammen mit Oppositionsführer Jair Lapid und dem früheren Premier Naftali Bennett. Während des Besuches sagte er:

„Der Tag ist nahe, dass das iranische Volk in der Lage sein wird, das Joch der Tyrannei abzuschütteln. Das ist ein Kampf für die Menschlichkeit.“

Israel hofft auf baldige Wiederöffnung des Luftraums

Die Regierung in Katar hat unterdessen verlautbart, ihre Luftwaffe habe zwei iranisch-russische Sukhoi Su-24-Bomber abgeschossen, die von der iranischen Armee verwendet würden. Außerdem habe man sieben ballistische Raketen und fünf Drohnen aus dem Iran abgefangen.

Israels Transportminister Miri Regev äußerte sich zuversichtlich, dass ab nächster Woche der Luftraum des Landes schrittweise wieder geöffnet werden könne. Er habe den Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Shmuel Zakay, angewiesen, sich mit israelischen Fluggesellschaften zu treffen. Diese sollen einen Plan dazu erarbeiten – „natürlich alles im Einklang mit den Sicherheitsentwicklungen“.

 

 

 



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