Zu einer Großdemonstration gegen die iranische Regierung sind am Samstag 80.000 Menschen auf die Münchner Theresienwiese gekommen. Es gebe einen anhaltend starken Zulauf zu der Veranstaltung, sagte ein Polizeisprecher. Es laufe alles völlig friedlich und ohne Störungen ab.

Die Organisatoren des Vereins The Munich Circle rechnen mit bis zu 100.000 Teilnehmern – aus ganz Europa sind Menschen angereist. Unter dem Motto „Menschenrechte und Freiheit für Iran – Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ soll die Kundgebung die größte Iran-Demo Europas seit den jüngsten Unruhen werden.

Noch offen ist, ob der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, bei der Kundgebung sprechen wird.

Alle aktuellen Ereignisse und Eindrücke live aus München – im Ticker:

 

Protestteilnehmer: Damit ihr Tod nicht umsonst ist

Nima, 25 Jahre alt aus Teheran nahm am 14. Februar, an der Groß-Demo in München teil.

Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

Nima, 25 Jahre alt aus Teheran ist „nicht optimistisch“, dass das Regime zusammenbricht. Er lebt seit zwei Jahren in Straßburg als Student und ist nach München gereist, um bei der Demo auf der Theresienwiese Solidarität mit den Menschen im Iran zu zeigen, erzählte er der Epoch Times.

Zwei seiner Freunde in seinem Alter seien bei den jüngsten Demos in Teheran ums Leben gekommen, wie ihn seine Eltern am Telefon mitteilten. Auch für sie ist er heute nach München gefahren. Damit ihr Tod nicht „umsonst“ sei.

Menschen strömen auf die Theresienwiese – Bilder der Groß-Demo

Zum Start der Demonstration am Samstag um 12 Uhr füllt sich die Theresienwiese.

Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

Das „Löwen und Sonne“-Emblem war bis zur Islamischen Revolution 1979 Bestandteil der iranischen Nationalflagge.

Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

Demonstranten auf der Theresienwiese.

Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

Zum Beginn der Demo um 12 Uhr füllt sich die Theresienwiese mit einem Meer aus Iran‑Flaggen, überwiegend mit dem historischen „Löwe und Sonne“-Emblem. Dieses Symbol war bis zur Islamischen Revolution 1979 auf der iranischen Nationalflagge und steht für jahrhundertealte persische Traditionen. Vereinzelt wehen Flaggen Israels und der USA.

Pahlavi bei Pressekonferenz: „Das Regime in Teherean steht am Anfang vom Ende“

Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, zeigte sich vor der Presse überzeugt, dass er als Mediator eine „neutrale Position“ für alle Iraner einnimmt. Er lobte Trump dafür, dass dieser Hilfe angekündigt hat. Im Iran gebe es immer noch Demonstrationen. Sein Appell an die Teilnehmer der MSC lautete: „Seien Sie auf einen demokratischen Transformationsprozess vorbereitet. Das Regime in Teheran steht am Anfang vom Ende.“ Zum Abschluss seiner Rede bat Pahlavi, in Anlehnung an Kennedys „Ich bin ein Berliner“, in Solidarität mit dem iranischen Volk „Mana Irania“ – „Ich bin ein Iraner“ – zu sagen.

Schah-Sohn Pahlavi will den Iran nicht regieren

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, strebt im Falle eines erfolgreichen Regierungswechsels im Iran keine Führungsrolle an. Pahlavi rief alle Oppositionellen im Iran und Gegner der amtierenden Regierung dazu auf, für den Regierungswechsel zusammenzustehen: „Wenn man die Zukunft des Iran betrachtet, können wir heute alle Verbündete für ein gemeinsames Ziel sein, nämlich die Befreiung und die säkulare Demokratie als Alternative zu dieser diktatorischen Herrschaft. Ich denke, wir sitzen alle im selben Boot.“ Dies bedeute nicht, dass künftig alle die gleichen Meinungen vertreten oder die gleichen Politiker wählen müssten.

Nach der Niederschlagung der Proteste gebe es für die Menschen im Iran kein zurück zum Alltag: „Es fließt zu viel Blut zwischen uns und diesem Regime.“

Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident Donald Trump hält einen Machtwechsel im Iran für wünschenswert. Auf eine entsprechende Frage eines Reporters sagte er nach dem Besuch eines US-Militärstützpunktes im Bundesstaat North Carolina: „Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte“.

Solidarität mit Protesten in Iran: Brandenburger Tor in Berlin wird angestrahlt

Das Brandenburger Tor in Berlin wird am Freitag aus Solidarität mit den im Iran gegen ihre Regierung protestierenden Menschen angestrahlt.

Nach Senatsangaben soll das Wahrzeichen ab Sonnenuntergang mit der Solidaritätsbotschaft „Freiheit für Iran – Freedom for Iran – Woman Life Freedom“ angestrahlt werden. Die Botschaft richte sich „an die Menschen im Iran“, hieß es weiter. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erklärte, die Hauptstadt gedenke „der Opfer des Mullah-Regimes mit Respekt und Anteilnahme“.

Iran-Protest: „Nein zum Mullah-Regime, nein zum Schah“

Während auf der Münchener Sicherheitskonferenz über Krieg und Frieden debattiert wird, fordern hunderte Iraner am Freitag, 13. Februar, auf dem Odeonsplatz in München den Sturz des Mullah-Regimes.

(Mit Material von Nachrichtenagenturen)



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