Tesla stellt seine größeren Elektroauto-Modelle S und X im kalifornischen Stammwerk Fremont ein, um Kapazitäten für die Roboter-Produktion freizumachen.

Besitzer der Wagen würden über die Lebenszeit der Fahrzeuge weiterhin technische Unterstützung bekommen, versicherte Tesla-Chef Elon Musk in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Produktion der beiden Modelle solle im kommenden Quartal auslaufen.

Optimus-Roboter und Cybercab

Das 2012 eingeführte Model S war das erste komplett im eigenen Haus entwickelte Fahrzeug von Tesla. Es begründete den Ruf der Firma als Hersteller von Elektroautos, die mit guter Reichweite, Geschwindigkeit und attraktivem Design gegen die damals auf dem Markt dominierenden Wagen mit Verbrennungsmotoren bestehen konnten.

Das Model X mit den markanten Flügeltüren folgte 2015. Inzwischen machen die neueren Fahrzeuge Model 3 und Model Y den Großteil des Tesla-Geschäfts aus: Im vergangenen Jahr entfielen auf sie fast 97 Prozent der Auslieferungen.

Auf den bisherigen Produktionslinien für Model S und X sollen künftig die humanoiden Roboter von Tesla mit dem Namen Optimus gebaut werden. Musk hatte jüngst in Aussicht gestellt, sie bis Ende 2027 in den öffentlichen Verkauf bringen zu wollen.

Weniger als erwartet: Gewinn liegt bei 840 Millionen Euro

Der Gewinn ist im vierten Quartal um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Der Konzern erzielte zwischen Oktober und Dezember unter dem Strich 840 Millionen Dollar (rund 704 Millionen Euro). Das war weniger als von Experten erwartet. Der Umsatz sank um 3,1 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar.

Die Erlöse fielen 2025 angesichts gesunkener Auslieferungen um rund drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn brach um 46 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Dollar ein.

2025 ging der Absatz des US-Elektroautobauers um neun Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zurück, im vierten Quartal lieferte der Hersteller 418.227 Fahrzeuge aus. Für das laufende Jahr gab der Hersteller keine Prognose ab.

Neben den sinkenden Verkaufszahlen machte Tesla eine Reihe weiterer Faktoren für das Geschäftsergebnis verantwortlich. Dazu zählen unter anderem höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz und die Belastung durch die hohen Importzölle von US-Präsident Donald Trump.

Selbstfahrende Autos

Tesla kündigte gleichzeitig eine Investition von zwei Milliarden Dollar in Musks KI-Unternehmen xAI an. Hintergrund ist der Trend zu selbstfahrenden Autos.

Das Unternehmen will in diesem Jahr auch die Produktion selbstfahrender Robotaxi-Fahrzeuge – ohne Lenkrad und Pedale – mit dem Namen Cybercab starten. Musk sagte, dass man in der Zukunft viel mehr dieser Wagen als aller anderen Modelle bauen werde. Auch den Elektro-Pickup Cybertruck wolle man zu einem autonom fahrenden Wagen machen.

Laut Musk testet Tesla seinen Robotaxi-Dienst aktuell mit rund 500 Fahrzeugen des Kompakt-SUV Model Y in Austin und im Bundesstaat Kalifornien. (afp/dpa/ks)



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