Nach einer technischen Panne und einem Flugzeugwechsel ist US-Präsident Donald Trump verspätet in der Schweiz gelandet. Seine Rede sprach viele aktuelle Themen an.
Um über das weitere Vorgehen zu angedrohten US-Zöllen, Grönland und dem „Friedensrat“ zu beraten, treffen sich morgen die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem eilig einberufenen Sondergipfel in Brüssel.
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Dänemark baut Militärpräsenz auf Grönland aus
„Zum ersten Mal wurden Spezialisten des Jaegerkorpset in den rauesten Gebieten Grönlands an der Küste von Blosseville stationiert“, sagte das dänische Arktiskommando am Mittwoch unter Verweis auf eine Spezialeinheit des dänischen Heeres. Ziel des Einsatzes sei „die Stärkung der Präsenz in der Arktis“.
Zudem habe sich die dänische Fregatte „Peter Willemoes“ dem Manöver „Arctic Endurance“ angeschlossen, das in der vergangenen Woche in Grönland begonnen hatte.
Kein Treffen zwischen Merz und Trump in Davos
Bundeskanzler Friedrich Merz wird in Davos nicht mit US-Präsident Donald Trump zusammenkommen. „Nach der verspäteten Ankunft des US-Präsidenten in Davos steht ein Treffen nicht mehr im Programm“, sagte ein Regierungssprecher.
Nach Angaben seiner Sprecherin wollte Trump heute noch die Staats- und Regierungschefs von Polen, Belgien und Ägypten treffen. Um welche Themen es dabei gehen sollte, wurde nicht bekannt.

US-Präsident Donald Trump (r) spricht mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte während eines bilateralen Treffens am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos am 21. Januar 2026.
Foto: Mandel Ngan/AFP via Getty Images
Dänemark sieht „positives Zeichen“
Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, bei der Übernahme Grönlands keine militärische Gewalt anzuwenden, als „positives Zeichen“ bezeichnet.
Gleichwohl betonte Rasmussen in Davos vor Journalisten, dass Trump nicht von seiner Absicht abgerückt sei, das zu Dänemark gehörende Gebiet einzunehmen. „Nach dieser Rede ist ganz klar, dass die Ambitionen des Präsidenten unverändert bestehen bleiben.“
Die grönländische Regierung stellte indes eine Broschüre vor, die der Bevölkerung Ratschläge für den Fall einer „Krise“ gibt. Das Dokument sei „eine Sicherheitsvorkehrung“ sagte Grönlands Selbstversorgungsminister Peter Borg auf einer Pressekonferenz in Nuuk nach Trumps Rede. „Wir gehen nicht davon aus, dass wir davon Gebrauch machen müssen“, betonte er.
Merz spricht am Donnerstag
Bundeskanzler Friedrich Merz hält am Donnerstag um 9:30 Uhr eine Rede in Davos. Es gehe darum, „Brücken zu unseren internationalen Partnern zu bauen“, sagte ein Regierungssprecher über den Besuch des Kanzlers in Davos.
Merz will demnach zudem Gespräche mit Unternehmern und Investoren führen, um „für den Wirtschaftsstandort und insbesondere für Investitionen in Deutschland zu werben“.
Im Anschluss reist der Kanzler nach Brüssel weiter, wo wegen des Streits mit der US-Regierung um Grönland am Abend ein EU-Sondergipfel stattfindet.
Podiumsgespräch mit Trump
US-Präsident Donald Trump plant, sich mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Davos zu treffen.
Zunächst sprach er von einem Treffen am heutigen Mittwoch und korrigierte die Aussage später vor Journalisten. Er erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden. Das berichtete der US-Fernsehsender CNN.
US-Präsident Donald Trump sieht Europa auf dem falschen Weg. Der Kontinent bewege „sich nicht in die richtige Richtung“, sagte er in seiner Rede. Für die Lage machte er unter anderem „unkontrollierte Massenmigration und endlose Importe aus dem Ausland“ verantwortlich.
Er hat „sofortige Verhandlungen“ zur angestrebten Übernahme Grönlands angekündigt. Dies bedeute „keine Bedrohung der NATO“, sagte Trump. Er bezweifelte, ob die NATO auch für die USA da sein würde, wenn das Land bedroht wird. Militärische Gewalt zur Übernahme Grönlands schloss er aus.
Die auf Grönland vorhandenen Rohstoffe seien nicht der Grund, im Grunde handele es sich nur „um einen großen Block Eis“. Dänemark habe 2019 versprochen, über 200 Milliarden Dollar in die Sicherheit Grönlands zu investieren, aber dann seien es weniger als ein Prozent davon gewesen.

US-Präsident Donald Trump während seiner Rede am 21. Januar 2026 in Davos.
Foto: Mandel Ngan/AFP via Getty Images
Trump bescheinigte Europa zudem einen „katastrophalen Zusammenbruch“ der Energieversorgung. Dafür machte er den Ausbau der Windkraft und anderer grüner Energieträger verantwortlich.
Deutschland etwa produziere dadurch deutlich weniger Strom als noch 2017, und die Energiepreise seien massiv gestiegen, sagte Trump weiter. Das sei allerdings „nicht die Schuld des derzeitigen Kanzlers“ Friedrich Merz, sagte Trump. „Er löst das Problem.“ Der Klimaschutz sei der „größte Betrug der Geschichte“, so der US-Präsident.
Die USA seien das „angesagteste“ Land der Welt, sagte er. „Wenn Amerika boomt, boomt die ganze Welt. Das war schon immer so. Wenn es schlecht läuft, läuft es schlecht, für alle“, sagte er.
„Friedensrat“ soll morgen gegründet werden
Israel und Ägypten kündigten ihren Beitritt zu dem für die Beilegung internationaler Konflikte gedachten Gremium an. Norwegen und Frankreich lehnten einen Beitritt ab. Mittlerweile haben sich zehn Staaten bereit erklärt, dem von Trump persönlich geleiteten „Friedensrat“ beizutreten.
Somit wäre die zur Gründung erforderliche Mindestzahl erreicht, die laut der von den USA entworfenen Charta vorgesehen ist. Argentinien, Kasachstan, Aserbaidschan, Marokko, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Armenien, der Kosovo und Ungarn drückten ebenfalls ihren Willen zum Beitritt aus.
Am Donnerstagvormittag soll das Gründungsdokument nach US-Plänen in Trumps Anwesenheit am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos unterzeichnet werden.
Deutschland wurde zu einer Mitarbeit eingeladen, die Bundesregierung reagierte zurückhaltend. Nach Angaben eines Regierungssprechers in Berlin wird Bundeskanzler Friedrich Merz nicht an der geplanten Unterzeichnungszeremonie teilnehmen.
Bislang haben etwa 35 der rund 50 eingeladenen Staats- und Regierungschefs ihren Beitritt zugesagt, wie ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses Journalisten sagte.
Zahlreiche Regierungen meldeten ihrerseits den Erhalt einer Einladung, darunter Albanien, Brasilien, Finnland, Griechenland, Indien, Italien, Jordanien, Polen, Schweden, Slowenien, Südkorea, die Türkei, die Ukraine und Russland.
China und Kanada äußerten sich zurückhaltend. Aus Peking hieß es, die Einladung sei eingegangen, China werde aber „das internationale System rund um die Vereinten Nationen entschlossen verteidigen“.
Trump in Davos eingetroffen
US-Präsident Donald Trump ist nun in Davos eingetroffen. Ein US-Militärhubschrauber brachte den Präsidenten in den Schweizer Skiort, nachdem er zuvor wegen eines Defekts an der Präsidentenmaschine mit mehrstündiger Verspätung in Zürich gelandet war.

US-Präsident Donald Trump steigt aus dem Hubschrauber „Marine One“ an der Landezone in Davos aus, um an der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums am 21. Januar 2026 teilzunehmen.
Foto: Ina Fassbender/AFP via Getty Images
Trump und Merz „regelmäßig im Austausch“
Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump sind laut Bundesregierung „regelmäßig im Austausch“ – und das womöglich häufiger als bisher bekannt.
„Nicht immer wurde darüber im Nachgang berichtet“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Ob der Kanzler auch die Möglichkeit hat, direkt Nachrichten auf Trumps Handy zu schicken, ließ er offen.
Wenn der deutsche Bundeskanzler dem US-Präsidenten etwas mitzuteilen habe, gebe es „Mittel und Wege“, sagte Meyer, Details wolle er auch aus „Sicherheitsgründen“ nicht nennen.
US-Präsident Donald Trump in der Schweiz gelandet
Nach einer technischen Panne und einem Flugzeugwechsel ist US-Präsident Donald Trump in der Schweiz gelandet. Dort will er am Nachmittag auf dem Weltwirtschaftsforum eine Rede halten. Es ist das erste Mal seit 2020, dass Trump an der WEF-Jahrestagung persönlich teilnimmt.
Ein „kleines“ elektronisches Problem zwang die Air Force One nach Angaben des Weißen Hauses zur Umkehr. Gegen 12:40 Uhr landete der US-Präsident schließlich mit rund zweistündiger Verspätung in Zürich, von wo aus er dann per Hubschrauber weiter nach Davos fliegen sollte.
Trumps Rede, die ursprünglich für 14.30 Uhr geplant war, wird vor dem Hintergrund der Grönland-Krise viel Aufmerksamkeit zuteil. Trump will zudem mehrere Staats- und Regierungschefs treffen, um über Grönland zu sprechen. Details waren zunächst nicht bekannt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angekündigt, sich um ein Treffen mit Trump bemühen zu wollen. Die USA sind in diesem Jahr mit einer ungewöhnlich großen Delegation in Davos vertreten.
Vor seiner Abreise erklärte Trump, er habe „keine Ahnung“, wie sein Besuch in Davos verlaufen werde. Mit Blick auf die Europäer sagte er: „Ich glaube nicht, dass sie sich allzusehr dagegen wehren werden.“ Sollten die Gespräche in Davos ergebnislos bleiben, werden die Europäer in Brüssel zeigen müssen, wie entschlossen sie sind, dem US-Präsidenten die Stirn zu bieten.
Wohl kein Treffen zwischen Merz und Trump in Davos
Ein von Bundeskanzler Friedrich Merz erhofftes Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos kommt voraussichtlich nicht zustande. Grund dafür sei die „verspätete Ankunft des US-Präsidenten“, hieß es aus deutschen Regierungskreisen.
Bei all der Aufregung um den US-Präsidenten ist das Thema, das in diesem Jahr das Davos-Treffen prägen sollte, komplett untergegangen. Von einem erwarteten Abkommen für einen Wiederaufbau der Ukraine nach einem Waffenstillstand ist nicht mehr die Rede.
Kanada: Mit am Tisch sitzen
In Davos fragen sich viele, ob Trump sich weiterhin angriffslustig zeigen oder versöhnlichere Töne anschlagen wird.
Der kanadische Präsident Mark Carney, zeigte sich skeptisch. „Die mittelgroßen Mächte sollten zusammen handeln. Wenn wir nicht am Tisch sitzen, dann stehen wir auf der Speisekarte“, sagte er am 20. Januar in Davos.
Baerbock sieht Angriff auf die UN
Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, macht sich Sorgen um die Zukunft der Vereinten Nationen. „Die UN steht nicht nur unter Druck, sondern wird regelrecht angegriffen“, sagte die frühere deutsche Außenministerin beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Seit Jahresbeginn werde immer klarer, dass nicht mehr alle Mitglieder „an einem Strang ziehen“. US-Präsident Donald Trump hatte die UN zuletzt mehrfach als dysfunktional kritisiert, sie nutzten ihr Potenzial nicht aus und seien „nicht sehr hilfreich“.
Dabei sei die UN-Charta „die gemeinsame Lebensversicherung der Welt“, betonte Baerbock.
BDI-Präsident: Zollandrohungen unangemessen
BDI-Präsident Peter Leibinger nannte die jüngsten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump unangemessen und für alle Seiten schädlich.
Europa müsse darauf einig und selbstbewusst reagieren. Neue US-Zölle würden das Wirtschaftswachstum in Deutschland „erheblich drücken“.

Grönland am 20.01.2026.
Foto: via dts Nachrichtenagentur
EU-Parlament berät Trumps Grönland-Pläne
Das EU-Parlament hat über mögliche Reaktionen auf die Annexionsdrohungen von Trump gegenüber Grönland beraten.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa an einem Scheideweg. Trumps Drohung mit neuen Zöllen sei schlichtweg falsch.
Für Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei EVP steht die Zolleinigung mit den USA aus dem vergangenen Jahr auf dem Spiel.
Iratxe Garcia Perez, Vorsitzende der S&D-Fraktion, brachte das EU-Anti-Zwangsinstrument ins Spiel, das unter anderem den Zugang zu öffentlichen Aufträgen für bestimmte Länder beschränkt.
Trumps Ankunft in Davos verzögert sich wegen Flugzeugpanne um drei Stunden
US-Präsident Donald Trump ist mit Verspätung zur Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos aufgebrochen.
Nach Angaben von US-Finanzminister Scott Bessent wird Trump mit rund dreistündiger Verspätung in Davos eintreffen.
Die US-Präsidentenmaschine war nach Angaben des Weißen Hauses zum Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews zurückgekehrt, nachdem ein „kleines“ elektronisches Problem festgestellt worden war.
Trump und seine Delegation stiegen dort in ein anderes Flugzeug um. „Ich denke, Präsident Trump wird sich um etwa drei Stunden verspäten“, sagte Bessent in Davos. Er habe den aktualisierten Zeitplan aber noch nicht gesehen.
Grünen-Chefin für europäische Alternative zur NATO – es brauche einen „Plan B“
Grünen-Chefin Franziska Brantner fordert angesichts des Konflikts mit den USA auf längere Sicht eine europäische Alternative zur NATO. Es brauche einen Plan B. „Europa ist zur Einigkeit verpflichtet und muss selbst verteidigungsfähig werden.“
Sie kritisierte Kanzler Friedrich Merz (CDU): Dieser zeige gegenüber Trump „bislang nicht Klarheit und Härte“.
Ein Ausgangspunkt für eine europäische Alternative könne die Koalition der Willigen in der Ukraine-Unterstützung sein. Daraus könne eine „Fähigkeitskoalition“ werden, „eine Gruppe derjenigen, die vorangehen wollen“.
Sie nannte neben Polen, Frankreich, Italien und dem Baltikum auch die Länder Großbritannien und Norwegen. „Solche Strukturen könnten zunächst ergänzend zur NATO wirken – und erst dann eigenständig, wenn Trump die NATO von innen blockiert.“
Strack-Zimmermann will entschlossene Reaktion
FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat angesichts der US-Zolldrohungen zu einer entschlossenen Reaktion der Europäer aufgerufen.
„Es ist Zeit, dagegenzuhalten“, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament im „Morgenmagazin“ des ZDF.
Die Europäer versuchten seit einem Jahr, mit Trump klarzukommen, „aber das nützt nichts“. Niemand wolle einen Handelskrieg.
Strack-Zimmermann warf Bundeskanzler Friedrich Merz vor, er sei „momentan erschreckend still“ und wolle den Konflikt aussitzen. „Man kann Gegenzölle auf den Weg bringen. Wir werden das ja auch im Europäischen Parlament besprechen.“

Die US-Militärbasis Pituffik ist für die Raketenabwehr und Radarüberwachung wichtig. (Archivbild)
Foto: Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix/dpa
Von der Leyen: Abwärtsspirale würde „Gegner stärker machen“
„Wenn wir jetzt in eine gefährliche Abwärtsspirale unter Verbündeten rutschen, würde dies nur jene Gegner stärker machen, die wir beide entschlossen sind fernzuhalten“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor dem Europaparlament in Straßburg.
Trump hatte am Samstag den EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden, Schweden und Finnland sowie Großbritannien und Norwegen mit zusätzlichen Zöllen von zehn Prozent ab dem 1. Februar gedroht.
Er fordert, dass die Europäer einer Übernahme des zum Königreich Dänemark gehörenden Grönland durch die USA zustimmen.
Grüner EU-Abgeordneter fordert europäischen Kaufstopp von US-Staatsanleihen
Der Grünen-Europaabgeordnete Rasmus Andresen fordert einen gemeinsamen Finanzboykott der EU gegen Washington.
„Europa sollte über einen koordinierten Kaufstopp von US-Staatsanleihen und den gleichzeitigen Aufbau von sicheren europäischen Finanzanlagen (Präsident Donald) Trump massiv unter Druck setzen“, sagte Andresen den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch.
„Trump würde durch eine finanzpolitische Reaktion viel stärker unter Druck geraten, als wenn man ein wenig an der Zoll-Schraube dreht.“
Laschet erwartet Probleme bei Grönland-Frage
Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet sieht für Trump und dessen Pläne mit Grönland Schwierigkeiten auch im eigenen Land. „Das kann ein Vorgang werden, bei dem er sich auch verhebt“, sagte Laschet am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Trump brauche die Unterstützung des Senats für seine Grönland-Pläne.
Hier gebe es inzwischen auch bei den Republikanern viele kritische Stimmen. „Da wird er auch im eigenen Land noch eine Menge Probleme bekommen.“
Laschet sagte, für die Europäische Union sei es wichtig, sich in der Debatte ihre eigene Stärke bewusst zu machen. Es gehe dabei nicht um militärische Reaktionen. Das Wichtigste sei, Verhandlungsmasse in den Gesprächen zu haben.

Erst vor zwei Tagen angekommen: Die Bundeswehr zieht ihr Erkundungsteam aus Grönland wieder ab.
Foto: Alessandro Rampazzo/AFP via Getty Images
Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum „Friedensrat“ an
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Einladung Trump zur Teilnahme am „Friedensrat“ für den Gazastreifen angenommen.
Zuvor hatte der französische Präsident Emmanuel Macron die Einladung in das Gremium abgelehnt. Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot begründete die Ablehnung damit, dass die Charta des Gremiums über den von den UN unterstützten Friedensplan für Gaza hinausgehe, und eine Achtung der Prinzipien und der Struktur der Vereinten Nationen gefordert. Trump reagierte auf die Antwort Macrons mit einer Zolldrohung von 200 Prozent auf französische Weine und Champagner.
Ursprünglich war das Gremium geplant für den Wiederaufbau des Gazastreifens. In der Charta für den „Friedensrat“ wird Gaza nun allerdings nicht genannt.
Zunächst soll der Exekutivrat aus Jared Kushner, US-Außenminister Marco Rubio, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem britischen Ex-Premierminister Tony Blair, dem Weltbankpräsidenten Ajay Banga, dem CEO des US-Private-Equity-Unternehmens Apollo Global Management, Marc Rowan, und dem stellvertretenden Nationalen US-Sicherheitsberater Robert Gabriel bestehen.
Sondergipfel der Europäer
Nach den Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen mehrere europäische Länder treffen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag zu einem Sondergipfel in Brüssel.
Dabei sollen „die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und ihre Auswirkungen auf die Europäische Union“ erörtert werden, schrieb EU-Ratspräsident António Costa in seiner Einladung zu dem informellen Treffen. Bei dem Gipfel gehe es darum, das weitere Vorgehen abzustimmen, erklärte Costa.
„Kleines elektrisches Problem“ am Flugzeug
Die Maschine von US-Präsident Donald Trump und seinem Team ist auf dem Flug umgekehrt und fliegt Richtung Washington zurück.
Kurz nach dem Start am späten Abend (Ortszeit) habe die Besatzung an Bord der Air Force One ein „kleines elektrisches Problem“ festgestellt, teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt mitreisenden Journalisten mit.

Air Force One.
Aus Vorsicht kehre man daher um, lande auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington und steige in ein anderes Flugzeug um.
Die Nachricht von der unplanmäßigen Umkehr des Flugzeugs wurde etwa eine Stunde nach dem Start der Maschine publik.
Vor seiner Abreise äußerte Trump Zuversicht, dass die NATO und die USA eine für alle Seiten vorteilhafte Einigung über die arktische Insel erzielen werden.
Präsident Donald Trump wird am 21. Januar auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos in der Schweiz sprechen.
Die Spannungen mit europäischen Verbündeten um Grönland stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens. Vor seiner Abreise zeigte sich Trump zuversichtlich, dass die NATO und die USA eine für alle Seiten vorteilhafte Einigung über Grönland treffen werden.
„Ich glaube, wir werden etwas ausarbeiten, bei dem die NATO sehr zufrieden sein wird und wir sehr zufrieden sein werden“, sagte Trump am 20. Januar während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
Trump sagte, er werde in Davos „viele Gespräche“ führen, die sich auf Grönland konzentrieren. Auf die Frage, wie weit er bereit sei zu gehen, um das Gebiet zu erwerben, antwortete er: „Das werden Sie noch erfahren.“
„Friedensrat“ könnte in Davos vorgestellt werden
US-Präsident Donald Trump plant, das demnächst in Gaza zu erprobende Konzept eines „Friedensrates“ weiter auszubauen. Die „Times of Israel“ dokumentierte bereits einen Entwurf für eine Charta, der angeblich die Aufgaben und Aufnahmemodalitäten für die Institution umschreiben soll.
Die US-Regierung plane demnach, das Mandat des Friedensrates stark zu erweitern. Perspektivisch soll dieser nicht nur Frieden in Gaza sichern, sondern weltweit zur Beilegung von Krisen und Konflikten beitragen.
Mit Material der Nachrichtenagenturen